Rotes Wunder – mein neues Bikinitop

Manchmal hat man Lust zu nichts, manchmal kommt keine Inspiration, die Projekte stapeln sich unvollendet um mich herum und ich ersticke darin. ABER dann kann ich wieder in wenigen Stunden, von einer Muse beseelt, etwas erschaffen, was mich zufrieden lächeln lässt: ja, ausgefallen genug!

Dieses rote Bikini-Top ist auf meiner Schaufensterpuppe entstanden. Die Nähpuppe ist ja immer noch von einem Kleid besetzt, dass seit April auf ein Paar Schlussgriffe wartet. Die Grundidee war einen Kreise-BH zu erschaffen (also weg vom Dreieck), die jedoch auch wirklich Kreise bleiben und nicht von Rand und Schnur verformt werden.

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Damit ich eine Grundlage für die Stecknadeln bekomme, habe ich der Puppe erst einmal ein anderes Top  angezogen und darauf meine Häkelteile gepinnt. Die Schnüre sind dehnbar gewesen, also musste ich sie auf der Puppe dehnen und häkeln.

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Die Fäden habe ich schnell vernäht und tadaaaaa: das Top erstrahlte rund und feurig auf der Puppe:

Roter BH - Kreise

Rot steht allen Hauttypen gut, findet ihr nicht?

Hallo Sommer! Die Frau in Rot kommt, um die Welt zu besänftigen :))

Ich war übrigens lange auf der Suche nach passenden Garnen. Nach eingehender Beratung in meinem lokalen Wollladen habe ich mich für ein Garn aus Viskosekern mit Seide umhüllt entschieden, das sich wunderbar dehnt und deshalb sehr gut als Bikinigrundlage dienen kann. Die Schnüre sind aus diesem Garn gahäkelt. Für die Cups habe ich den Classico von Lana Grossa genommen, ein wunderbar glänzendes Baumwollgarn. Beide Garne passen farblich gut und ergänzen sich gegenseitig durch ihre Stärken: Glanz und Dehnbarkeit.

Mal sehen, vielleicht kommt bald ein Höschen dazu 🙂

Bis bald mit neuen Abenteuern,

eure Bennelle

Die bunteste Beuteltasche aller Zeiten

Heute habe ich eine Regenbogen-Beuteltasche fertig gestellt. Voller sonniger Farben und unglaublich energieaufladend!

Der Beutel ist super einfach herzustellen. Man fängt mit dem runden Boden an und häkelt im Kreis (Spirale oder in geschlossenen Kreisen), bis man die gewünschte Größe erreicht hat.  Mein Boden hat 27-28 cm im Diameter – das finde ich optimal.

Ich habe mit 13 Machen im magischen Kreis angefangen (ihr könnt eine beliebige Zahl nehmen). In der 2. Reihe nimmt man in jeder M. zu, in der 3. R. in jeder 2.M, 4.R. in jeder 3.M. usw … Überprüft einfach, ob der Kreis flach bleibt. Bei Stäbchen verteilt sich der Kreis anders als bei festen Maschen.

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Wenn ihr einen sehr festen Boden bekommen möchtet, solltet ihr feste Maschen verwenden. Ich habe einen weicheren hergestellt, indem ich meine geliebten Stäbchen gehäkelt habe. Jede Reihe bedeutet Farbwechsel.

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Mit einer superdicken gelben Wolle habe ich einen Schmuckrand angebracht. Aber  wenn ihr eher die reine Beutelform anstrebt,  häkelt ihr einfach fröhlich ohne Zunahmen weiter.  So entsteht übergangslos der Rand des Beutels.

Man kann den Rand fest und dicht häkeln oder verschiedene Häkelmuster verwenden, damit der Beutel luftiger und interessanter wirkt. Ich habe einige Reihen mit dem sog. V-Stich gestaltet. Er geht so: 2 Stäbchen in dieselbe Masche der Vorderreihe häkeln, eine überspringen usw. In der nächsten Reihe häkelt man wiederum 2 Stäbchen zwischen den Stäbchen, die man zusammengebracht hatte, eine M. überspringen usw. Wenn man zwischen den beiden Stäbchen eine Luftmasche häkeln, wird der Stich gestreckter und loser.

