Runde Westen

Ich habe vor 4 Jahren mehrere Teppiche gehäkelt, die sich eigentlich kaum als solche eignen. Sie waren zu dünn für den Boden. Im Vordergrund stand für mich der Kreis als meditatiive Übung. Ein angenehmer Nebeneffekt vom Häkeln im Kreis ist die Tatsache, dass man die Arbeit nie umzudrehen braucht. So ist auch der Farbwechsel mühelos. Ich verarbeitete in den Teppichen ganz unterschiedliche Garne und tobte mich mustermäßig aus.p1020988

Nun war es an der Zeit, die herumliegenden Arbeiten, die keine Funktion hatten, zu tragbaren Kleidungsstücken umzuarbeiten. Zu diesem Zweck muss man einzig und allein zwei Löcher für die Arme ausschneiden, die Ränder gut verarbeiten und … tragen!

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Wenn man eine Nähmaschine hat und sie benutzen kann, würde man einen der Zickzackstiche einstellen und loslegen. Dann ist es ein Leichtes, rundherum einen Rand zu häkeln. Da ich aber eine alte traumatische Erfahrung mit der Nähmaschine mit mir herumschleppe, scheue ich mich immer noch davor eine zu benutzen und greife sofort zu der Häkelnadel.

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Nach diesem Rezept habe ich zwei Teppiche umgestaltet. Eine kleinere Weste in Herbstfarben, die den Namen „Ernte“ trägt, hat die Gr. S oder M hat einen Durchmesser von etwa 80 cm. Aus dem Teppich „Meereswogen“ mit 120 cm Durchmesser entstand eine Längere und breitere Weste Gr. L, XL.

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Diese Projekte verdienen bessere Fotos, die bald folgen sollen 🙂

Ich wünsche euch beste Handarbeitslaune trotz oder gerade wegen des anhaltenden Regens!

Eure Bennelle

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Poncho a la Lama

Ein Poncho der ganz besonderen Art ist entstanden, als ich zwei Produkte aus Lamawolle verbunden hatte.

Wolle geht, wie ihr alle wisst, ein, wenn sie heiß gewaschen wird. So ist es wohl auch mit dem Lamaponcho geschehen, bevor er in meine Hände geraten ist. Er sah wie ein Rock für ein Mädchen aus – so eng war die Halsöffnung gewesen. Ich habe sie erweitert und mit einem Schal aus Lamawolle ausstraffiert. Da ich die Nähmaschine immer noch scheue, habe ich als Verbinder eine wunderbar weiche Merinowolle benutzt und einen straffenden Rand um den Hals gehäkelt.

Das ist das Ergebnis: ein Poncho a la Lama 🙂

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Wie findet ihr den Poncho?

Kommentare sind willkommen 🙂

Eure Bennelle

 

 

Schal-Metamorphose, Teil 1

Endlich habe ich Zeit für ausgefallene Projekte, ganz ohne Druck und aus Spaß zum Experiment.

Gestern habe ich ein Projekt angefangen, das lange in meinem Kopf herumschwirrt: aus Schals neue Kleidungsstücke zu gestalten, indem Stick- und Häkelteile, -elemente und -motive die prägenden Details ausmachen.

Mit oder ohne Zeichnung.In diesem Fall ohne.

Work in Progress: zuerst den Schal durch die Mitte schneiden. Sie sollen die Hauptstruktur eines Ponchos hergeben.

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Dann die Rückenmitte durch einen texturierten Streifen strecken und mit beiden Teilen verbinden. Ich habe die Maschen gleich auf dem Schal angeschlagen.

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Die durchgeschnittenen Enden müssen einen sauberen Abschluss bekommen, deshalb benutze ich dünne Stricknadeln und masche jede einzelne Masche ein und ab.

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Durch passende Wolle (Dicke und Farbe) kann man bei der Fortsetzung des Rückenteils interessante Effekte erzielen.

Ich habe beide Rückenteile um je ca. 10 cm verlängert. Wie das aussieht und wie das Kleidungsstück weiter Form annimmt, erfahrt ihr bald.

Fortsetzung folgt 🙂

Eure Bennelle

 

 

 

Ein Sommer in Weiß

Normalerweise schaltet ein weißes T-Shirt automatisch meinen Wunsch zum Färben ein. Weiße Spitze dagegen sieht auch so gut aus, besonders wenn sie auf leicht gebräunter Haut getragen wird.

Ich habe mir endlich einen Traum erfüllt und angefangen, gehäkelte Tischdecken aus Omas Zeiten in Röcke, Tops und Kleider zu verwandeln. Ich zeige euch meine ersten Upcycling Fashion Kreationen, die bei der Textile Art am 9.10.2016 in Berlin am Stand und auf der Modenschau am Abend zu sehen sein werden.

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Seid gespannt auf neue Sommer-Einsichten und -Experimente!

