Bikini selbst häkeln

Brrr, ich friere regelrecht in diesem Frühling in Berlin. Nichtsdestotrotz häkle ich eine neue Serie Bikinitops und bald auch Monokini und Höschen.

Bevor ich meine Projekte kurz vorstelle, schicke ich eine tolle Nachricht für euch vorab, denn mithilfe dieser Anleitungen könnt ihr selber tätig werden. Ich habe sie soeben entdeckt und wollte sie gleich mit euch teilen!

Hier zeige ich euch einige meiner neuesten Modelle, die aus der Stimmung heraus entstanden sind:

Rosa-pinker BH mit luftiger Durchsicht:

Crop-Top aus Grau-Braun-Verlaufsgarn, umrandet durch Braun:

Beigefarbenes Top in Netzoptik:

Die Tops kann man bei mir im Atelier „chain re:action“ in der Schulzestr. 21, 13187 Berlin anprobieren und bei Bedarf extra und nach Maß bestellen lassen. Ich bin normalerweise nachmittags ab 14.00 Uhr da.

Online kann man nur ausgewählte Stücke auf Etsy erwerben.

Liebend gern würde ich einen Workshop zum Thema „Bikini häkeln“ anbieten, wenn genug Leute Interesse hätten. Hinterlasst gern Kommentare.

Frohes Häkeln!

Eure Bennelle

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Wie repariere ich eine Granny-Square-Decke

Vor einiger Zeit habe ich eine Granny-Square-Decke erstanden, die ausnahmsweise nicht aus 100% Synthetik bestand, sondern eine gute Mischung aus Wolle, Baumwolle und Acryl abgab. Die meisten Decken, die in den Second-Hand-Shops auftauchen oder richtig Vintage sind, haben ihre Macken: entweder ist das Material nicht annehmbar oder sie sind schon zermottet oder gerissen.

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Meine Decke ließ sich gut umgestalten: ich habe zwei Armöffnungen eingebaut und sie zu einer langen warmen Weste gemacht. Einige haben schon ein Auge darauf geworfen, aber ich habe sie erst einmal damit vertröstet, dass die Decke leider noch REPARIERT werden muss.

Gestern sah ich mir das gute Stück so richtig unter der Lupe an und biss mir auf die Lippe: mindestens 4 Quadrate waren kaputt und die Umrandung aufgerissen. Was tun? Wie repariert man ein Granny Square, eingearbeitet in einer größeren Arbeit?

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Was tun? Analysieren! Was fehlt? Zwei Reihen. Lösung? Die kaputten Reihen entfernen und neu häkeln.

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Passt bei der Entfernung der Wollreste auf, denn sie sind oft verfilzt. Da hilft oft der Nahttrenner. Mir hat allein diese Arbeit einiges an Zeit und Mühe gekostet.

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So sieht das bereinigte Arbeitsfeld aus 🙂 Nun muss man zwei Reihen wie gewohnt um das kleinere Quadrat herum häkeln. Aber passt auf! Häkelt erst einmal nur die erste Reihe. Bei der zweiten müsst ihr nach jedem Dreiercluster die Stopfnadel zuhilfe nehmen und den lang abgeschnittene Faden durch die gegenüberliegenden drei Maschen der nachfolgenden Reihe durchziehen.

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Ehrlich gesagt, bin war ungemein stolz auf meine Lösung. Ich fühlte mich wie ein Held, der eine unüberwindliche, ja unmögliche Herausforderung mit einer faszinierenden Eleganz  angenommen und ausgeräumt hat. So sah das Quadrat nach der Reparatur aus:

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Tja, schön und gut, aber was tun mit den anderen kaputten Quadraten und mit dem Rand? Manchmal kann man den durchbrochenen Faden doch ein bisschen rausziehen, oft muss man ihn ersetzen, wie auf dem folgenden Bild:

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Manchmal lohnt sich die lange Variante, wie bei diesem Fall:

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Wenn der Rand immer wieder unterbrochen wird, rate ich euch die Reihe durchgehend zu entfernen. Immer von links nach rechts. Dann einfach die Reihe mit festen Maschen neu häkeln.

