Sorgenfresser häkeln

So, jetzt bin ich ganz offiziell in mein Atelier in der Schulzestr. 21 in Berlin Pankow eingezogen und ich kann es kaum erwarten mit den Workshops zu beginnen.

Workshop Nr. 1 ist den Sorgenfressern gewidmet. Ihr wisst schon, diesen Kreaturen, die stellvertretend als seelischen Mülleimer dienen, wenn der beste Freund/die beste Freundin nicht da ist, um diese undankbare Aufgabe zu übernehmen.

Im Grunde genommen habe ich vor, mit euch kleine (liebenswerte oder nicht) Monster zu kreieren, die ein großes Maul haben. Es ist nicht zum Labern da, sondern um alle unsere, auf kleinen Zetteln verschriftlichte Sorgen aufzunehmen.

Also zuerst häkelt man die Biester, dann benutzt man sie als Kummerkästen. Ist das nicht eine tolle Sache? Mit Kindern funktioniert das übrigens auch!

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So, hat sich das Monster satt gefressen, kann man die Zettel wieder aufmachen und nachschauen, was uns so gewaltig bewegt hat, und wenn die Sorge sich schon erledigt hat, kann man sie eben entsorgen.

Für die Herstellung der Sorgenfresser könnt ihr eure Wollreste und ein Paar alte/zerrissene/nicht mehr brauchbare Socken (als Füllung) mitbringen. Ein alter Handschuh kann auch von Nutzen sein – wie, das zeige ich während des Workshops.

Auf dem Beitragsbild seht ihr eine primitive Version des Monsters – sie ist aber gut mit Grundkenntnissen innerhalb von 3 Stunden zu schaffen. Erfahrenere oder ehrgeizige HäklerInnen können noch Arme und Füße hinzufügen, aber die Hauptsache hier ist das Riesenmaul, das eine Art Tasche bildet.

Die Biester können nach Belieben geschmückt und ausgebaut werden.

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Wo: Atelier „chain re:action“, Schulzestr. 21, 13187 Berlin (S-Bahn-Station Wollankstraße)

Wann: Samstag, 15.10.16, 11 – 14 Uhr

Anforderungen: Grundkenntisse (feste Maschen) sind Voraussetzung

Material: Das ist ein Recycling-Projekt, also wäre es am besten, wenn ihr eigene Wollreste und die o.g. Socken bzw. alte Handschuhe mitbringt, aber ich habe auch Material

Preis: 25 Euro p.P., 40 Euro für 2 Personen

Anmeldung: e-Mail: albena.stateva@gmail.com oder als Kommentar zu diesem Beitrag.

Na, überzeugt?

Dann meldet euch oder eure Freunde an!

Lieben Gruß aus dem Regen!

Eure Bennelle

 

 

 

 

Mein erstes Atelier

Es ist Zeit laut zu verkünden, dass Bennelle jetzt einen Ort gefunden hat, wo sie arbeiten, experimentieren, ausstellen und Workshops geben kann.

Es war ein langer Weg und ich bin unglaublich froh, über einen eigenen Kreativraum zu verfügen. Ich würde ihn Imaginarium nennen, aber das Wort ist besetzt, also habe ich mit Crochetarium und Fadenspiel gespielt. Letztendlich bin ich bei CHAIN RE:ACTION geblieben. Mein Atelier und Showroom trägt nun diesen Namen. Warum nicht Bennelle?

„Chain“ ist die Grundlage des Häkelns und Strickens und durch Maschenketten geht es weiter, bis man ein Gewebe erschaffen hat.

„Chain reaction“ – die Kettenreaktion entsteht, wenn der Faden reißt … und eine Laufmasche unaufhaltsam das Gestrickte zerstört…

Wenn wir Ursache und Wirkung auf die Ebene des kreativen Tuns übertragen, beobachten wir wie Menschen durch positive Erfahrungen und Freude angesteckt werden, selbst etwas zu tun. Diese Art von „Ansteckung“ möchte ich durch meine Kreativkurse erreichen.

„Re:action“ verdeutlicht die Wiederverwendung von Ressourcen oder die Arbeit mit Wollresten aus der Produktion und aus Hobby-Auflösungen oder mit schon benutzten Textilien, die als Grundlage für Unikate dienen.

Überzeugt?

Ich muss mich erst selbst daran gewöhnen.

Aber, was ich eigentlich sagen wollte: am 1. Oktober wird in und bei gutem Wetter vor meinem Atelier gefeiert!

