Schmuck aus Plauener Spitze

Manchmal muss man einfach praktisch denken: alles, was gefällt, kann zu einem Schmuckstück verarbeitet werden. Da ich eine Puristin bin, neige ich Perlen und Steine zu vermeiden (was sich ändern kann). Aber Spitze, fertige Spitze passt doch so gut zum Häkeln.

Ich habe mich schon lange gefragt, ob man aus älteren Vorhängen oder Spitzendeckchen einzelne Motive ausschneiden kann, sodass sie doch noch die Form behalten. Tatsache ist, dass solche Spitzenteile so dicht bestickt sind, dass sie nicht auseinanderfallen. Man könnte die abgeschnittenen Kanten mit Kleber oder farblosen Nagellack blocken.

Hat man die gewünschten Motive und Formen, kann man sie mit einem Garn in einer ähnlichen (oder Kontrastfarbe) verhäkeln.

Ich habe ein Deckchen genommen, dass aus 9 Quadraten bestand. Daraus bastelte ich Ohrringe und Fußschmuck.

Die Ohrringe sind leicht gemacht: Ohrhänger und Verbindungsringe müssen vorhanden sein. Das Spitzenquadrat hänge ich an den Verbindungsring an, fertig:

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Für den Fußschmuck muss man eine Schleife für den Zehe häkeln (ich schlage für gewöhnlich zwischen 16 und 20 Luftmaschen dafür an) und dann die Schnürchen für das Umwickeln um den Knöchel: das wären im Schnitt 100 Luftmaschen. Enden gut verstecken durch Vernähen, fertig:

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Für das Verhäkeln von Spitze eignet sich feines Häkelgarn. Es lohnt sich die Farbe und die Garndicke mit der Farbnuance und der Spitzenstruktur zu vergleichen.

Den Spitzenfußschmuck kann man übrigens wunderbar auf der Hand tragen:

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Experimentiert ruhig mit Spitzen – die Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Mal muss nur über den Zaun schauen.

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Tunesische Fliegen

Den Tag der Handarbeit (gestern) verbrachte ich leider nicht draußen, sondern zu Hause. Ich habe es total vergessen – wollte doch ein paar Mützen für die Tafel abgeben. Na ja, gearbeitet habe ich aber hart und zwar am TUNESISCHEN HÄKELN.

Anlass für meine Beschäftigung mit dieser besonderen Häkeltechnik war die Tatsache, dass ich meine geplanten Fliegen nicht fest und formschön genug hinkriegen konnte. Ich versuchte es mit einer Kombination aus Halbmaschen und Reliefmaschen, was bei einer dickeren Wolle und kleineren Nadel schon mal gelungen war:

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Doch ich wollte weiter gehen und neue und schöne Muster ausprobieren. Dann erinnerte ich mich an die tausendmal gesehenen tunesisch gehäkelten Arbeiten in den amerikanischen Häkelkreisen, wo ich tagtäglich schwimme. Ich habe sie immer leicht übergangen, da sie mir zu moderat und altbacken vorkamen. Aber für meinen Zweck wäre tunesisch doch eine gute Idee!

Ich habe mir ein paar Videos angeschaut und bin gleich zur Tat gestritten. Zuerst häkelte ich eine Fliege im herkömmlichen tunesischen Stil:

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Hier wird die Stabilität durch die doppelte Garnführung und der kleinen Nadel zusätzlich verstärkt.

Dann habe ich den Strickstich ausprobiert: herrlich!!!

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Das Maschenbild sieht von hinten so aus:

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Und so habe ich die Fliege hinbekommen:

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An den Rändern kann ich noch arbeiten. Aber das Maschenbild ist schön ebenmäßig, was ich mit zwei Nadeln nie so hinkriegen könnte!!!

