Ausschreibung für Textilkunst-Ausstellung

Seid ihr bereit für die nächste Herausforderung? Habt ihr Lust in den Staaten euer Kunstwerk aus Stoff, Garn oder Wolle ausstellen zu lassen? Dann ist folgende Ausschreibung für euch bestimmt verlockend.

The Felting and Fiber Studio lädt nicht nur amerikanische Bürger, sondern Künstler aus aller Welt zu einer Ausstellung zum Thema „Shelter“ ein. Die Arbeit muss bis 15. August fertig  und abgelichtet sein. Mit den Fotos könnt ihr euch erst einmal digital bewerben.

Alle Informationen und das Teilnahmeformular findet ihr hier:

http://tangledfiberartscollective.wordpress.com/calls-for-entries/?blogsub=confirmed#blog_subscription-2

Ich finde das Thema sehr inspirierend.  Ob lokal (als Unterschlupf, Unterkunft, Obdach, Schutzraum) oder übertragen (Schutz, Zuflucht, Asyl), oder sogar metaphysisch verstanden, bietet das Motto unendliche Wege und Darstellungsmöglichkeiten an.

Das Werk auf dem Artikelbild könnte für mich ein ausgezeichnetes Beispiel zum Thema „Shelter“ sein.

Und dieser Wandbehang  stellt für mich das Tor zu einem Refugium dar.

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Andere könnten das Thema durch eine Höhe in den Felsen, ein Loch in der Erde oder als ein Baumhaus interpretieren. Wenn jemand sich nur in seiner Fantasiewelt sicher zurückziehen kann, könnte eine fliegende Insel oder ein Märchenland der Ort der inneren Sicherheit sein.

Beide Bilder habe ich bei Elisabeth (www.aestheticshelter.com) gesichtet. Ihr Blog ist ein inspirierender Rückzugsort. Sie schreibt: „I search for beauty. Whether it is in it’s purest form, in imperfection or even in ugliness.“ Sie fängt mit ihren Fotos die Schönheit in ihrer reinsten Form ein und unterstreicht sie durch ihre begeisternden Texte.

 

 

 

 

 

Feuer

Für die Kunst gibt es kein Alter – man kann auch mit 80 seine schöpferische Kraft entdecken und zum Leuchten bringen. Ich hatte vor vielen Jahren eine Reportage über eine russische Oma irgendwo weit im Norden gesehen, die mit 83 angefangen hat naive Bilder zu malen. Ihre Welt war völlig in Ordnung: zufrieden, rund und bunt. Ist das nicht sie schönste Art seine weisen Tage zu verbringen?

Der Quilt auf dem Titelbild stammt von Terry Grant. Sie ist 67  und hat die Textilkunst erst vor 10 Jahren für sich entdeckt. Mit diesem Werk nimmt sie an der Ausstellung „Elemente“ im Cultural Arts Center in Oregon, Northwest, USA teil. Sie erzählt in einem Interview, dass die Natur sie täglich aus dem Fenster grüßt, während sie in ihrem kleinen Studio über zwei Nähmaschinen herrscht und Musik hört. Bei dem Thema „Elemente“ musste sie an das Lagerfeuer denken, das sie so liebt. An die Bewegung der Flammen gen Himmel – in ihren verschiedenen Formen und Farben, flatternd in der Dunkelheit wie Schmetterlinge. Auf dem Quilt hat sie diesen Zauber  der Glut und des hitzigen Lichts wunderbar eingefangen – es ist kein Stillleben, das sie erschaffen hat, sondern ein höchst lebendiges Gemälde, voller Bewegung, Farben und Tiefe.

Auch Elizabeth Bamberger, ursprünglich aus England, entdeckt ihr Talent erst spät. Die 71-Jährige bildet auf ihrem Werk die Felsen in der Wüste ab. Mit Stoff und Faden. Ihre Striche sind weich und großzügig.

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Ich hätte gerne einen näheren Blick auf diesen Quilt geworfen, um die winzigsten Details entdecken zu können, die die Farben so wunderbar miteinander vermischen, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Stofffetzen einfach verschwinden.