Es wird etwas zum Essen und zum Trinken und einen kostenlosen Workshop zum Thema „Taschen Weben auf Karton: ohne Nähen“. Dabei verwenden wir alte Müsli- oder Milchkartons und Stroffstreifen aus alter Kleidung. Wer mitmachen möchte, kann gern eigene Kleidungsstücke mitbringen und verarbeiten. So werden Erinnerungen verwebt und lieb Gewonnenes bleibt in einer neuen Funktion erhalten!!!

Ich freue mich auf euren Besuch!

Wer die Party verpasst, kann mich im Atelier nachmittags (besser nach vorheriger Absprache) erreichen:

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Schulzestr. 21

13189 Berlin Pankow

(S-Bahn-Station Wollankstraße), Bus 150, M 27, 255

Eure Bennelle

 

 

Tauschen statt kaufen

Letztes Wochenende war wieder Kleidertausch angesagt!

Kleiderwandel hat das Event mit Musik und Modenschau organisiert und dafür ein schönes Gelände in der Revaler Str. 99 gebucht.

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Habt ihr so etwas schon ausprobiert?

Es ist einfach, inspirierend und macht Spaß! Frau (es gibt einige wenige Männer!) kommt, gibt die eingepackten Sachen, die sie aus dem Kleiderschrank ausgemistet hat, ab und darf nach Lust und Laune anprobieren und Passendes mitnehmen.

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Die Sachen sollten schon sehr gut erhalten und gewaschen sein – es geht bei dieser besonderen Art von Partys darum, den Kleiderkonsum zu begrenzen und das Bewusstsein auf Nachhaltigkeit und Qualität zu lenken!

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Ich habe einige Sommersachen getauscht, die mir klein bzw. zu groß (Schwangerschaftskleidung) geworden waren. Meine Beute bestand aus einer gut geschnittenen Sommerleinenjacke, einem weißen Hemd zum Färben und einem Strickrock, den ich gern mit meiner „Bomb the Knit“-Technik weiter gestalten möchte.

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Man konnte vor Ort ein Label in seine Kleidung einnähen, das besagt, dass sie kostbar ist und gut behandelt werden sollte. Oder braucht ihr wirklich Einwegkleider?

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Übrigens erwartet euch bei solchen Partys auch eine Bombenstimmung und, wie bei dieser, Livemusik zum Durchtanzen und Entspannen!

Ich habe dabei auch gute Freunde getroffen, unbezahlbare Gespräche geführt, ein kaltes Bier bei bestem Wetter genossen und meinen Kleiderschrank erleichtert. Was braucht Frau mehr?

Sommergruß!

Eure Bennelle

 

 

Bomb the Knit!

Hallo Leute!

Was würdet ihr mit eurem Lieblingspulli anfangen, wenn er Fusseln, Löcher oder Flecken bekommt? Ihr tragt ihn bestimmt mit all seiner Mängeln einfach weiter, wagt euch damit jedoch nicht in die Öffentlichkeit.

Was wäre es mit Reparieren und Verschönern? Mit der Häkelnadel!

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Das Prinzip, das ich anwende, ist, dem Maschenverlauf des Pullis zu folgen. Dabei kann man Linien ziehen oder kleine Patches herstellen, die z.B. ein Loch überdecken.

Am leichtesten arbeitet es sich mit Baumwollpullis mit mittelgroßen bis groben Maschen (je größer das Maschenbild, desto leichter kommt man mit der Häkelnadel hinein).

Auch das Material ist wichtig: ich würde nie einen Pulli zu reparieren versuchen, wenn er nicht aus Baumwolle, Viskose oder aus richtig schöner Wolle ist, es sei denn, er fusselt nicht und ist etwas ganz Besonderes.

Wählt sorgfältig die Wolle aus, die ihr für das Aufpeppen oder Reparieren verwendet: sie muss mit dem Grundmaterial korrelieren oder mindestens die gleichen Wasch- und Pflegevoraussetzungen erfüllen.

Häkelnadelstärke: für feinere Stickwaren braucht man schon eine sehr feine Nadel, etwa unter 1,5, am besten 0,90 oder feiner. Sehr gut lässt es sich dabei mit Sockenwolle arbeiten, mit Farbverlauf oder unifarben.

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Um die Linien zu ziehen habe ich Kettmaschen oder feste Maschen verwendet.

Patches habe ich tunesisch gehäkelt (gesträckelt). Bei einem gewissen Muster sieht tunesische Häkelei wie gestrickt aus – ein sehr gelungenes Täuschungsmanöver.

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Wollt ihr diese einfache Reparaturtechnik persönlich bei mir erlernen? Dann kommt zu meinem Workshop unter freiem Himmel im Rahmen des

ReThink Festivals #2

am 23.Juli 2016 in den Prinzessinengärten in Berlin Kreuzberg.