Eine noch schönere Übung waren die Streifen, also Farbwechsel beim Strickstich:

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Ich spielte ein bisschen mit den Farben herum. Dann entschied ich mich nur für Streifen und beim Zurückhäkeln stellte ich fest, dass ich den Farbwechsel vertikal getrennt handhaben kann… d.h. viele Möglichkeiten sind gegeben. Auf dem Bild unten sieht ihr die getrennten Balken:

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Da ich doch kurzfristige abgeschlossene Projekte haben wollte, häkelte ich aus diesem Streifen die nächste tunesische Fliege:

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Auf diese Fliege bin ich echt stolz.

Aber zu brav wollte ich auf keinen Fall bleiben, also nahm ich einen Ball gröbster naturbelassener Wolle, die ich in Nessebar, Bulgarien vor 2 Jahren gekauft hatte und die sich ganz schlecht filzen ließ, und häkelte daraus meine nächste ungewöhnliche Fliege (natürlich wieder auf  Tunesisch):

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Sie ist doppelseitig, also zwei Mal gefaltet und zusammengehäkelt, dann mit dunkelroter Wolle umhäkelt. Von hinten sieht die FLiege so aus (ich verwendete dafür einen anderen tunesischen Stich):

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Den Mittelstreifen häkelte ich ein bisschen länger und dann fand ich diese Lösung: nicht Umwickeln, sondern zubinden und die Enden wie eine zweite Schleife festziehen.

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Wie findet ihr diese Idee?

Ich habe noch einiges produziert, aber wurde immer von der Tatsache eingeengt, dass ich für diese Technik doch spezielle Instrumente brauche: wenn man etwas häkeln möchte, das breiter als 10 cm ist, muss man sich die Verlängerungen für die Nadeln besorgen. Morgen versuche ich es in meinem Wollladen und werde sie euch zeigen.

Sonst bin ich total von diesen neuen Horizonten im Häkeln begeistert und bekam eine Menge neue Ideen.

Wenn ihr Interesse am tunesischen Häkeln habt, könnt ihr euch die nützlichen Videos von Redaktion Hug anschauen. Sie haben mir gestern beim Einstieg geholfen. Es sind mehrere kurze Videotutorials zum Thema, da es auch mehrere Variationen des tunesischen Häkelns gibt.

Nun wünsche ich allen frische Begeisterung und süße Träume, denn es ist in Berlin kurz nach 2 Uhr und ich muss ins Bett.

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Barett ist fertig und eine Fliege dazu

Es ist Zeit für sommerfrische Abenteuer und Arbeiten aus Schurwolle erscheinen gerade jetzt ein bisschen deplatziert. Aber ich hatte ja diese  Mützen-Set-Anleitung für Mama und Baby gefunden und wollte unbedingt nach der Babyvariante auch die Damenversion herstellen. Hier könnt ihr beide Versionen der Popcornmütze für Damen herunterladen. Die Baskenmütze erschien mir verlockender als die eng anliegende und ich wählte dafür Sockenwolle mit einem leichtem Farbverlauf – braun, von dunkel bis hell und umgekehrt. Ich freute mich auf ein schnell abgeschlossenes Projekt, da diese Wolle ein bisschen dicker war.

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Im Unterschied zu der Babyvariante wird bei dieser Mütze der Abstand zwischen den einzelnen Popcorns enger gehalten – man häkelt dazwischen nicht zwei, sondern nur eine Luftmasche. Zum Vergleich zeige ich euch noch einmal die Babymütze:

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Der enge Zwischenraum und die Dicke der Wolle machen die Struktur fester und weicher. Worauf ich mich sehr gefreut habe, war die Form:

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Baskenmützen kann man tiefer oder flacher tragen und so eine würde mir persönlich auch stehen. Ich bin sonst kein Mützenträger.

Beim Bund habe ich wieder etwas von der Anleitung abgewichen. Kettmaschen allein waren mir zu eintönig und ich dachte mir dieses Schachbrettmuster aus. Es sind Stäbchengruppen, die man in die untere Maschenreihe ansetzt, gefolgt durch feste Maschen.

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Mit und über den Kettmaschen angewendet, sorgt das Muster nicht nur für ein 3D-Effekt, sondern hält den Abschluss fest und dehnt sich nicht aus. Bei Baskenmützen ist es sehr wichtig, das sie sich an dieser Stelle nicht dehnen, sonst verlieren sie ihre Form.