Ich hege höchsten Respekt vor Textilkünstlern, vielleicht weil ich mich in Details eher verlieren würde. Und immer wieder muss ich den Hut vor der menschlichen Fähigkeit ziehen, Wunder zu erschaffen – mit Inspiration, Stoff und zwei flinken Händen.

Und wieder grüßt der Fußschmuck

Es gibt so vieles, das süchtig macht! Momentan sind es einige Themen, die mich brennend beschäftigen. Aber was ich auf jeden Fall aufbauen möchte, ist meine nagelneue Fußschmuck-Kollektion. Bis vor kurzem habe ich die Barfuß-Sandalen auf Etsy nur beäugelt, mit dem festen Vorsatz selbst damit anzufangen. Jetzt ist die Lawine ins Rollen gekommen und ich kann nicht aufhören. Vielleicht liegt es daran, dass es keine Grenzen für die Fantasie gibt – es läßt sich so ziemlich alles auf dem Engstem Raum eines weiblichen Fusses gestalten. Und die Sandalen kleiden die Füße wie Dessous – geben ihnen eine romantische, verführerische Note, machen sie noch ansehnlicher, als sie es sind. Und sogar erotischer 🙂

Ich zeige euch mal, was bis ich bis jetzt fertig gebracht habe.

Diese rostbraunen Sandalen habe ich schon verkauft (macht nichts, das nächste Paar ist schon im Entstehen):

Barfuß-Sandalen, rost

Aus diesem dünneren Garn (75% Polyacryl, 25% Nylon) lassen sich schöne, filigrane Muster häkeln (Nadelstärke 2 bis 2,5). Die Farbe ist ewig – sie gefällt vielen und ist nicht auffällig, zeichnet sich aber schön auf der weißen Haut ab.

So sieht das Muster flach ausgebreitet aus. Und man sieht schon wieder den gewaltigen Unterschied zwischen dem  Blitz (Bild oben) und Tageslicht (Bild unten):

Fußschmuck, rostbraun

Bei den nächsten Sandalen habe ich  „African Flower“ als Grundmotiv benutzt und zu einem Dreieck umgewandelt. Das war auch mein letztes Produkt unter dem Motto MaiLove bei DaWanda (Farbaktion rot-weiß):

Fußschmuck Herz IMG_8932

Motiv und fertige Sandale nebeneinander. Die Verwandlung ist leicht erkennbar und einfach zu bewerkstelligen:

Fußschmuck MaiLove

Dann kommt der Fußschmuck in drei Grüntönen.

Fußschmuck, olivgrün

Ich mag diese Sandale ganz besonders. So sieht das Paar flach aus:

Olive Sandalen, flach

Den olivfarbenen Fußschmuck hatte ich als Vervollständigung zu dem Bikini in den selben Farben gedacht:

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Der Bikini ist weg, die Sandalen sind geblieben.

Schön finde ich auch die Farbe ROT. Daraus habe ich diese Sandalen in Herzform gebastelt:

Fußsandalen, Herz, rot

Das rote Garn ist aus glänzender, glatter Baumwolle. Ein Traum zum Tragen. Und zum Häkeln.

Was bleibt noch? Ah, ja, ein bisschen Blau:

Sandalen, blau, oval

 

Diese Sandalen sind aus drei verschiedenen Baumwollgarne gehäkelt. Das in der Mitte hat einen schönen weiß-blauen Farbverlauf. Es handelt sich um Reste… zum Beispiel aus diesem Bikinitop:

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Oder aus diesem (noch nicht ganz fertigen) Top:

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Die Kombination Top und Fußschmuck finde ich sehr schön.

Und zum Schluss zeige ich euch noch einmal die allerersten Sandalen, die ich entworfen und gehäkelt hatte:

Mein Fußschmuck 2

Die Kollektion wird fortgesetzt.

Bislang biete ich den Fußschmuck nur in meinem DaWanda-Shop an. Wer Lust zum Bestellen hat, sollte er mich entweder über dieses Blog kontaktieren, oder meinen Shop besuchen.