In diesem Beitrag seht ihr die Bilder vom Teaser zum Festival.

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Wenn euch das Häkeln schwer fällt, könnt ihr euch im Makromakramee versuchen: Ute Stephani zeigt das in ihrem Workshop.

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Das entstandene Schmuckstück sieht umwerfend aus:

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Übrigens hat das Festival sehr viele Workshops anzubieten: Färben mit Zwiebelschalen, Offsetdruck, Biogetränke herstellen, Wolle spinnen und viele mehr. Nicht zu vergessen: am Abend werden Reste von den Gemüsemärkten in Kreuzberg zu einem traumhaften Essen verarbeitet.

Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen motivieren können etwas Neues auszuprobieren!

Sommergruß und bleibt schön in Bewegung!

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

Nähen mit der Hand, Kartoffeldruck und Schablonieren beim Recycled Creativity Festival

Es war für mich einfach erstaunlich, als ich am Samstag alle diese Menschen erlebt habe, die bei uns T-Shirts schabloniert, mit Kartoffeln bedruckt oder verschiedenes mit der Hand genäht haben. Egal, ob sie das vorher schon mal gemacht hatten oder nur blasse Erinnerungen an die Schulzeit hatten. Unglaublich auch die Ausdauer, das Projekt bis zum Ende durchzuführen. Es waren junge Frauen, ganze Familien oder eben Väter mit ihren Mädchen, die fleißig die Nadel geschwungen haben.

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Ich bin dankbar für solche Augenblicke im Leben, wo das ungezwungene und kreative Zusammentreffen von Menschen aus aller Welt einen einfach nur mit Freude erfüllt.

Herzlichen Dank auch an Runa (Bybaba) für die Einladung zum gemeinsamen Workshop mit Bennelle & Stephani!

Immer noch getragen von dieser einmaligen Stimmung,

eure Bennelle

Meine (unsere) erste Upcycling Fashion Show

Waren es 2 oder 3 Wochen, ich weiß es nicht mehr, aber mindestens so lange haben Ute Stephani und ich für unser gemeinsames Label Bennelle & Stephani an unserer ersten Modenschau gearbeitet. Es ging um das Upcyclen von 10 Humana-Kleidungsstücken, aus denen wir 3-4 Outfits kreieren sollten.

Die Upcycling-Modenschau fand am 24.9.2015 statt. Ich warte immer noch auf gute Bilder, aber hier kann ich schon einiges zeigen. Als erstes, ein Gesamtbild mit unseren zauberhaften Models:

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Das Thema unseres Beitrags war „Spitze“. Wir haben zwei alte Spitzendecken und einen Spitzenrest verarbeitet und das graue Kleid hat selbst gehäkelte Rüschen und Motive bekommen. Die schwarze Weste wurde auch mit Gold umhäkelt.

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Ute Stephani hat dazu einen Blütenkranz aus Stoffresten und einen umwerfenden Faszinator hergestellt:

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Aus einer Kocharbeitskleidung wurde ein romantischer Frauenmantel mit Kapuze:

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Mein Anteil war das Häkeln und Utes – das Nähen und der Kopfschmuck.  Zusammen haben wir einige feminine und gut tragbare Outfits erschaffen.

Hoffentlich ergeben sich weitere Gelegenheiten, mit Humana zusammenzuarbeiten.

Die Upcycling-Fashion-Designer brauchen ihre Szene und Verkaufsplattform. Der Arbeitsprozess ist sehr langsam, die entstandenen Kleidungsstücke sind absolute Unikate. Diese Arbeit hat ihren Preis.

Eure Bennelle

Modenschau zur Nachhaltigkeit

Endlich darf ich euch über eine große Herausforderung erzählen, der sich Bennelle & Stephani gern stellen.

Humana organisiert am 24.9.2015 ein Fest der Nachhaltigkeit in Berlin und hat vier Designer eingeladen, sich daran zu beteiligen. Wir durften uns je 10 Kleidungsstücke aus dem Humana-Angebot auswählen und mitnehmen, aus denen später je 3 ganze Outfits entstehen sollen.

Mehr über diese Veranstaltung könnt ihr hier erfahren.

Wir haben uns für Spitze entschieden: in jedem der drei Outfits wird Spitze zu entdecken sein. Außerdem wird es historisch: wir werden einige Elemente aus dem Steampunk und der viktorianischen Mode benutzen. Lasst euch überraschen!

Alle upcycleten Kleidungsstücke werden gleich nach dem Modenschau zum Verkauf angeboten.

Sommergruß und Energie ohne Ende

wünscht euch

eure Bennelle