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Leicht seitlich gekippt, wirkt die Mütze noch kecker.

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Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auf zusätzliche Verschönerung habe ich verzichtet, da die Mütze schon sehr strukturiert ist – alles andere würde sie überladen. In der Anleitung sind Holzknöpfe vorgeschlagen – bei einem glatten Kettmaschenbund wären sie auch angebracht.

Aus dem Rest der Wolle habe ich eine Fliege hergestellt:

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Die Fliegenclips sind schon bestellt und ich kann es nicht erwarten, sie einzusetzen. Dann werden eifrig Fliegen gehäkelt – die Kollektion wächst schon. Mehr davon erzähle ich in einem anderen Post

Und jetzt wünsche ich euch frohes Häkeln und ein wunderschönes Wochenende!

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Babymütze gehäkelt

Meine erste Babymütze ist fertig. Ich habe lange gezögert, da ich kein konkretes Baby damit beschenken kann oder mindestens die Mütze anprobieren könnte. Deshalb habe ich der Anleitung vertraut und doch einiges geändert.

Die Idee für die Mütze stammt von Stephanie. Es sollte ein Mutter-Tochter-Set entstehen. Da mein Baumwollgarn in Flieder nicht für zwei Mützen ausreicht, habe ich die Babyvariante erst einmal erstellt und die Mutter-Mütze braucht noch ein Paar Stunden Arbeit.

Matching crocheted mommy & baby hats

Die Mutter-Mütze in zwei Varianten kann man hier herunterladen (PDF-Dokument).

Die Anleitung für die Baby-Mütze könnt ihr hier anschauen. Ich habe mich an diese Version gehalten.

Die Mütze soll einem 6-monatigen Mädchen passen. Da es immer Unterschiede gibt, je nach Garndicke und Häkelnadel, habe ich das Bündchen abgeschlossen und einfach ausgemessen. Das ergibt den Kopfumfang – in meinem Fall waren es genau 40 cm.

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Dann habe ich mich entschlossen den Kettenmaschenabschluss noch einmal zu verschönern.

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Es erschien mir nur logisch, die dunkle Lilafarbe als letzten Strich anzulegen – das erfordert die Blume und das blass wirkende Flieder.

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Die Blume besteht aus Stäbchen mit je einer Luftmasche dazwischen. Zuerst wird der Kreis nur in Lila gehäkelt, dann kommt Flieder dazu – also noch einmal dieselbe Reihe in Stäbchen, oberhalb der Häkelarbeit. Dabei sticht man zwischen den Fliederstäbchen. Die Blume wird mit Lila abgeschlossen: eine feste Masche verbindet die zwei Farbschichten und zwei oder drei Luftmaschen sorgen für einen Blütenbogen. Fertig.

Bald wird die Erwachsenenvariante fertig – in Sockenwolle!

Viel Spaß beim Häkeln,

eure Bennelle

 

 

Schnell gehäkelte Handytasche

Manchmal ist man zu dumm, um selbst auf die einfachsten Ideen zu kommen. Ein anderes Mal entdeckt man das Rad… oder Amerika… Ihr wisst schon, eine großartige Eingebung bringt die Augen zum Leuchten und dann stellt man fest, dass so viele andere schon ewig dieselbe Eingebung hatten.

Genauso fühlte ich mich, als ich diese Geldbörse in einem Blog erblickte:

 

Wie hat Shara das gemacht? Hat sie den Halbkreis der Lasche zusätzlich gehäkelt? Nein! Es ist vieeeeeel einfacher!!!

Diese Geldbörse ist in einem Stück gehäkelt und so superleicht, dass es einem schlecht wird. Hier sieht ihr es. Das ist DIE LÖSUNG! Nicht nur für kleine süße Börsen, sondern für jede erdenkliche Taschengröße!

Die genaue Anleitung von Shara findet ihr hier.