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Also, geht alles! Nehmt euch aber Zeit und Geduld, viel Geduld, dann wird es klappen.

Oder traut ihr euch das nicht alleine? Dann machen wir einen Workshop daraus! Einfach vorher anschreiben und wir besprechen den Rest.

Ich wünsche euch einen entspannten und reparaturfreudigen Sonntag!

eure Bennelle.

Neues Jahr, neue Workshops

Ja, es war lange her, dass ich hier was gepostet habe. Das liegt vor allem daran, dass alle meine Kameras ohne Batterien geblieben sind: für die eine fehlte das Kabel, für die andere das Ladegerät. Heutzutage ist man ohne Bilder unsichtbar – es lohnt sich gar nicht blosse Gedanken zu veröffentlichen, wenn es um ein Handwerk geht.

So, jetzt möchte ich euch „Freues Neues“ wünschen und euch ermuntern, in diesem Jahr so oft wie möglich Zeit für sich zu nehmen und etwas Künstlerisches zu erschaffen.

Als nächstes verkünde ich hier, dass mein neuer Kursplan fertig ist – ich habe mir sogar die Mühe gemacht lange Karten mit den Workshops für das erste Quartal 2017 drucken zu lassen. Sie sind gestern angekommen und sehen gar nicht so schlecht aus! Dabei habe ich 4 konstante Angebote, die drei Monate hintereinander laufen, sodass man sich einen von drei Terminen aussuchen kann. Im April gibt es dann einen neuen Kursplan.

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Gute Vorsätze habe ich noch nicht gefasst – es muss erst einmal viel ausgemistet und neu geordnet werden, dann wird für Neues Platz gemacht. In meinem Atelier bin ich eifrig dabei – es fehlen noch Regale und meine Kleiderstangen sollen fast an die Decke wandern. Das braucht noch Helfer und Zeit. Dann kommt eine Couch ans Fenster, wo man in gemütlicher Runde zusammen sitzen kann. Es soll eine schöne, entspannende Atmosphäre entstehen, in der jeder willkommen ist, mit mir zu experimentieren oder etwas Neues zu lernen.

Bis bald mit neuen Projekten (es wimmelt es so von angefangenen), die ihre Vollendung erfahren haben!

Bleibt gesund und häkelt fleißig,

eure Bennelle

 

 

 

Fliege häkeln … tunesisch!

Habt ihr euch schon an das tunesische Häkeln heran gemacht? Es ist erstaunlich einfach, stabil und gibt einem die Möglichkeit einige Accessoires herzustellen, die nicht so alltäglich sind, wie z.B. eine Männerfliege!!!

Ich bin in das tunesische Häkeln verliebt, denn es kann sehr viel mehr als die normalen Häkelmaschen: nicht zuletzt Web- oder Stickmuster nachahmen!

Genau diesen Vorteil nutze ich beim Kreieren meiner Fliegen.

Wollt ihr einige tunesische Grundmuster kennen lernen und dabei eure erste Fliege häkeln?

Dann besucht meinen Workshop zum Thema „Tunesisch häkeln“. Er findet am 5. November 2016 von 11.00 bis 14.00 Uhr in meinem Atelier „chain re:action“ in der Schulzestr. 21,  13187 Berlin statt.

Kosten: 25 Euro p.P., 40 Euro für 2 Personen, die zusammen erscheinen (FreundInnen, Paare, Mutter/Vater-Kind, Oma-Enkel(in) usw.)

Es wäre gut euch anzumelden: durch ein Kommentar zu diesem Beitrag oder durch das Ausfüllen des Kontaktformulars auf der Workshopseite (ganz unten!).

Herbstgüße

eure Bennelle

Sorgenfresser häkeln

So, jetzt bin ich ganz offiziell in mein Atelier in der Schulzestr. 21 in Berlin Pankow eingezogen und ich kann es kaum erwarten mit den Workshops zu beginnen.

