Neue Tops: die Sonnenanbeter!

Genau vor einem Jahr hatte ich meine ersten Bikinitops hergestellt. Spätestens im August hatte ich keine Lust mehr darauf. Jetzt weht der Wind wieder günstig und die Ideen sprudeln nur so in meinem Kopf.

Ganz fisch, erst gestern geboren, ist der Sonnenanbeter:

IMG_1359

 

IMG_1352

Das feurige Bustier mit orangefarbenen Streifen ist aus zwei flachen Dreiecken zusammengebaut, die verbunden, bestickt und umhäkelt wurden. Die Fransen verlängern das Top und geben ihm Schwung. Mir gefällt auf die Umrandung des Ausschnitts. Mal was anderes 🙂

IMG_1114

Beim Rosa-Pink-Top ließ ich nicht nur den Farbverlauf des Garnes für sich sprechen, sondern bestickte ich zusätzlich beide Körbchen. Total überladen, ja, aber genau das hat mich gereizt. Keine Borde oder Schnörkel in der Mitte.

IMG_0876

Dieses Oberteil entstand aus einem Knäuel wundervoller Baumwolle. Sehr fein und glänzend. Und teuer.  Es hat ein neues Heim in Schottland gefunden …. Highland IV: 

IMG_0758

Klassisch und ewig elegant: das kleine Schwarze. Dieses Top wohnt jetzt irgendwo in Berlin:

IMG_0951

Das haarige Garn, übrigens reinste Baumwolle, wird nicht mehr hergestellt. Die Metallknöpfe in der Mitte sind eine ganz dezente Verzierung.

Dazu gibt es auch ein Höschen:

IMG_1150

Ich hoffe, die Tops gefallen euch. Die meisten sind noch zu haben.

Jetzt kann auch das Wetter endlich wieder mitspielen. Ich vermisse wieder die Sonne!

Morgen gibt es neue Barfußsandalen,

eure Bennelle

 

Werbeanzeigen

Das Bikinihöschen

Man wartet manchmal sehnsüchtig nach Aufträgen und wenn sie endlich da sind, rast das Herz. So ist es ebenfalls bei mir. Kundenaufträge sind so eine Sache – zwar hat man die Bekundung, dass das Produkt abgenommen wird, aber da es sich um Einzelstück handelt, weiß man nicht, ob es dem Kunden doch gefällt.

Ich habe vor 2 Tagen eine Anfrage bekommen, ob ich zu diesem Bikinitop das passende Höschen häkeln könnte:

IMG_7722

Aber klar. Ich hatte mich eigentlich bis jetzt vor den Höschen verdrückt, da sie nicht so leicht zu handhaben sind. In meinen Online-Shops und in der Galerie „Tops“ findet ihr nur Bikinitops und keine komplette Ausstattung. So viele unterschiedliche Körper mit ihren eigenen Formen und Frauen mit verschiedenen Vorlieben. Zwar habe ich Höschen gehäkelt, aber nie war ich wirklich glücklich damit.

Ein Auftrag – eine konkrete Aufgabe. Also habe ich erst einmal das Garn wieder besorgt (und die allerletzten 3 Knäuel im Laden für eine Woche reserviert!) und dann auch Elastikfaden gekauft.  Es heißt Strick-Elastic und sollte zur besseren Elastizität des Höschens beitragen. Immerhin war das Hauptgarn reine Baumwolle, die sich ziemlich verformt, wenn sie belastet oder befeuchtet wird. Ich weiß nicht, ob das eine kluge Entscheidung war – sie war gut gemeint, aber sehr unpraktisch. Der elastische Faden hat mir so viele Probleme beim „Mitlaufen“ bereitet, dass ich in Zukunft darauf eher verzichten würde.

Das Höschen sollte am Bund mit der Spitze des Oberteils anfangen und dann  nicht zu knapp ausfallen.  Nach einer langen Nacht und die Begrüßung der Sonne gegen 5 Uhr morgens entstand diese Höchstleistung:

IMG_8836

Die Sache mit der Spitze war nicht so leicht zu lösen. Ich entschied mich für diese Extra-Verlängerung nach unten – ein bisschen wie Peter-Pan-Kragen. Die Ränder habe ich doppelt umrahmt. Da der Farbverlauf des Garnes so lang ist, sieht man vorn nur das Apfelgrün, erst hinten entwickelt sich die Olive und das Braun.