Ich musste meine eigene Variante ausprobieren und bastelte auf die Schnelle eine dreifarbige Handytasche zum Aufhängen.

Handytasche

Dafür habe ich eine Luftmaschenkette aus 40 Maschen angeschlagen und dann vor- und zurückgehäkelt, indem ich nach jeder Reihe die Farbe wechselte.

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Das Schnürchen zum Aufhängen habe ich extra gemacht. Ich dachte dabei an Urlaub oder an den Strand. Wo versteckt man das Handy in greifbarer Nähe, wenn man nur Bikini an hat? Auf dem Hals, natürlich!

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Ein Knopf musste her. Das Handy soll doch sicher verwahrt werden.

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Im Täschchen könnte man auch Geld tragen (oder seinen Pass). Nur: wenn ihr darin Kleingeld aufbewahren wollt, dann wäre es besser, nicht Stäbchen, sondern halbe Stäbchen oder feste Maschen zu häkeln. Mein Händytäschchen ist mit halben Stäbchen und ganzen Stäbchen gehäkelt. Das Maschenbild ist zu lose: Münzen wie die von 1 Cent würden sich leicht in den freien Fall begeben.

Neben meinem letzten Bikinitop sieht die Handytasche echt toll aus.

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Fühlt ihr euch inspiriert? Dann viel Erfolg!

Gute Nacht und frohes Häkeln,

eure Bennelle

 

 

Und wieder grüßt der Fußschmuck

Es gibt so vieles, das süchtig macht! Momentan sind es einige Themen, die mich brennend beschäftigen. Aber was ich auf jeden Fall aufbauen möchte, ist meine nagelneue Fußschmuck-Kollektion. Bis vor kurzem habe ich die Barfuß-Sandalen auf Etsy nur beäugelt, mit dem festen Vorsatz selbst damit anzufangen. Jetzt ist die Lawine ins Rollen gekommen und ich kann nicht aufhören. Vielleicht liegt es daran, dass es keine Grenzen für die Fantasie gibt – es läßt sich so ziemlich alles auf dem Engstem Raum eines weiblichen Fusses gestalten. Und die Sandalen kleiden die Füße wie Dessous – geben ihnen eine romantische, verführerische Note, machen sie noch ansehnlicher, als sie es sind. Und sogar erotischer 🙂

Ich zeige euch mal, was bis ich bis jetzt fertig gebracht habe.

Diese rostbraunen Sandalen habe ich schon verkauft (macht nichts, das nächste Paar ist schon im Entstehen):

Barfuß-Sandalen, rost

Aus diesem dünneren Garn (75% Polyacryl, 25% Nylon) lassen sich schöne, filigrane Muster häkeln (Nadelstärke 2 bis 2,5). Die Farbe ist ewig – sie gefällt vielen und ist nicht auffällig, zeichnet sich aber schön auf der weißen Haut ab.

So sieht das Muster flach ausgebreitet aus. Und man sieht schon wieder den gewaltigen Unterschied zwischen dem  Blitz (Bild oben) und Tageslicht (Bild unten):

Fußschmuck, rostbraun

Bei den nächsten Sandalen habe ich  „African Flower“ als Grundmotiv benutzt und zu einem Dreieck umgewandelt. Das war auch mein letztes Produkt unter dem Motto MaiLove bei DaWanda (Farbaktion rot-weiß):

Fußschmuck Herz IMG_8932

Motiv und fertige Sandale nebeneinander. Die Verwandlung ist leicht erkennbar und einfach zu bewerkstelligen:

Fußschmuck MaiLove

Dann kommt der Fußschmuck in drei Grüntönen.

Fußschmuck, olivgrün

Ich mag diese Sandale ganz besonders. So sieht das Paar flach aus:

Olive Sandalen, flach

Den olivfarbenen Fußschmuck hatte ich als Vervollständigung zu dem Bikini in den selben Farben gedacht:

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Der Bikini ist weg, die Sandalen sind geblieben.