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Den entstandenen V-Raum kann man auch für andere Muster benutzen.

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Bei allen Mustern, die man variiert, solltet ihr bedenken, dass die Anzahl der Maschen IMMER gleich bleibt.

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Und dann kann man wieder zum V-Stich zurückkehren.

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Hier habe ich feste Maschen in der Hinterlasche der Vorderreihe gehäkelt. So entsteht dieses Quermuster.

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Wenn die gewollte Randhöhe erreicht ist (bei mir ist sie 30 cm), zählt 10 Maschen ab und dann symmetrisch 10 Maschen auf der anderen Seite. Man kann sie mit einem andersfarbigen Faden durchfädeln. Er dient als Markierung. Häkelt dann weiter die 10 Maschen hoch. Ihr könnt die Farben weiter wechseln oder eine beibehalten. Ich wollte keine Fäden mehr vernähen, deshalb bin ich bei Rot geblieben.

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Da sich Häkelbeutel enorm ausdehnen, habe ich den Henkel nur 65 cm lang gemacht und an der markierten Stelle (die 10 Maschen auf der anderen Seite) durch Kettmaschen von der inneren Seite mit dem Beutelrand verhäkelt. Dann umrundete ich Henkel und Beutel von beiden Seiten mit festen Maschen in Blau und Gelb. Ihr könnt diesen Schritt weglassen oder mehrere Farben hintereinander verwenden. Der Henkel ist mit 12 M. dick und stabil genug, um den Beutel samt Inhalt auszuhalten und sich angenehm auf der Schulter zu fühlen.

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Hier noch einmal der runde Boden:

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Oh, diese bezaubernden Farben!!!

Vielleicht sollte ich gleich mit dem nächsten Beutel anfangen. Oder einen Sonnenteppich häkeln. Oder lieber eine riesige Sonnenblume? Mal sehen.

Den Beutel gibt es ab heute in meinem DaWanda-Shop.

Viel  Freude am Sommer und frohes Häkeln wünscht euch

eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefilzter Übertopf mit Schmetterling

Auch wenn der Sommer nach Spitzenmustern und hautaktiver Kleidung verlangt, schwirrt in meinem Kopf in letzter Zeit der Gedanke, dass ich lange nichts mehr gefilzt habe. Bald werde ich bestimmt wieder soweit sein.

Jetzt wollte ich euch nur zeigen, das Häkelteile, die man ursprünglich für Taschen bestimmt hat, leicht in Übertöpfe (Kübel) verwandelt werden können. Ich habe mich an einigen Größen versucht. Hier sieht ihr meinen Schmetterling-Kübel.

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Das war mein erster Filzkübel. Besonders viel Spaß hatte ich an der Kräuselung um den Hals herum:

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Rundherum habe ich große Punkte nadelgefilzt, in verschiedenen Farben natürlich :))

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Nach dem Waschgang haben sich die Kreise ein bisschen verformt, aber das ist nicht so wichtig.

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Durch das doppelte Filzen hat dieser Kübel eine enorme Stabilität bekomme. Ich habe ihn auf Messen als Aufbewahrung oder Deko für meine Schmucksachen mitgenommen, er ist vielseitig anwendbar. 

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Meine Tochter wollte nicht, dass ich ihn verkaufe. Auf Dawanda hat er drei Monate lang keine Beachtung bekommen, also nahm ich ihn raus. Jetzt ist er immer noch verkäuflich, dient jedoch als Schmucktopf.

