Herzblatt – Häkelkurs zum Valentinstag

Wollt ihr dem/der Liebsten eine selbst kreierte Überraschung zum Valentingstag schenken? Mit viel Liebe und aus eigener Kraft hergestellt?

Kommt zu meinem Häkelkursspezial am 13. Februar 2016 im Cafe „Tiriki“, Florastr. 96 in 13187 Berlin und zaubert ein ganz persönliches Geschenk in Form eines Herzens.

Voraussetzungen: Es wäre schön, wenn ihr Grundkenntnisse, Baumwollgarn und passende Häkelnadel mitbringt. Sonst stelle ich Übungswolle zur Verfügung.

Zeit: Samstag, 13.2.2006, 11.00-14.00 Uhr (3 Stunden)

Ort: Cafe „Tiriki„, Florastr. 96 in 13187 Berlin

Preis: 20 Euro //10 Euro für SchülerInnen//30 Euro für Paare (egal in welcher Zusammenstellung)//

Wir häkeln zusammen ein bis zwei Herzmotive, die ihr vor Ort beenden und stolz nach Hause tragen könnt. Mitnehmen könnt ihr auch die schriftliche Anleitung und die grafische Darstellung der Motive zum Nachmachen und Weiterhäkeln.

Na, Lust auf Herzen?

Herzlich,

eure Bennelle

 

 

 

 

 

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Das geometrische Wunder: Jacke aus Hexagonen

Mich kann man nicht so leicht beeindrucken, aber wenn ich etwas GENIAL finde, dann ist es super, super, super EASY!!!

Ja, wie kommt man auf solche einfachen Dinge?

Neulich entdeckte ich ein Bild auf Pinterest, das mich verführt hatte, sein Ursprung herauszufinden. Auf diesem Wege kam ich zum Blog von Kirsty !… Dort erwartete mich eine Überraschung: die Häkeljacke, die meine Aufmerksamkeit geweckt hatte, bestand aus…. zwei Hexagonen!!! Wie denn das? Klickt den verlinkten Blog und ihr werdet es erfahren.

Für diese unter euch, denen English schwer fällt, fasse ich kurz zusammen: es werden zwei gleiche Hexagone gehäkelt, alles nach den Regeln der Granny-Kunst: Bündel von je 3 Doppelstäbchen mit je einer Kettmasche dazwischen und an den Ecken ein Dreier, 3 Kettmaschen, ein Dreier. Das ist alles.

Der Zauber entfaltet sich erst nach mehreren Reihen. Das Hexagon fängt an zu kräuseln: gut so!!!

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Je kräuseliger, desto besser, denn irgendwann erreicht man die wünschenswerte Figur: wenn man das Werk genau auf die Hälfte aufeinander faltet (Spitze gegen Spitze, also 3 gegen 3), bekommt man ein L. Das ist nun die Hälfte der Häkeljake. Die andere L kommt dazu, in der Mitte wird der Rücken vernäht und verhäkelt, dann werden die Quernähte oben zugemacht und fertig ist das Kunststück!!! Genial!

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Nun, meine Wolle war hier zu Ende und ich konnte die begehrenswerte L-Form kaum erreichen. So drehte ich zuerst die Figur  um und gestaltete ein sehr interessant aussehendes Kleidungsstück:

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Wirklich ausgefallen! Vielleicht sollte ich es dabei belassen!

Aber ich wollte herausfinden, ob mit meinem nicht vollständigem L doch noch eine ordentliche Jacke hinbekommt und drehte die Form wieder um:

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Es geht. Die Wolle ist so dick, dass diese Jacke sowieso den Oberkörper aufbauscht, aber es ist schon interessant, das der Angelpunkt jeder Hälfte gerade unter den Achseln liegt 🙂

Die von mir benutzte Wolle heißt „Elements Mix“ von Schachenmayr. Ich habe sie mit Nadelstärke 10 gehäkelt. Nach 7 Reihen bekam ich meine noch nicht voll ausgereiften „L-s“.

Auf meiner Schaufensterpuppe sieht die Jacke fluffig schick aus 🙂

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Ich habe mich nach einiger Zeit gegen den Knopf entschieden: man kann die Jacke mit einer großen Tuchbrosche zumachen und das würde eleganter aussehen.