Schön finde ich auch die Farbe ROT. Daraus habe ich diese Sandalen in Herzform gebastelt:

Fußsandalen, Herz, rot

Das rote Garn ist aus glänzender, glatter Baumwolle. Ein Traum zum Tragen. Und zum Häkeln.

Was bleibt noch? Ah, ja, ein bisschen Blau:

Sandalen, blau, oval

 

Diese Sandalen sind aus drei verschiedenen Baumwollgarne gehäkelt. Das in der Mitte hat einen schönen weiß-blauen Farbverlauf. Es handelt sich um Reste… zum Beispiel aus diesem Bikinitop:

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Oder aus diesem (noch nicht ganz fertigen) Top:

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Die Kombination Top und Fußschmuck finde ich sehr schön.

Und zum Schluss zeige ich euch noch einmal die allerersten Sandalen, die ich entworfen und gehäkelt hatte:

Mein Fußschmuck 2

Die Kollektion wird fortgesetzt.

Bislang biete ich den Fußschmuck nur in meinem DaWanda-Shop an. Wer Lust zum Bestellen hat, sollte er mich entweder über dieses Blog kontaktieren, oder meinen Shop besuchen.

Ich bin dabei noch einen Shop einzurichten, und zwar bei

http://www.vondir.de

Die Plattform habe ich vor Kurzem entdeckt. Für Verkäufer ist sie verlockend, da bei der einfachen Variante der Shopführung (bis 2 Artikelbilder und bis 2 Kategorien) KOSTENLOS ist. Keine Einstellgebühren, keine Verkaufsprovision.

Jetzt widme ich mich dem weiteren Paar Fußschmuck (in knalligem Orange!!!)

Wünsche euch viel Sonne und Energie!

Eure Bennelle

 

 

 

 

Das Bikinihöschen

Man wartet manchmal sehnsüchtig nach Aufträgen und wenn sie endlich da sind, rast das Herz. So ist es ebenfalls bei mir. Kundenaufträge sind so eine Sache – zwar hat man die Bekundung, dass das Produkt abgenommen wird, aber da es sich um Einzelstück handelt, weiß man nicht, ob es dem Kunden doch gefällt.

Ich habe vor 2 Tagen eine Anfrage bekommen, ob ich zu diesem Bikinitop das passende Höschen häkeln könnte:

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Aber klar. Ich hatte mich eigentlich bis jetzt vor den Höschen verdrückt, da sie nicht so leicht zu handhaben sind. In meinen Online-Shops und in der Galerie „Tops“ findet ihr nur Bikinitops und keine komplette Ausstattung. So viele unterschiedliche Körper mit ihren eigenen Formen und Frauen mit verschiedenen Vorlieben. Zwar habe ich Höschen gehäkelt, aber nie war ich wirklich glücklich damit.

Ein Auftrag – eine konkrete Aufgabe. Also habe ich erst einmal das Garn wieder besorgt (und die allerletzten 3 Knäuel im Laden für eine Woche reserviert!) und dann auch Elastikfaden gekauft.  Es heißt Strick-Elastic und sollte zur besseren Elastizität des Höschens beitragen. Immerhin war das Hauptgarn reine Baumwolle, die sich ziemlich verformt, wenn sie belastet oder befeuchtet wird. Ich weiß nicht, ob das eine kluge Entscheidung war – sie war gut gemeint, aber sehr unpraktisch. Der elastische Faden hat mir so viele Probleme beim „Mitlaufen“ bereitet, dass ich in Zukunft darauf eher verzichten würde.

Das Höschen sollte am Bund mit der Spitze des Oberteils anfangen und dann  nicht zu knapp ausfallen.  Nach einer langen Nacht und die Begrüßung der Sonne gegen 5 Uhr morgens entstand diese Höchstleistung:

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Die Sache mit der Spitze war nicht so leicht zu lösen. Ich entschied mich für diese Extra-Verlängerung nach unten – ein bisschen wie Peter-Pan-Kragen. Die Ränder habe ich doppelt umrahmt. Da der Farbverlauf des Garnes so lang ist, sieht man vorn nur das Apfelgrün, erst hinten entwickelt sich die Olive und das Braun.