Mehr über Filz, Kübel und Taschen werde ich bald wieder berichten,

eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnelle Geschenke aus Sockenwolle

Heutzutage hat die Sockenwolle die schönsten Farbverläufe. Manchmal kann man sie sogar gezielt einsetzen (wenn der Hersteller ein bisschen nachhilft und Fotos von gestrickten Socken oder Anleitungen zur Verfügung stellt). Ich kann dem Anblick von schönen Farben nicht widerstehen und kaufe ab und zu je ein oder zwei Knäuel Sockenwolle, aber nicht um Socken zu stricken, sondern etwas Schönes daraus zu häkeln.

Vor einem Monat hat meine Tochter für eine Mitschülerin Ohrringe aus Ton gemacht und mich gebeten, einen kleinen Beutel für die Ohrringe zu häkeln.

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Ich habe sie gebeten das Garn dafür auszuwählen und siehe da, sie reichte mir die Sockenwolle. So entstand ein süßes Beutelchen:

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Der Beutel besteht aus Stäbchen, die immer in die hintere Maschenlasche gehäkelt werden. Bei der Größe dachte ich an ein Handy, sodass das Geburtstagskind nach der Bescherung eine praktische Verwendung für die Tasche hat.

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Die Blume ist ein Seestern.

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Das Geschenk war ein voller Erfolg.

Und wenn ein Mann beschenkt werden soll und schon alles hat, kann man für ihn eine Fliege aus Sockenwolle häkeln.

Da ich seit einer Woche total auf der tunesischen Welle treibe, habe ich gestern diese Fliege angefertigt:

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Nicht nur der Farbverlauf ist eine Wucht, mich fasziniert die feste Struktur, die wie gewebt aussieht.

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Sockenwolle ist sehr fein, sie ist wie Lacegarn und kann nur mit kleinen Nadeln verarbeitet werden. Damit die Struktur so fest wird, habe ich die Wolle mit Nadelgröße 2 verhäkelt.

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Für die Fliege braucht man zwei Lagen der Fliegengröße, das wären 14×7 cm, da eine Schicht die Form nicht beibehält. In der Mitte kann man ein kleines Stück Band häkeln oder einfach die Wolle darum wickeln. Wenn ihr keine Fliegenclips habt (sie sind eine Rarität!), könnt ihr ein Band oder einen Broschenrohling hinten annähen.

Schöne Sommergrüße und viel Spaß beim tunesischen Häkeln,

eure Bennelle

Schmuck aus Plauener Spitze

Manchmal muss man einfach praktisch denken: alles, was gefällt, kann zu einem Schmuckstück verarbeitet werden. Da ich eine Puristin bin, neige ich Perlen und Steine zu vermeiden (was sich ändern kann). Aber Spitze, fertige Spitze passt doch so gut zum Häkeln.

Ich habe mich schon lange gefragt, ob man aus älteren Vorhängen oder Spitzendeckchen einzelne Motive ausschneiden kann, sodass sie doch noch die Form behalten. Tatsache ist, dass solche Spitzenteile so dicht bestickt sind, dass sie nicht auseinanderfallen. Man könnte die abgeschnittenen Kanten mit Kleber oder farblosen Nagellack blocken.

Hat man die gewünschten Motive und Formen, kann man sie mit einem Garn in einer ähnlichen (oder Kontrastfarbe) verhäkeln.

Ich habe ein Deckchen genommen, dass aus 9 Quadraten bestand. Daraus bastelte ich Ohrringe und Fußschmuck.

Die Ohrringe sind leicht gemacht: Ohrhänger und Verbindungsringe müssen vorhanden sein. Das Spitzenquadrat hänge ich an den Verbindungsring an, fertig:

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Für den Fußschmuck muss man eine Schleife für den Zehe häkeln (ich schlage für gewöhnlich zwischen 16 und 20 Luftmaschen dafür an) und dann die Schnürchen für das Umwickeln um den Knöchel: das wären im Schnitt 100 Luftmaschen. Enden gut verstecken durch Vernähen, fertig:

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Für das Verhäkeln von Spitze eignet sich feines Häkelgarn. Es lohnt sich die Farbe und die Garndicke mit der Farbnuance und der Spitzenstruktur zu vergleichen.

