Ade, Atelier!

Das einzig Ewige in diesem Leben sind Veränderungen.

Nachdem ich mir selbst den Traum vom eigenen Atelier mit Terrasse und direkten Zugang von der Straße  ein Jahr lang erlaubt habe, kommt die Zeit des Abschieds. Mein Sohn kommt in eine private Schule und die Ausgaben steigen, sodass ich mein künstlerisches Dasein gründlich überdenken muss. Ich schließe nun mein Atelier zum 1.9.17 und ändere das Konzept.

Ab dem 1.9.17 werde ich Dienstags, Donnerstags und Samstags von 11 bis 13 Uhr im Laden „Akelei“ in der Wollankstr. 66 in Berlin Wedding anzutreffen sein.

Darüber hinaus werde ich mit einer kleinen Kollektion im VIELFACH das Kreativhaus in der Zimmerstraße 11 in Berlin Mitte vertreten sein. Ein weiterer Laden in Prenzelberg kommt hinzu.

Mein Dawanda-Shop wird auch geschlossen. Ich habe bereits alle Produkte dort gelöscht. Ich konzentriere mich auf Etsy und baue meine eigene Online-Präsenz auf.

Das Arbeiten von Zuhause ist ein zweischneidiges Schwert. Die Grenze zwischen Haushalt, Familie und Arbeit existiert kaum, wenn Kinder mit dabei sind, aber vielleicht ergibt sich eine andere Möglichkeit Raum für kreatives Handeln zu finden.

Auf jeden Fall tut Ausmisten gut und bei jedem Umzug sieht man unweigerlich wie viel man wieder angehäuft hat. Deshalb biete ich in den letzen Augustwochen in meinem Atelier SALE-Nachmittage an. Jeder Tag wird einer bestimmten Kollektion gewidmet, die dementsprechend zu reduzierten Preisen zu erwerben wäre. Näheres kommt bald hier und auf meiner Facebook-Seite.

In diesem Sinne wünsche ich allen tolle Vollmonderlebnisse!

Eure Bennelle

 

 

 

 

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Gifts of the Day: Anleitungen für Taschen

Die Tasche auf dem Foto ist schon längst in die USA geflogen und fand hohen Lob von meiner Käuferin. Sie erinnert mich an meine Anfänge als Häklerin, als ich nur eine einzige Häkelnadel Stärke 2 und Akrylgarn hatte und versuchte damit ein straffes Gewebe mit festen Maschen oder sogar nur als Kettmaschen zu erzeugen. Das dauert und verlangt sehr viel Geduld, aber im Ergebnis lohnt es sich auf diese Weise eine Tasche zu häkeln, da sie alles aushält und kein Futter braucht.

Für meine späteren Taschen habe ich mir die Muster selbst ausgedacht, sie kamen wie oft im Prozess zum Vorschein. Ich mischte dann verschiedene Garne und bekam interessante Ergebnisse wie die Tasche hier:

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Heute bin ich auf Umwegen auf einige schöne Taschenmuster gestoßen und habe mir gedacht, dass sie euch auch gefallen würden.

Ich biete euch hier drei Ideen für die Verwertung von Wollresten aus mehreren Farben. Na ja, es könnte auch ein größeres Projekt werden, aber übernimmt euch nicht beim Kauf teurer Wolle!

Es geht um Taschen, gehäkelt mit festen Maschen, mehrfarbig und musterbildend.

Vorschlag Nr. 1: ein Modell von Drops.

Vorschlag Nr. 2: noch eine Drops-Tasche.

Vorschlag Nr. 3: für jene, die sich noch nicht an Muster herantrauen – eine Tasche in farbigen Streifen.

Ich wünsche euch drei schöne Tage voller Entspannung und Kreativität!

Eure Bennelle

Unisex Poncho

Bei diesem Projekt konnte ich mich so richtig austoben. Ich wollte schon immer einen Poncho häkeln, der mir keine Grenzen setzt und am besten Frauen wie Männern gleichzeitig gut stehen würde.

Ausgehend von zwei farbenfrohen Granny Squares habe ich den Poncho mithilfe mehrerer dekorativer Elemente zu einem Kleidungsstück verbunden. Dabei konnte ich auch eine sehr interessante superweiche Wolle mit Farbverlauf benutzen.

Ich mache mir normalerweise keinen Plan, sondern gehe von der Stimmung oder von der Wolle aus, die meine Aufmerksamkeit auf sich zieht oder die ich frisch erworben habe.

Besonders stolz bin ich auf das Reliefmuster, das ich neulich kreiert habe. Es besteht aus Stäbchen und Krebsmaschen:

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Und so sieht der Poncho auf einem Mann aus, der gerade Salsa vor meinem Atelier tanzt!

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Es ist gerade dir richtige Zeit für Ponchos und ich habe noch einige Überraschungen parat! Seid gespannt und bleibt gut gelaunt und wahnsinnig kreativ!

Eure Bennelle

Neues Jahr, neue Workshops

Ja, es war lange her, dass ich hier was gepostet habe. Das liegt vor allem daran, dass alle meine Kameras ohne Batterien geblieben sind: für die eine fehlte das Kabel, für die andere das Ladegerät. Heutzutage ist man ohne Bilder unsichtbar – es lohnt sich gar nicht blosse Gedanken zu veröffentlichen, wenn es um ein Handwerk geht.

So, jetzt möchte ich euch „Freues Neues“ wünschen und euch ermuntern, in diesem Jahr so oft wie möglich Zeit für sich zu nehmen und etwas Künstlerisches zu erschaffen.