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Die Frage mit den Bändchen habe ich so gelöst, dass zwei lange Bänder jeweils vorn und hinten durch die Spitze durchgezogen (für die bessere Justierung und Halt) und seitlich gebunden werden.

Ein Knäuel von Kappa color von Lang (50 gr) hat für das Höschen nicht gereicht. Ich habe für die Bändchen und z.T. für die Spitze zwei andere Baumwolgarne benutzt.

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Bei diesem eher dünnen Garn musste ich für den Bund mit der Spitze 60 Maschen anschlagen.

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Normalerweise häkelt man das Höschen von hinten nach vorn. Die engste Stelle für den Schritt habe ich hier mit 11 Maschen gehäkelt. Ich schätze, dass man bis 7 Maschen herunter gehen kann. Bei anderen, ausgeschnitteneren Modellen, muss man sogar bis 6 M herunter gehen. Bei dem Minikini z.B. reicht ein Knäuel satt für Top und Höschen. Natürlich ist er auch viel schneller gehäkelt. Aber die meisten Frauen ziehen eine moderatere Form vor, besonders bei den Höschen.

Meine Fensterpuppe verträgt die neu entstandene Kombination ziemlich gut 🙂

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Zurück zum Elastikfaden: was beim Top so toll ebenmäßig aussieht, konnte ich beim Höschen nur mit den festen Maschen im Schritt einhalten. Leider hat mich der Mitlauffaden bei den Halbstäbchen und Stäbchen ziemlich daran gehindert, ein ebenmäßges Maschenbild zu erreichen. Ich hoffe, die Kundin sieht darüber hinweg. Ich selber hatte heute den ganzen Tag Herzschmerzen vor lauter Nervosität. Ich mag eben gut ausgeführte Arbeit und habe mich total darüber geärgert, dass bestimmte Stellen löchriger geworden sind.

Die große Erleichterung kam, als die Kunden, den Fotos nach, das Höschen abgenommen hatte.

Dann hat sie auch über einen Fußschmuck nachgedacht. Ich wollte ihn passend zu dem Bikini gestalten, doch sie neigte zu einer anderen Farbe. Meine Annäherung an ihre Vorstellungen sah dann so aus:

Barfuß-Sandalen, rost

Ich habe schon das Gespür für den Fußschmuck entwickelt und es gelingt mir leichter neue Modelle zu entwerfen. Übung macht den Meister. In diesem Fall habe ich nicht Baumwolle, sondern ein dünnes Garn aus Polyacryl und Nylon verwendet. Super weich und federleicht. Häkelnadel Nr. 2,5.

Der Tag war lang und verregnet (der Regen trommelt auf unseren Dachfenstern schon seit 12 Stunden!) und deshalb verabschiede ich mich mit dem letzten Schluck Wein und wünsche euch

Gute Nacht!

Eure Bennelle

P.S. Die Barfuß-Sandalen sind hier zu erwerben. Und hier findet ihr noch ein Paar Fußschmuck von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rosen häkeln

Vor ein paar Tagen habe ich eine Menge Rosen gehäkelt und meine ersten Broschen hergestellt. Wenn ihr eine wirklich beeindruckende Rose erschaffen wollt, dann wählt ein besonders schönes Garn, das schön edel glänzt. Microfaser und Seide, sowie Viskose haben diese Eigenschaft.

Eine Rose zu häkeln ist keine hohe Kunst. Es ist wirklich einfach.

Mein Rezept dafür:

Garn, Häkelnadel mit der empfohlenen Größe, Schere, Polsternadel.

Für die Brosche braucht man dazu noch einen Broschenrohling.

Häkeln

0. Luftmaschenkette mit 30 Maschen häkeln.

1. R. Ein Stäbchen in die fünfte Masche vom Ende mit der Nadel häkeln, eine Luftmasche und ein weiteres Stäbchen in die selbe Masche häkeln, eine Masche überspringen und in die übernächste „1St., 1 LM, 1St.“ häkeln. Eine Masche überspringen und das Muster bis zum Ende der Reihe wiederholen.