IMG_8847

Die Frage mit den Bändchen habe ich so gelöst, dass zwei lange Bänder jeweils vorn und hinten durch die Spitze durchgezogen (für die bessere Justierung und Halt) und seitlich gebunden werden.

Ein Knäuel von Kappa color von Lang (50 gr) hat für das Höschen nicht gereicht. Ich habe für die Bändchen und z.T. für die Spitze zwei andere Baumwolgarne benutzt.

IMG_8845

IMG_8853

Bei diesem eher dünnen Garn musste ich für den Bund mit der Spitze 60 Maschen anschlagen.

IMG_8855

Normalerweise häkelt man das Höschen von hinten nach vorn. Die engste Stelle für den Schritt habe ich hier mit 11 Maschen gehäkelt. Ich schätze, dass man bis 7 Maschen herunter gehen kann. Bei anderen, ausgeschnitteneren Modellen, muss man sogar bis 6 M herunter gehen. Bei dem Minikini z.B. reicht ein Knäuel satt für Top und Höschen. Natürlich ist er auch viel schneller gehäkelt. Aber die meisten Frauen ziehen eine moderatere Form vor, besonders bei den Höschen.

Meine Fensterpuppe verträgt die neu entstandene Kombination ziemlich gut 🙂

IMG_8838

Zurück zum Elastikfaden: was beim Top so toll ebenmäßig aussieht, konnte ich beim Höschen nur mit den festen Maschen im Schritt einhalten. Leider hat mich der Mitlauffaden bei den Halbstäbchen und Stäbchen ziemlich daran gehindert, ein ebenmäßges Maschenbild zu erreichen. Ich hoffe, die Kundin sieht darüber hinweg. Ich selber hatte heute den ganzen Tag Herzschmerzen vor lauter Nervosität. Ich mag eben gut ausgeführte Arbeit und habe mich total darüber geärgert, dass bestimmte Stellen löchriger geworden sind.

Die große Erleichterung kam, als die Kunden, den Fotos nach, das Höschen abgenommen hatte.

Dann hat sie auch über einen Fußschmuck nachgedacht. Ich wollte ihn passend zu dem Bikini gestalten, doch sie neigte zu einer anderen Farbe. Meine Annäherung an ihre Vorstellungen sah dann so aus:

Barfuß-Sandalen, rost

Ich habe schon das Gespür für den Fußschmuck entwickelt und es gelingt mir leichter neue Modelle zu entwerfen. Übung macht den Meister. In diesem Fall habe ich nicht Baumwolle, sondern ein dünnes Garn aus Polyacryl und Nylon verwendet. Super weich und federleicht. Häkelnadel Nr. 2,5.

Der Tag war lang und verregnet (der Regen trommelt auf unseren Dachfenstern schon seit 12 Stunden!) und deshalb verabschiede ich mich mit dem letzten Schluck Wein und wünsche euch

Gute Nacht!

Eure Bennelle

P.S. Die Barfuß-Sandalen sind hier zu erwerben. Und hier findet ihr noch ein Paar Fußschmuck von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sexy Bustier aus Bändchengarn

Heute verbringe ich fast den ganzen Tag mit Vernähen von Fäden. Vier weitere Tops sind fertig und einige noch in Arbeit. Es ist der letzte Spurt vor meinem ersten Marktauftritt am 14.4. und ich bin total aufgeregt. Wenn noch jemand seinen ersten Marktauftritt plant, wird er womöglich diese kostenlose Quelle mögen, die ich eben durchgelesen habe. Es ist ein Guide für Erstaussteller (auf Englisch).

Zurück zum Bustier: bei diesem Modell habe ich die Körbchen rund gemacht. Ich experimentiere viel mit der Körbchenform und habe schon 5-6 verschiedene Arten in meinen Tops angewandt.

IMG_6227

Das Bändchengarn war eine Herausforderung für mich. Ich habe einiges ausprobiert, aber es schien nicht so recht dafür geschaffen zu sein. Bei dem Top entschied ich mich für diese Schnüre aus Luftmaschen.

IMG_6225

Ohne meine Schneiderpuppe hätte ich das Modell nicht so gut hinbekommen. Jedes meiner Tops ist an ihr entstanden und hat eine gute Passform.

Bald zeige ich euch die anderen Tops. Dies und vieles andere wird auf meinem Stand (Nr. 98) beim Zweiten Frühling, die Modemesse von und für Frauen im Postbahnhoft am Ostbahnhof in Berlin zu sehen sein. Das fashion exchange Event findet 14.4. von 11 bis 18.00 Uhr statt.