Die Hexagone habe ich miteinander verhäkelt: in den Zwischenräumen, also in den Kettmaschen habe ich eine feste Masche gehäkelt, dann eine kurze Kette aus drei oder vier Luftmaschen, dann wieder eine feste Masche in den Zwischenraum. So sieht diese Naht von außen aus:

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Ich möchte dieses geometrische Wunder weiter erforschen und hoffe, dass ihr auch der Meinung seid: es ist erstaunlich einfach und wirkungsvoll!

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Die Granny-Jacke ist nun auf DaWanda zu haben.

Auf zu neuen Abenteuern!

Eure Bennelle

 

 

Granny Mania

Ich  habe gerade eine große Granny-Square-Decke fertiggestellt und bin total stolz auf mich. Leider dauert das Zusammenhäkeln und Vernähen der tausend kleinen Fäden der 60 bunten Quadrate ganze Tage und da bin ich eben stecken geblieben.  Ich hoffe euch das Ergebnis schon morgen zu präsentieren. In der Zwischenzeit habe ich für euch einige interessante Granny-Square-Entdeckungen gesammelt:

1. Granny-Amigurumi

Dieses Nashorn ist mein absoluter Favorit. Die Quelle findet ihr auf dem bedruckten Bild.

Bei diesem strahlenden Froschprinzen sitzt jedes Detail. Sogar die goldene Krone ist tadellos geformt.

2. Große Granny-Square-Decke mit Fototutorial

Auf weißem Hintergrund gebetet sind die schönen Farben der großen Decke von Sandra Juto. Ihr kostenloses Tutorial führt euch Schritt für Schritt zur Herstellung eines eigenen Prachtstücks. http://sandrajuto.blogspot.de/2013/07/tutorial-how-to-make-sandra-jutos.html

Überhaupt lohnt sich der Besuch dieses Blogs. Die Fotos zu den vielen unterschiedlichen Themenbereichen sind ein Balsam für das Auge.

3. Kleine Beutel

Elealinda Design bietet die Häkelanleitung zu diesen süßen Beutelchen  als PDF an.

Auf ihrem Blog http://www.elealinda-design.de hat die Künstlerin noch viele Granny-Tutorials eingestellt. Ob Nikolausstiefel, Körbchen mit Deckel oder Girlanden, es ist für jeden etwas dabei.

Jetzt mache ich mich wieder ans Vernähen und melde mich ganz bald mit meinem nächsten Projekt,

eure Bennelle

 

Schnell gehäkelte Handytasche

Manchmal ist man zu dumm, um selbst auf die einfachsten Ideen zu kommen. Ein anderes Mal entdeckt man das Rad… oder Amerika… Ihr wisst schon, eine großartige Eingebung bringt die Augen zum Leuchten und dann stellt man fest, dass so viele andere schon ewig dieselbe Eingebung hatten.

Genauso fühlte ich mich, als ich diese Geldbörse in einem Blog erblickte:

 

Wie hat Shara das gemacht? Hat sie den Halbkreis der Lasche zusätzlich gehäkelt? Nein! Es ist vieeeeeel einfacher!!!

Diese Geldbörse ist in einem Stück gehäkelt und so superleicht, dass es einem schlecht wird. Hier sieht ihr es. Das ist DIE LÖSUNG! Nicht nur für kleine süße Börsen, sondern für jede erdenkliche Taschengröße!

Die genaue Anleitung von Shara findet ihr hier.

Ich musste meine eigene Variante ausprobieren und bastelte auf die Schnelle eine dreifarbige Handytasche zum Aufhängen.

Handytasche

Dafür habe ich eine Luftmaschenkette aus 40 Maschen angeschlagen und dann vor- und zurückgehäkelt, indem ich nach jeder Reihe die Farbe wechselte.

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Das Schnürchen zum Aufhängen habe ich extra gemacht. Ich dachte dabei an Urlaub oder an den Strand. Wo versteckt man das Handy in greifbarer Nähe, wenn man nur Bikini an hat? Auf dem Hals, natürlich!

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Ein Knopf musste her. Das Handy soll doch sicher verwahrt werden.

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Im Täschchen könnte man auch Geld tragen (oder seinen Pass). Nur: wenn ihr darin Kleingeld aufbewahren wollt, dann wäre es besser, nicht Stäbchen, sondern halbe Stäbchen oder feste Maschen zu häkeln. Mein Händytäschchen ist mit halben Stäbchen und ganzen Stäbchen gehäkelt. Das Maschenbild ist zu lose: Münzen wie die von 1 Cent würden sich leicht in den freien Fall begeben.