Ich bin dabei noch einen Shop einzurichten, und zwar bei

http://www.vondir.de

Die Plattform habe ich vor Kurzem entdeckt. Für Verkäufer ist sie verlockend, da bei der einfachen Variante der Shopführung (bis 2 Artikelbilder und bis 2 Kategorien) KOSTENLOS ist. Keine Einstellgebühren, keine Verkaufsprovision.

Jetzt widme ich mich dem weiteren Paar Fußschmuck (in knalligem Orange!!!)

Wünsche euch viel Sonne und Energie!

Eure Bennelle

 

 

 

 

Das Bikinihöschen

Man wartet manchmal sehnsüchtig nach Aufträgen und wenn sie endlich da sind, rast das Herz. So ist es ebenfalls bei mir. Kundenaufträge sind so eine Sache – zwar hat man die Bekundung, dass das Produkt abgenommen wird, aber da es sich um Einzelstück handelt, weiß man nicht, ob es dem Kunden doch gefällt.

Ich habe vor 2 Tagen eine Anfrage bekommen, ob ich zu diesem Bikinitop das passende Höschen häkeln könnte:

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Aber klar. Ich hatte mich eigentlich bis jetzt vor den Höschen verdrückt, da sie nicht so leicht zu handhaben sind. In meinen Online-Shops und in der Galerie „Tops“ findet ihr nur Bikinitops und keine komplette Ausstattung. So viele unterschiedliche Körper mit ihren eigenen Formen und Frauen mit verschiedenen Vorlieben. Zwar habe ich Höschen gehäkelt, aber nie war ich wirklich glücklich damit.

Ein Auftrag – eine konkrete Aufgabe. Also habe ich erst einmal das Garn wieder besorgt (und die allerletzten 3 Knäuel im Laden für eine Woche reserviert!) und dann auch Elastikfaden gekauft.  Es heißt Strick-Elastic und sollte zur besseren Elastizität des Höschens beitragen. Immerhin war das Hauptgarn reine Baumwolle, die sich ziemlich verformt, wenn sie belastet oder befeuchtet wird. Ich weiß nicht, ob das eine kluge Entscheidung war – sie war gut gemeint, aber sehr unpraktisch. Der elastische Faden hat mir so viele Probleme beim „Mitlaufen“ bereitet, dass ich in Zukunft darauf eher verzichten würde.

Das Höschen sollte am Bund mit der Spitze des Oberteils anfangen und dann  nicht zu knapp ausfallen.  Nach einer langen Nacht und die Begrüßung der Sonne gegen 5 Uhr morgens entstand diese Höchstleistung:

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Die Sache mit der Spitze war nicht so leicht zu lösen. Ich entschied mich für diese Extra-Verlängerung nach unten – ein bisschen wie Peter-Pan-Kragen. Die Ränder habe ich doppelt umrahmt. Da der Farbverlauf des Garnes so lang ist, sieht man vorn nur das Apfelgrün, erst hinten entwickelt sich die Olive und das Braun.

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Die Frage mit den Bändchen habe ich so gelöst, dass zwei lange Bänder jeweils vorn und hinten durch die Spitze durchgezogen (für die bessere Justierung und Halt) und seitlich gebunden werden.

Ein Knäuel von Kappa color von Lang (50 gr) hat für das Höschen nicht gereicht. Ich habe für die Bändchen und z.T. für die Spitze zwei andere Baumwolgarne benutzt.

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Bei diesem eher dünnen Garn musste ich für den Bund mit der Spitze 60 Maschen anschlagen.

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Normalerweise häkelt man das Höschen von hinten nach vorn. Die engste Stelle für den Schritt habe ich hier mit 11 Maschen gehäkelt. Ich schätze, dass man bis 7 Maschen herunter gehen kann. Bei anderen, ausgeschnitteneren Modellen, muss man sogar bis 6 M herunter gehen. Bei dem Minikini z.B. reicht ein Knäuel satt für Top und Höschen. Natürlich ist er auch viel schneller gehäkelt. Aber die meisten Frauen ziehen eine moderatere Form vor, besonders bei den Höschen.