(Lasst euch von der Zahl der Maschen auf dem Foto nicht ablenken, da ist eine kleinere Rose mit nur 20 M. abgebildet. Später stellte ich fest, dass die Rose üppiger aussieht, wenn 10 Maschen mehr gehäkelt werden. )

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2. R. In das Loch zwischen den zwei Stäbchen, die von einer Masche ausgehen, 4 Stäbchen häkeln.

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In das zweite Loch 5 St., in das 3. Loch 6 St., in das 4. 7 St.  usw.  – je ein Stäbchen mehr häkeln.

Da das Loch nur eine begrenzte Anzahl von Stäbchen aufnehmen kann, häkelt je ein Stäbchen mehr, bis es nicht mehr geht und wiederholt die höchste Zahl Stäbchen bis zum Ende der Reihe.

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Fertig.

Wickeln

Beim Wickeln der Rose ist es wichtig, von der kleinsten Blüte anzufangen und  immer darauf zu achten, dass der Rand vom Boden aus immer sichtbar ist. Es bildet sich ein spitzer Berg. Zieht den Faden, der aus der Mitte kommt, heraus, damit ihr ihn später für das Vernähen benutzen könnt.

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Vernähen

Jetzt nehmt den Faden vom größten Blatt ganz oben und vernäht die Rose mit der Polsternadel, indem ihr immer quer stecht und nicht zu fest zieht.

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Schneidet dann den Rest des Fadens ab. Mit dem Faden, der von der Mitte ausgeht, vernäht ihr die Rose an eine Grundlage oder an den Broschenrohling.

Brosche

Für die Brosche braucht ihr außer der Rose, einen Broschenrohling. Solche gibt es im Bastelladen und im Internet (meine Rohlinge habe ich bei Dawanda gekauft).

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Es genügt, den Faden je einmal durch die Löcher des Rohlings durchzuführen.

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Benutzt die ganze Länge des Restfadens (ich lasse immer 15-20 cm übrig), um die Brosche fest zu nähen.

Umdrehen, anstecken:

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Als Ring ist die Rose sogar noch beeindruckender (für den Ring eignet sich besser die Variante mit 20 Luftmaschen):

Rosenring

Meine Broschen sind schon bei Etsy zu erwerben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachhäkeln und Verschönern.

Eure Bennelle

Gemüse zum Schreiben

Wie gesund schreiben wir? Wenn wir überhaupt etwas per Hand aufschreiben… Ich habe schon längst festgestellt, dass ich meine Handschrift fast nicht mehr erkennen kann – so verwachsen bin ich mit der Tastatur!

Vor einiger Zeit habe ich etwas so Erfrischendes entdeckt, dass ich es gleich „Neu“ häkeln musste: Gemüsehüllen  für Kugelschreiber oder Bleistifte. Zuerst häkelte ich den Rumpf einer Möhre nach und dachte mir das Grünzeug selbst aus, dann schuf ich ein Brokkoli-Röhrchen, worauf ich sehr stolz bin.

Vegetarische Schreiber

Die Idee und eine Anleitung für Möhren und andere Gemüsesorten habe ich bei Twinkie Chan gefunden. Für das Röhrchen braucht man einen Magischen Kreis, in den man 6 feste Maschen häkelt. Weiter geht es wie beim Amigurumi-Häkeln in Spirale ohne Abschluss einzelner Reihen. Man häkelt nur feste Maschen. Da das Röhrchen eng ist und man sich leicht verzählen kann, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn man den Stift schon mal hineinführt und um ihn herum weiter häkelt.

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Den Brokkoli-Kopf habe ich nach Gefühl gestaltet. Man kann sich so einiges Ausdenken. Viele Gemüsesorten lassen sich so stilisieren, dass sie einen Stiel und einen Kopf bekommen.

Kugelschreiberhüllen oder Bleistifthüllen haben auch andere gehäkelt. Hier findet ihr Anweisungen und Ideen.