Neben meinem letzten Bikinitop sieht die Handytasche echt toll aus.

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Fühlt ihr euch inspiriert? Dann viel Erfolg!

Gute Nacht und frohes Häkeln,

eure Bennelle

 

 

Gemüse zum Schreiben

Wie gesund schreiben wir? Wenn wir überhaupt etwas per Hand aufschreiben… Ich habe schon längst festgestellt, dass ich meine Handschrift fast nicht mehr erkennen kann – so verwachsen bin ich mit der Tastatur!

Vor einiger Zeit habe ich etwas so Erfrischendes entdeckt, dass ich es gleich „Neu“ häkeln musste: Gemüsehüllen  für Kugelschreiber oder Bleistifte. Zuerst häkelte ich den Rumpf einer Möhre nach und dachte mir das Grünzeug selbst aus, dann schuf ich ein Brokkoli-Röhrchen, worauf ich sehr stolz bin.

Vegetarische Schreiber

Die Idee und eine Anleitung für Möhren und andere Gemüsesorten habe ich bei Twinkie Chan gefunden. Für das Röhrchen braucht man einen Magischen Kreis, in den man 6 feste Maschen häkelt. Weiter geht es wie beim Amigurumi-Häkeln in Spirale ohne Abschluss einzelner Reihen. Man häkelt nur feste Maschen. Da das Röhrchen eng ist und man sich leicht verzählen kann, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn man den Stift schon mal hineinführt und um ihn herum weiter häkelt.

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Den Brokkoli-Kopf habe ich nach Gefühl gestaltet. Man kann sich so einiges Ausdenken. Viele Gemüsesorten lassen sich so stilisieren, dass sie einen Stiel und einen Kopf bekommen.

Kugelschreiberhüllen oder Bleistifthüllen haben auch andere gehäkelt. Hier findet ihr Anweisungen und Ideen.

Bleibt gesund und schreibt eifrig weiter mit der Hand :),

eure Bennelle

 

 

Das Leben danach: Recycling für die Tastatur

Mein Freund hat so seine Probleme mit Tastaturen. Ob es an dem harten Anschlag liegt oder an seinem Pech mit Computersachen, weiß ich nicht. Jedenfalls liegen mindestens zwei unbrauchbare Tastaturen herum – mit herausgeflogenen Tasten, begraben im Allstagsstaub. Wie entsorgt man diese Dinger? Oder viel besser: was kann man daraus basteln?

Ich habe für alle Bastler einige Projekte ausgesucht, die eine Tastatur fast vollständig neu verwenden: das Gehäuse, die Tasten(kappen) und die Plexiglasplatte innen drin.

1. Tasten, neu geordnet

Auf dem Artikelbild seht ihr die Installation TEXTile von Jean Shin ,  bestehend aus 22,528 alten Keyboard-Tasten. Das Tastengewebe ist Teil der permanenten Sammlung des Fabric Workshop and Museum, Philadelphia, PA, USA. Auf dem Band sind richtige Texte zu lesen – die E-Mails, die während der Entstehung des Projektes ausgetauscht wurden.

ABER

mein Vorschlag für euch ist diese putzige Krawatte:

Corbata-teclado

Das kostenlose Tutorial dazu gibt es hier: http://www.instructables.com/id/Keyboard-Tie/

Für die Damen habe ich diesen Vorschlag:

 

keyboard-ohrring_hightechdivas

 

Wie die Ohrringe entstehen, erfahrt ihr in diesem Blog: http://www.craftbits.com/project/computer-keyboard-earrings.

2. Plexiglasplatte

Aus der Plexiglasplatte innen drin kann man wunderschöne futuristische Lampenschirme herstellen.

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Ist das nicht eine stylische Idee? Die wenigen Schritte, die ihr braucht, um zum Designer des Jahres zu werden, gibt es hier:

http://greenissuessingapore.blogspot.sg/2011/01/recycling-your-keyboard-2.html

3. Gehäuse

So, die Tasten sind alle herausgenommen, die Platte zur Erleuchtung gebracht und aus dem Gehäuse kann dieses Wohndeko gezaubert werden:

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Wie das geht, kann man sich schon vorstellen: einfach Knöpfe und Buttons aller Art an die freigewordenen Stellen befestigen und fertig. Dieses Schlüsselbrett gibt es übrigens zu kaufen bei DaWanda: http://de.dawanda.com/product/22425469-UpcyclingSchluesselbrettKeyboard .