Workshop Nr. 1 ist den Sorgenfressern gewidmet. Ihr wisst schon, diesen Kreaturen, die stellvertretend als seelischen Mülleimer dienen, wenn der beste Freund/die beste Freundin nicht da ist, um diese undankbare Aufgabe zu übernehmen.

Im Grunde genommen habe ich vor, mit euch kleine (liebenswerte oder nicht) Monster zu kreieren, die ein großes Maul haben. Es ist nicht zum Labern da, sondern um alle unsere, auf kleinen Zetteln verschriftlichte Sorgen aufzunehmen.

Also zuerst häkelt man die Biester, dann benutzt man sie als Kummerkästen. Ist das nicht eine tolle Sache? Mit Kindern funktioniert das übrigens auch!

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So, hat sich das Monster satt gefressen, kann man die Zettel wieder aufmachen und nachschauen, was uns so gewaltig bewegt hat, und wenn die Sorge sich schon erledigt hat, kann man sie eben entsorgen.

Für die Herstellung der Sorgenfresser könnt ihr eure Wollreste und ein Paar alte/zerrissene/nicht mehr brauchbare Socken (als Füllung) mitbringen. Ein alter Handschuh kann auch von Nutzen sein – wie, das zeige ich während des Workshops.

Auf dem Beitragsbild seht ihr eine primitive Version des Monsters – sie ist aber gut mit Grundkenntnissen innerhalb von 3 Stunden zu schaffen. Erfahrenere oder ehrgeizige HäklerInnen können noch Arme und Füße hinzufügen, aber die Hauptsache hier ist das Riesenmaul, das eine Art Tasche bildet.

Die Biester können nach Belieben geschmückt und ausgebaut werden.

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Wo: Atelier „chain re:action“, Schulzestr. 21, 13187 Berlin (S-Bahn-Station Wollankstraße)

Wann: Samstag, 15.10.16, 11 – 14 Uhr

Anforderungen: Grundkenntisse (feste Maschen) sind Voraussetzung

Material: Das ist ein Recycling-Projekt, also wäre es am besten, wenn ihr eigene Wollreste und die o.g. Socken bzw. alte Handschuhe mitbringt, aber ich habe auch Material

Preis: 25 Euro p.P., 40 Euro für 2 Personen

Anmeldung: e-Mail: albena.stateva@gmail.com oder als Kommentar zu diesem Beitrag.

Na, überzeugt?

Dann meldet euch oder eure Freunde an!

Lieben Gruß aus dem Regen!

Eure Bennelle

 

 

 

 

Mein erstes Atelier

Es ist Zeit laut zu verkünden, dass Bennelle jetzt einen Ort gefunden hat, wo sie arbeiten, experimentieren, ausstellen und Workshops geben kann.

Es war ein langer Weg und ich bin unglaublich froh, über einen eigenen Kreativraum zu verfügen. Ich würde ihn Imaginarium nennen, aber das Wort ist besetzt, also habe ich mit Crochetarium und Fadenspiel gespielt. Letztendlich bin ich bei CHAIN RE:ACTION geblieben. Mein Atelier und Showroom trägt nun diesen Namen. Warum nicht Bennelle?

„Chain“ ist die Grundlage des Häkelns und Strickens und durch Maschenketten geht es weiter, bis man ein Gewebe erschaffen hat.

„Chain reaction“ – die Kettenreaktion entsteht, wenn der Faden reißt … und eine Laufmasche unaufhaltsam das Gestrickte zerstört…

Wenn wir Ursache und Wirkung auf die Ebene des kreativen Tuns übertragen, beobachten wir wie Menschen durch positive Erfahrungen und Freude angesteckt werden, selbst etwas zu tun. Diese Art von „Ansteckung“ möchte ich durch meine Kreativkurse erreichen.

„Re:action“ verdeutlicht die Wiederverwendung von Ressourcen oder die Arbeit mit Wollresten aus der Produktion und aus Hobby-Auflösungen oder mit schon benutzten Textilien, die als Grundlage für Unikate dienen.