Bleibt gesund und schreibt eifrig weiter mit der Hand :),

eure Bennelle

 

 

Barfuß-Sandalen häkeln

Manchmal sind Zufälle echt unheimlich.

Ich wollte gerade einen kurzen Artikel zur Anleitung für Barefoot Sandals schreiben, die ich gestern entdeckt habe, und siehe da, es fliegt mir die Info aus einem deutschen Blog zu. Ich beäugle diese Fussdekoration schon sehr lange und wollte schon ewig auch selbst kreativ eine oder mehrere solche gestalten. Gestern habe ich den Anfang gemacht, aber war nicht zufrieden. Heute habe ich anhand von mehreren Anleitungen, die ich gesammelt und angeschaut (Video) habe, meinen eigenen Fußschmuck gehäkelt. Und so sehen meine Barfuß-Sandalen aus:

Mein Fußschmuck

Zwar habe ich jetzt meine eigene Variante erstellt, aber die Anleitung dazu gibt es noch nicht. Außerdem möchte ich noch mit verschiedenen Garnen und Mustern herumexperimentieren, bevor ich eine Anleitung schreibe.

Aus diesem Grund biete ich euch eine kleine Sammlung von Anleitungen an, die euch helfen, selber Fußschmuck zu häkeln:

1.

Nicole hat nicht nur parallel mit mir gedacht, sondern auch was getan: sie hat auch nach Mustern gesucht, nicht zufrieden damit gewesen und ein Paar sehr schöne Sandalen gestrickt. Die Anleitung dazu könnt ihr  in ihrem Blog nachlesen. Wohlbemerkt: diese Fußdeko ist gestrickt, nicht gehäkelt!

 

2.

Bei meiner Suche nach kostenlosen Anleitungen bin ich auf mehreren gestoßen, aber eine hat mir besonders gefallen, und zwar diese von Julie King.

 

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Sie hat sich darauf spezialisiert, diese Art Sandalen zu häkeln. Außerdem hat sie sich fest vorgenommen, jeden zweiten Tag neue Muster zu entwickeln. Den Vorsatz mit der Musterentwicklung werde ich bald auch irgendwo fest anschlagen und danach weiter arbeiten. Nur muss ich zuerst die Kunst der Verschriftlichung solcher Muster auf Deutsch und Englisch erlernen.

Zurück zu den Sandalen: hier könnt ihr die Anleitung nachlesen.

3.

Eine andere Version der „unsichtbaren Sandalen“ mit nur einem Strang und Holzperlen  zeigt  Michael Sellick   in seinem Youtube-Tutotial. Sehr einfach, klar nachvollziehbar und einfach schön. Die Holzperlen kann man beim Bastelshop erwerben oder eine billige Kette auseinandernehmen… Hier geht es zum Video.

 

4.

Wenn man genug kann und gleich selber die Sandalen kreieren möchte, braucht man trotzdem eine grundlegende Informationen, z.B. wie man den Fuß abmisst und die einzelnen Teile der Sandalen ausrechnet. Dazu habe ich ein Videotutorial entdeckt. Schaut einfach hier rein.

5.

Die Dreieck-Variante in der einfachsten Form bekommt ihr in diesem Videotutorial erklärt. Das Schöne bei den Videos ist immer die zusätzliche Information, also kleine Feinheiten und Details, die man mitbekommt. Und man kann das Video immer stoppen und zurücklaufen lassen, damit man alles nachvollziehen kann.

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Die Granny-Square-Variante des Dreiecks oben zeigt Claire (die Stimme hinter bobwilson123) in einem anderen Tutorial auf Youtube.

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Clair bietet eine Vielfalt an kostenlosen Häkelanleitungen auf ihrem Blog (http://www.bobwilson123.org/) an.

Das war meine kleine Barfußsandalen-Zusammenstellung. Ich hoffe, ihr habt Spaß daran und vor allen Dingen NUTZEN!

Schönen Gruß,

Bennelle