Meine Fensterpuppe verträgt die neu entstandene Kombination ziemlich gut 🙂

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Zurück zum Elastikfaden: was beim Top so toll ebenmäßig aussieht, konnte ich beim Höschen nur mit den festen Maschen im Schritt einhalten. Leider hat mich der Mitlauffaden bei den Halbstäbchen und Stäbchen ziemlich daran gehindert, ein ebenmäßges Maschenbild zu erreichen. Ich hoffe, die Kundin sieht darüber hinweg. Ich selber hatte heute den ganzen Tag Herzschmerzen vor lauter Nervosität. Ich mag eben gut ausgeführte Arbeit und habe mich total darüber geärgert, dass bestimmte Stellen löchriger geworden sind.

Die große Erleichterung kam, als die Kunden, den Fotos nach, das Höschen abgenommen hatte.

Dann hat sie auch über einen Fußschmuck nachgedacht. Ich wollte ihn passend zu dem Bikini gestalten, doch sie neigte zu einer anderen Farbe. Meine Annäherung an ihre Vorstellungen sah dann so aus:

Barfuß-Sandalen, rost

Ich habe schon das Gespür für den Fußschmuck entwickelt und es gelingt mir leichter neue Modelle zu entwerfen. Übung macht den Meister. In diesem Fall habe ich nicht Baumwolle, sondern ein dünnes Garn aus Polyacryl und Nylon verwendet. Super weich und federleicht. Häkelnadel Nr. 2,5.

Der Tag war lang und verregnet (der Regen trommelt auf unseren Dachfenstern schon seit 12 Stunden!) und deshalb verabschiede ich mich mit dem letzten Schluck Wein und wünsche euch

Gute Nacht!

Eure Bennelle

P.S. Die Barfuß-Sandalen sind hier zu erwerben. Und hier findet ihr noch ein Paar Fußschmuck von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schicker Mantel aus Granny Squares

Was haltet ihr von dem Mantel auf dem Foto oben? Ist er nicht herrlich? Sieht kompliziert aus, nicht wahr. Eigentlich besteht er fast nur aus Granny Squares, diese Quadrate, die wir normalerweise als total altmodisch und omahaft abtun.  Aber wenn die Farben richtig zueinander passen, fallen alle Vorurteile weg und es bleibt nur die Bewunderung für die Künstlerin.

Zu dem Mantel bin ich auf Umwegen gekommen. Ich habe vorgestern ein ganz besonderes Oma-Quadrat im Internet entdeckt:  das sog. Granny Square „Somalia“ od. „African flower“ und verliebte mich auf der Stelle darin.

Ich habe sie in einem Blog als Meditationsmandala gefunden und gleich nachgehäkelt. Ich habe mich im Nu darin verliebt. Eine sehr schöne Videoanleitung dafür hat Elizza auf Youtube eingestellt. Sie ist in englischer Sprache. Ich war bemüht, eine deutschsprachige Anleitung zu finden (für alle, die die englische nicht folgen können), aber blieb bei diesem Bild hängen: Name auf Deutsch unbekannt.

by ? (DE)

Wenn jemand von euch die Bezeichnung auf Deutsch kennt, wäre ich sehr dankbar für eine kurze Notiz oder Kommentar.

Der Mantel

Den wunderschönen Mantel habe im Blog der Rumänin Eveline Salt entdeckt. Hier ist eine farblich noch beeindruckendere Variante:

Eveline teilt in wenigen Bildern mit, woraus der Mantel besteht und wie die Ärmel vernäht werden. Fortgeschrittene Häkler können den Mantel entziffern. Ich bin ziemlich beeindruckt von ihm und könnte es versuchen, aber in einer kürzeren und leicht abgeänderten Form.

Und auf diesem Foto sieht ihr die ganz normalen Oma-Quadrate:

Übrigens…

Und wenn ihr Lust auf farbige Akzente in der Wohnung habt, könnt ihr diese kostenlose deutschsprachige PDF-Anleitung  herunterladen und prächtig bunte Kissen aus diesen Quadraten häkeln.