Als nächstes verkünde ich hier, dass mein neuer Kursplan fertig ist – ich habe mir sogar die Mühe gemacht lange Karten mit den Workshops für das erste Quartal 2017 drucken zu lassen. Sie sind gestern angekommen und sehen gar nicht so schlecht aus! Dabei habe ich 4 konstante Angebote, die drei Monate hintereinander laufen, sodass man sich einen von drei Terminen aussuchen kann. Im April gibt es dann einen neuen Kursplan.

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Gute Vorsätze habe ich noch nicht gefasst – es muss erst einmal viel ausgemistet und neu geordnet werden, dann wird für Neues Platz gemacht. In meinem Atelier bin ich eifrig dabei – es fehlen noch Regale und meine Kleiderstangen sollen fast an die Decke wandern. Das braucht noch Helfer und Zeit. Dann kommt eine Couch ans Fenster, wo man in gemütlicher Runde zusammen sitzen kann. Es soll eine schöne, entspannende Atmosphäre entstehen, in der jeder willkommen ist, mit mir zu experimentieren oder etwas Neues zu lernen.

Bis bald mit neuen Projekten (es wimmelt es so von angefangenen), die ihre Vollendung erfahren haben!

Bleibt gesund und häkelt fleißig,

eure Bennelle

 

 

 

Schneeflocken zum 2. Advent

Versüßt euch Weihnachten mit selbst gestalteter Dekoration!

In meinem heutigen Workshop haben wir Schneeflocken gehäkelt. Es gibt eine Unmenge an Anleitungen im Internet, besonders auf Pinterest.

Zu bevorzugen sind die grafischen Darstellungen, dafür braucht ihr nicht die Quellsprache zu kennen: die Zeichenschrift ist international. Interessant und sehr lebensecht finde ich z.B. diese Schneeflocken. Diese sind auch schön – und gehen sehr schnell. habt ihr schon diese ausprobiert oder diesen Klassiker gehäkelt? Wenn man nur will, kann man sich richtig austoben! Besonders edel finde ich diese Erzeugnisse der Filethäkelei.

Wie die Schneeflocken am Tannenbaum hängen zeigt uns dieses Beispiel.

Hier ist mein Highlight von heute:

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Nächsten Samstag könnt ihr mit mir 3D-Weihnachtskarten gestalten. Der Workshop findet von 11 bis 13:00 Uhr in meinem Atelier „chain re:action“ in der Schulzestr. 21, Berlin statt. Wir benutzen für die Oberfläche Stoff- und Wollreste, aber auch Zeitungspaper, Knöpfe und Bänder. Gern könnt ihr Material mitbringen, es wird noch bunter und ausgefallener!

Wer kommt, wird reichlich absahnen, denn jeder bekommt einen Gutschein für etsy und bezahlt nur die Materialkostenpauschale von 10 Euro (einschließlich Kaffee/Tee und Knabberzeug!!!

Kommt vorbei – es wird garantiert eine Bombenstimmung geben!

Eure Bennelle

Fliege häkeln … tunesisch!

Habt ihr euch schon an das tunesische Häkeln heran gemacht? Es ist erstaunlich einfach, stabil und gibt einem die Möglichkeit einige Accessoires herzustellen, die nicht so alltäglich sind, wie z.B. eine Männerfliege!!!

Ich bin in das tunesische Häkeln verliebt, denn es kann sehr viel mehr als die normalen Häkelmaschen: nicht zuletzt Web- oder Stickmuster nachahmen!

Genau diesen Vorteil nutze ich beim Kreieren meiner Fliegen.

Wollt ihr einige tunesische Grundmuster kennen lernen und dabei eure erste Fliege häkeln?

Dann besucht meinen Workshop zum Thema „Tunesisch häkeln“. Er findet am 5. November 2016 von 11.00 bis 14.00 Uhr in meinem Atelier „chain re:action“ in der Schulzestr. 21,  13187 Berlin statt.

Kosten: 25 Euro p.P., 40 Euro für 2 Personen, die zusammen erscheinen (FreundInnen, Paare, Mutter/Vater-Kind, Oma-Enkel(in) usw.)

Es wäre gut euch anzumelden: durch ein Kommentar zu diesem Beitrag oder durch das Ausfüllen des Kontaktformulars auf der Workshopseite (ganz unten!).

Herbstgüße

eure Bennelle

Schal-Metamorphose, Teil 1

Endlich habe ich Zeit für ausgefallene Projekte, ganz ohne Druck und aus Spaß zum Experiment.

Gestern habe ich ein Projekt angefangen, das lange in meinem Kopf herumschwirrt: aus Schals neue Kleidungsstücke zu gestalten, indem Stick- und Häkelteile, -elemente und -motive die prägenden Details ausmachen.

Mit oder ohne Zeichnung.In diesem Fall ohne.

Work in Progress: zuerst den Schal durch die Mitte schneiden. Sie sollen die Hauptstruktur eines Ponchos hergeben.

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Dann die Rückenmitte durch einen texturierten Streifen strecken und mit beiden Teilen verbinden. Ich habe die Maschen gleich auf dem Schal angeschlagen.

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Die durchgeschnittenen Enden müssen einen sauberen Abschluss bekommen, deshalb benutze ich dünne Stricknadeln und masche jede einzelne Masche ein und ab.

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Durch passende Wolle (Dicke und Farbe) kann man bei der Fortsetzung des Rückenteils interessante Effekte erzielen.

Ich habe beide Rückenteile um je ca. 10 cm verlängert. Wie das aussieht und wie das Kleidungsstück weiter Form annimmt, erfahrt ihr bald.

Fortsetzung folgt 🙂

Eure Bennelle