Überzeugt?

Ich muss mich erst selbst daran gewöhnen.

Aber, was ich eigentlich sagen wollte: am 1. Oktober wird in und bei gutem Wetter vor meinem Atelier gefeiert!

Es wird etwas zum Essen und zum Trinken und einen kostenlosen Workshop zum Thema „Taschen Weben auf Karton: ohne Nähen“. Dabei verwenden wir alte Müsli- oder Milchkartons und Stroffstreifen aus alter Kleidung. Wer mitmachen möchte, kann gern eigene Kleidungsstücke mitbringen und verarbeiten. So werden Erinnerungen verwebt und lieb Gewonnenes bleibt in einer neuen Funktion erhalten!!!

Ich freue mich auf euren Besuch!

Wer die Party verpasst, kann mich im Atelier nachmittags (besser nach vorheriger Absprache) erreichen:

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Schulzestr. 21

13189 Berlin Pankow

(S-Bahn-Station Wollankstraße), Bus 150, M 27, 255

Eure Bennelle

 

 

Bomb the Knit!

Hallo Leute!

Was würdet ihr mit eurem Lieblingspulli anfangen, wenn er Fusseln, Löcher oder Flecken bekommt? Ihr tragt ihn bestimmt mit all seiner Mängeln einfach weiter, wagt euch damit jedoch nicht in die Öffentlichkeit.

Was wäre es mit Reparieren und Verschönern? Mit der Häkelnadel!

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Das Prinzip, das ich anwende, ist, dem Maschenverlauf des Pullis zu folgen. Dabei kann man Linien ziehen oder kleine Patches herstellen, die z.B. ein Loch überdecken.

Am leichtesten arbeitet es sich mit Baumwollpullis mit mittelgroßen bis groben Maschen (je größer das Maschenbild, desto leichter kommt man mit der Häkelnadel hinein).

Auch das Material ist wichtig: ich würde nie einen Pulli zu reparieren versuchen, wenn er nicht aus Baumwolle, Viskose oder aus richtig schöner Wolle ist, es sei denn, er fusselt nicht und ist etwas ganz Besonderes.

Wählt sorgfältig die Wolle aus, die ihr für das Aufpeppen oder Reparieren verwendet: sie muss mit dem Grundmaterial korrelieren oder mindestens die gleichen Wasch- und Pflegevoraussetzungen erfüllen.

Häkelnadelstärke: für feinere Stickwaren braucht man schon eine sehr feine Nadel, etwa unter 1,5, am besten 0,90 oder feiner. Sehr gut lässt es sich dabei mit Sockenwolle arbeiten, mit Farbverlauf oder unifarben.

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Um die Linien zu ziehen habe ich Kettmaschen oder feste Maschen verwendet.

Patches habe ich tunesisch gehäkelt (gesträckelt). Bei einem gewissen Muster sieht tunesische Häkelei wie gestrickt aus – ein sehr gelungenes Täuschungsmanöver.

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Wollt ihr diese einfache Reparaturtechnik persönlich bei mir erlernen? Dann kommt zu meinem Workshop unter freiem Himmel im Rahmen des

ReThink Festivals #2

am 23.Juli 2016 in den Prinzessinengärten in Berlin Kreuzberg.

In diesem Beitrag seht ihr die Bilder vom Teaser zum Festival.

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Wenn euch das Häkeln schwer fällt, könnt ihr euch im Makromakramee versuchen: Ute Stephani zeigt das in ihrem Workshop.

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Das entstandene Schmuckstück sieht umwerfend aus:

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Übrigens hat das Festival sehr viele Workshops anzubieten: Färben mit Zwiebelschalen, Offsetdruck, Biogetränke herstellen, Wolle spinnen und viele mehr. Nicht zu vergessen: am Abend werden Reste von den Gemüsemärkten in Kreuzberg zu einem traumhaften Essen verarbeitet.

Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen motivieren können etwas Neues auszuprobieren!

Sommergruß und bleibt schön in Bewegung!

Eure Bennelle