Ich arbeite momentan an drei Projekten, die ähnliche Motive aufweisen. Es fasziniert mich die Vielfalt an Farben und Häkelmuster, die dabei entstehen können, und die schier unbegrenzte Art der Formen, die man erreichen kann.

Gute Nacht von mir und frohes Häkeln,

Eure Bennelle

Rosen häkeln

Vor ein paar Tagen habe ich eine Menge Rosen gehäkelt und meine ersten Broschen hergestellt. Wenn ihr eine wirklich beeindruckende Rose erschaffen wollt, dann wählt ein besonders schönes Garn, das schön edel glänzt. Microfaser und Seide, sowie Viskose haben diese Eigenschaft.

Eine Rose zu häkeln ist keine hohe Kunst. Es ist wirklich einfach.

Mein Rezept dafür:

Garn, Häkelnadel mit der empfohlenen Größe, Schere, Polsternadel.

Für die Brosche braucht man dazu noch einen Broschenrohling.

Häkeln

0. Luftmaschenkette mit 30 Maschen häkeln.

1. R. Ein Stäbchen in die fünfte Masche vom Ende mit der Nadel häkeln, eine Luftmasche und ein weiteres Stäbchen in die selbe Masche häkeln, eine Masche überspringen und in die übernächste „1St., 1 LM, 1St.“ häkeln. Eine Masche überspringen und das Muster bis zum Ende der Reihe wiederholen.

(Lasst euch von der Zahl der Maschen auf dem Foto nicht ablenken, da ist eine kleinere Rose mit nur 20 M. abgebildet. Später stellte ich fest, dass die Rose üppiger aussieht, wenn 10 Maschen mehr gehäkelt werden. )

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2. R. In das Loch zwischen den zwei Stäbchen, die von einer Masche ausgehen, 4 Stäbchen häkeln.

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In das zweite Loch 5 St., in das 3. Loch 6 St., in das 4. 7 St.  usw.  – je ein Stäbchen mehr häkeln.

Da das Loch nur eine begrenzte Anzahl von Stäbchen aufnehmen kann, häkelt je ein Stäbchen mehr, bis es nicht mehr geht und wiederholt die höchste Zahl Stäbchen bis zum Ende der Reihe.

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Fertig.

Wickeln

Beim Wickeln der Rose ist es wichtig, von der kleinsten Blüte anzufangen und  immer darauf zu achten, dass der Rand vom Boden aus immer sichtbar ist. Es bildet sich ein spitzer Berg. Zieht den Faden, der aus der Mitte kommt, heraus, damit ihr ihn später für das Vernähen benutzen könnt.

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Vernähen

Jetzt nehmt den Faden vom größten Blatt ganz oben und vernäht die Rose mit der Polsternadel, indem ihr immer quer stecht und nicht zu fest zieht.

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Schneidet dann den Rest des Fadens ab. Mit dem Faden, der von der Mitte ausgeht, vernäht ihr die Rose an eine Grundlage oder an den Broschenrohling.

Brosche

Für die Brosche braucht ihr außer der Rose, einen Broschenrohling. Solche gibt es im Bastelladen und im Internet (meine Rohlinge habe ich bei Dawanda gekauft).

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Es genügt, den Faden je einmal durch die Löcher des Rohlings durchzuführen.

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Benutzt die ganze Länge des Restfadens (ich lasse immer 15-20 cm übrig), um die Brosche fest zu nähen.

Umdrehen, anstecken:

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Als Ring ist die Rose sogar noch beeindruckender (für den Ring eignet sich besser die Variante mit 20 Luftmaschen):

Rosenring

Meine Broschen sind schon bei Etsy zu erwerben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachhäkeln und Verschönern.

Eure Bennelle

Barbie zweckentfremdet

Habt ihr schon von der Eröffnung des Barbie-Dreamhouse in Berlin gehört? Es war am Donnerstag, vor zwei Tagen. Direkt hinter Alexa steht jetzt ein Riesenschuh in rosa, ein paar gestylte Bäumchen und ein Rosaschloss. 

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3 Monate soll dieses Ungetüm in Berlin Geld machen, bevor es abgebaut und irgendwohin wieder verpflanzt wird. Ein Blondinenwitz.