Eure Bennelle

Meine (unsere) erste Upcycling Fashion Show

Waren es 2 oder 3 Wochen, ich weiß es nicht mehr, aber mindestens so lange haben Ute Stephani und ich für unser gemeinsames Label Bennelle & Stephani an unserer ersten Modenschau gearbeitet. Es ging um das Upcyclen von 10 Humana-Kleidungsstücken, aus denen wir 3-4 Outfits kreieren sollten.

Die Upcycling-Modenschau fand am 24.9.2015 statt. Ich warte immer noch auf gute Bilder, aber hier kann ich schon einiges zeigen. Als erstes, ein Gesamtbild mit unseren zauberhaften Models:

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Das Thema unseres Beitrags war „Spitze“. Wir haben zwei alte Spitzendecken und einen Spitzenrest verarbeitet und das graue Kleid hat selbst gehäkelte Rüschen und Motive bekommen. Die schwarze Weste wurde auch mit Gold umhäkelt.

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Ute Stephani hat dazu einen Blütenkranz aus Stoffresten und einen umwerfenden Faszinator hergestellt:

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Aus einer Kocharbeitskleidung wurde ein romantischer Frauenmantel mit Kapuze:

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Mein Anteil war das Häkeln und Utes – das Nähen und der Kopfschmuck.  Zusammen haben wir einige feminine und gut tragbare Outfits erschaffen.

Hoffentlich ergeben sich weitere Gelegenheiten, mit Humana zusammenzuarbeiten.

Die Upcycling-Fashion-Designer brauchen ihre Szene und Verkaufsplattform. Der Arbeitsprozess ist sehr langsam, die entstandenen Kleidungsstücke sind absolute Unikate. Diese Arbeit hat ihren Preis.

Eure Bennelle

#LenasDress

Designe ein Kleid für Lena und Universal Music, hieß es auf http://www.talenthouse.com, und ich und Ute Stephani haben uns vor etwa 10 Tagen vorgenommen etwas ganz besonderes zu erschaffen.

Wir haben streng nach unseren Prinzipien gearbeitet und keine neuen Materialen verwendet, außer schwarzes Garn und Zwirn. Ein Jerseykleid mit kurzen Ärmeln und Knöpfen wurde zu einem Mantelkleid mit Kapuze und Flügelärmeln verwandelt. Der Rock wurde durch Godets aus Baumwolltüll erweitert und verfeinert. Die Büste haben wir mit vielen gehäkelten Motiven und Netzen verschönert und mit Perlen bestickt. Auf dem Rücken haben wir Häkelnetze mit Stoffstreifen angebracht, die die Erinnerung mit Gedankenfetzen symbolisieren. Das dramatisch gestaltete Mantelkleid kann mit Leggings, schmaler Hose oder mit dem von uns angebotenen Satinrock getragen werden. Als Verbindung dient ein riesiger dekorativer schwarzer Glasknopf.

Die Anforderungen für DAS KLEID:
Für ihre Bühnenshow suchte Lena ein besonderes Kleid für einen besonderen Titel. Der letzte Titel jedes Konzertes auf Lenas Carry You Home Tour wird „Home“ sein. Diesen Titel hat Lena ihrer verstorbenen Freundin gewidmet und drückt damit ihre Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und tiefe Verbundenheit zu ihrer Freundin aus.

Lena wünschte sich ein langes, schwarzes Kleid für ihren Auftritt. Der Entwurf sollte elegant wirken und mit interessanten Details (z.B. Spitze) überzeugen, dabei aber zurückhaltend und dem Thema des Titels angemessen sein. Auf der Bühne braucht Lena auch Bewegungsfreiheit.

Unsere Einreichung findet ihr hier: https://www.talenthouse.com/i/646/submission/168266/a858ce9d !
Ihr könnt das Bild in den sozialen Netzwerken teilen, doch bitte benutzt dabei den Hashtag #LenasDress. Jede Stimme zählt! Bis 17.09.2015 kann man für das Kleid stimmen.
Jetzt heißt es ausatmen und sich dem nächsten Projekt widmen!
Abendgruß!
Eure Bennelle

Modenschau zur Nachhaltigkeit

Endlich darf ich euch über eine große Herausforderung erzählen, der sich Bennelle & Stephani gern stellen.

Humana organisiert am 24.9.2015 ein Fest der Nachhaltigkeit in Berlin und hat vier Designer eingeladen, sich daran zu beteiligen. Wir durften uns je 10 Kleidungsstücke aus dem Humana-Angebot auswählen und mitnehmen, aus denen später je 3 ganze Outfits entstehen sollen.

Mehr über diese Veranstaltung könnt ihr hier erfahren.

Wir haben uns für Spitze entschieden: in jedem der drei Outfits wird Spitze zu entdecken sein. Außerdem wird es historisch: wir werden einige Elemente aus dem Steampunk und der viktorianischen Mode benutzen. Lasst euch überraschen!

Alle upcycleten Kleidungsstücke werden gleich nach dem Modenschau zum Verkauf angeboten.

Sommergruß und Energie ohne Ende

wünscht euch

eure Bennelle