Weitere Ideen aus dem Netz:

CORAO_~1

kaffeeset2

keyboard-handbag

 

 

keyboard-upcycle-09

recycled-keyboard-journal

teclado3-300x226

Und jetzt wird es noch extremer – hier ist der ultimative Kleidungsknigge für Computerfachleute:

tastaturjacke

tastaturslipper1

 

Ich persönlich, würde gerne die Ohrringe machen… und vielleicht auch die Lampe. Dann melde ich mich wieder mit den eigenen Ergebnissen.

Gern höre ich von euch, wenn jemand schon mal seine Tastatur funktional zweckentfremdet hat oder eines der obigen Projekte schon mal ausprobiert hat.

 

 

Schale mit Deckel aus alten Socken

Kennt ihr das auch? Nach jedem Waschgang muss ich eine Suche nach der zweiten Socke starten. Manchmal sammle ich diese Einzelsocken wochenlang, bis die zweite und passende auftaucht. Manchmal finden die Socken nie wieder zusammen. Andere bekommen Löcher. Ich habe einen ganzen Haufen von abgetragenen und alleingelassenen Socken gehabt und konnte den Anblick nicht mehr ertragen. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich auf Youtube gesehen hatte, wie man Sockengarn erstellt. Ich machte mich gleich an die Arbeit, gewappnet mit einer Schere und mit viel Entdeckungsfreude.

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Die Socken kann man fast restlos verwerten. Ich habe sie ab dem geöffneten Rand in 2cm-Streifen geschnitten. Die abstehende Ferse und die Spitze habe ich entfernt.

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Es entstehen solche Kreise (kann man eigentlich als Haargummi benutzen!). Ich dehne sie zusätzlich und dann verbinde ich sie miteinander. Und das geht so:

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Dann dehne ich das neue Kettenglied.

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Es entsteht ein seilartiges Garn.

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An dieser Stelle kann man aufhören und das Seil als Taschenhenkel oder als Gürtel oder sogar als ausgefallene Kette verwenden.

Mein Sohn hat sich lange mit den einzelnen Gummis beschäftigt und sich hübsch gemacht.

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Er hat auch neugierig zugeschaut, wie ich antik gewordene Babystrampler zerschnitten habe.

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Oder diese witzige Strumpfhose mit der Aufschrift: „Achtung, der Chef kommt!“ 🙂

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Nachdem der ganze Berg durchgearbeitet wurde und zwei Strumpfhosen und zwei Strampler vernichtet wurden, sah mein Garnball so aus.

Das Häkeln erwies sich als nicht leicht. Man braucht dazu Hacken Nr.  12 oder 15. Ich habe einen kleinen runden Boden gestaltet, indem ich das Garn so wie es ist, also doppelfädig, verarbeitet habe. Ein Kraftakt, denn es war zu dick und knotrig und es ging nur schwer voran. Dann überlegte ich mir etwas anderes.

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Man kann doch nur mit dem einen Strang arbeiten und den anderen raushängen lassen. Das ist der Trick bei einigen neuen modischen Garnen, die doppelfädig gestaltet sind.

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Zu diesem Zweck schiebt man die Häkelnadel zwischen die beiden Strängen und spannt mit den Fingern die Lasche.

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Ich habe immer in die hintere Wand der festen Maschen gehäkelt, damit ich weniger Widerstand zu überwinden habe.

So entstand ein ordentlicher Pott mit lustigen Loops rundherum.

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Mit dem Restgarn entschied ich mich einen Deckel zu machen. Durch ein Wunder passte er ganz genau auf dem Pott.

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Mein Sohn ließ es sich nicht nehmen, als erster damit zu spielen. Er hatten die Schale schon mehrmals als Mütze auf dem Kopf gehabt, bevor sie fertig wurde.

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So sieht der Boden aus.

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Die Schale ist sehr putzig geworden.

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Ich muss mir überlegen, wie ich sie funktional einsetze: z.B. als Bonbonschale… oder sie bleibt als Deko auf dem Regal.

Was denkt ihr dazu?

Viel Spaß beim Nachmachen! Und lasst mich wissen, wenn ihr was eigenes aus Socken gezaubert habt.