Aufregung an allen Fronten.

Auf dem Highheel-Brunnen baut sich später eine halbnackte junge Frau, die ein brennendes Barbie-Kreuz hoch hält und auf deren Brüsten  „Life in plastic is not fantastic“ steht. Die Aktivistinnengruppe „Femen“ nutzt die Eröffnung des „Barbie Dreamhouses“ in Berlin, um ein Zeichen zu setzen.

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Dann erscheinen auch die  Aktivisten der Bewegung „Occupy Barbie Dreamhouse“, die auf Facebook 2000 Unterstützer haben, junge Männer in Röcken und mit Perücken. „Magst du mich jetzt?“ lautet die Aufschrift vor dem pinkfarbenen Hemd. Es wird blond posiert.

Eröffnung Erlebniswelt Barbie Dreamhouse in Berlin

Auf der Kundgebung vor der Weltzeituhr am Alexanderplatz  versammeln sich 200 Barbie-Gegner, alle ausgerüstet mit Stickern: „Riots not diets“. Sie sind gegen den Profit, der mit den Träumen von Mädchen gemacht wird.

Die Polizei rückt an mit schusssicheren Westen. Der Themenpark wird fast am ersten Tag wieder geschlossen.

Den Veranstalter lässt der Protestunberührt. „Die Kernzielgruppe ist die der sechs- bis zwölfjährigen Mädchen, nicht die der Mittzwanziger mit soziodemografischen Messages“, sagt der Geschäftsführer Christoph Rahofer in einem Interview.

Gestern um 17:56  Uhr nehme ich an der Pro-Contra-Umfrage von „Tagesspiegel“ teil und das Ergebnis überrascht mich nicht:

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Das Barbie-Dreamhouse hat am Alexanderplatz eröffnet. Werden Sie es mit Ihren Kindern besuchen?

Danke für Ihre Stimme.

  • Ja, das Haus bietet ein abwechslungsreiches Freizeitangebot für meine Kinder.[457 Stimmen]
    27%
  • Nein, denn es vermittelt meinen Kindern veraltete und klischeehafte Geschlechterrollen.[1241 Stimmen]
    73%

Gesamt: 1698 Stimmen

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Das war gestern.

Heute suche ich nach Möglichkeiten, Barbies wiederzuverwerten. Meine Tochter (nur die eine!) hat mit ihnen (oder nachgemachten Kopien) als 10-jährige gespielt. Der Wahn hat vielleicht 2 Jahre gehalten. Ich hatte die Wände ihres Bettes mit Rosafolie beklebt. Kann man wieder abmachen… Dann sind wir umgezogen und das Rosabett blieb, wo es war, und geriet in Vergessenheit.

Barbies Maße, hochgerechnet 99-46-84, wurden schon wissenschaftlich untersucht. Angeblich würde sie vornüberfallen, wenn sie echt wäre. Nun, wenn sie nicht selber stehen kann, machen wir ihr Füsse! Zum Beispiel indem wir sie und ihre Freundinnen in Kickerinnen verwandeln:

Die chilenische Design-Studentin Catalina Villa hat für einen Wettbewerb folgenden Beitrag geliefert: Barbie-Besteck  – extra langbeinig.

Barbie Doll Spoons Photo

Es gibt auch etliche Möglichkeiten, aus den Körperteilen der Plastikgöttin Schmuckstücke herzustellen:

– eine Kette der tausend Plastiklächeln:

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– Ohrringe aus Plastikhänden:

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– den „Ken-liebt-Barbie-Aufhänger“:

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– die Plastik aus Blastikbeinen:

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Kunst mit Barbie ist das Thema von Margaux Lange    http://www.margauxlange.com/. Es dreht sich auf ihrer Homepage alles um Verwertung von Barbieteilen:

Am schönsten fand ich ihre Ringe, bestehend aus Barbiepumps:

Und wenn ihr doch etwas Praktisches aus einer Barbie-Puppe zaubern wollt, bietet sich der Schmuckständer an.

Habt ihr andere Ideen? Her damit!

Einen schönen Sonnabend wünscht euch

Bennelle