Den Spitzenfußschmuck kann man übrigens wunderbar auf der Hand tragen:

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Experimentiert ruhig mit Spitzen – die Einsatzmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Mal muss nur über den Zaun schauen.

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Tunesische Fliegen

Den Tag der Handarbeit (gestern) verbrachte ich leider nicht draußen, sondern zu Hause. Ich habe es total vergessen – wollte doch ein paar Mützen für die Tafel abgeben. Na ja, gearbeitet habe ich aber hart und zwar am TUNESISCHEN HÄKELN.

Anlass für meine Beschäftigung mit dieser besonderen Häkeltechnik war die Tatsache, dass ich meine geplanten Fliegen nicht fest und formschön genug hinkriegen konnte. Ich versuchte es mit einer Kombination aus Halbmaschen und Reliefmaschen, was bei einer dickeren Wolle und kleineren Nadel schon mal gelungen war:

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Doch ich wollte weiter gehen und neue und schöne Muster ausprobieren. Dann erinnerte ich mich an die tausendmal gesehenen tunesisch gehäkelten Arbeiten in den amerikanischen Häkelkreisen, wo ich tagtäglich schwimme. Ich habe sie immer leicht übergangen, da sie mir zu moderat und altbacken vorkamen. Aber für meinen Zweck wäre tunesisch doch eine gute Idee!

Ich habe mir ein paar Videos angeschaut und bin gleich zur Tat gestritten. Zuerst häkelte ich eine Fliege im herkömmlichen tunesischen Stil:

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Hier wird die Stabilität durch die doppelte Garnführung und der kleinen Nadel zusätzlich verstärkt.

Dann habe ich den Strickstich ausprobiert: herrlich!!!

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Das Maschenbild sieht von hinten so aus:

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Und so habe ich die Fliege hinbekommen:

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An den Rändern kann ich noch arbeiten. Aber das Maschenbild ist schön ebenmäßig, was ich mit zwei Nadeln nie so hinkriegen könnte!!!

Eine noch schönere Übung waren die Streifen, also Farbwechsel beim Strickstich:

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Ich spielte ein bisschen mit den Farben herum. Dann entschied ich mich nur für Streifen und beim Zurückhäkeln stellte ich fest, dass ich den Farbwechsel vertikal getrennt handhaben kann… d.h. viele Möglichkeiten sind gegeben. Auf dem Bild unten sieht ihr die getrennten Balken:

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Da ich doch kurzfristige abgeschlossene Projekte haben wollte, häkelte ich aus diesem Streifen die nächste tunesische Fliege:

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Auf diese Fliege bin ich echt stolz.

Aber zu brav wollte ich auf keinen Fall bleiben, also nahm ich einen Ball gröbster naturbelassener Wolle, die ich in Nessebar, Bulgarien vor 2 Jahren gekauft hatte und die sich ganz schlecht filzen ließ, und häkelte daraus meine nächste ungewöhnliche Fliege (natürlich wieder auf  Tunesisch):

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Sie ist doppelseitig, also zwei Mal gefaltet und zusammengehäkelt, dann mit dunkelroter Wolle umhäkelt. Von hinten sieht die FLiege so aus (ich verwendete dafür einen anderen tunesischen Stich):

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Den Mittelstreifen häkelte ich ein bisschen länger und dann fand ich diese Lösung: nicht Umwickeln, sondern zubinden und die Enden wie eine zweite Schleife festziehen.

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Wie findet ihr diese Idee?

Ich habe noch einiges produziert, aber wurde immer von der Tatsache eingeengt, dass ich für diese Technik doch spezielle Instrumente brauche: wenn man etwas häkeln möchte, das breiter als 10 cm ist, muss man sich die Verlängerungen für die Nadeln besorgen. Morgen versuche ich es in meinem Wollladen und werde sie euch zeigen.

Sonst bin ich total von diesen neuen Horizonten im Häkeln begeistert und bekam eine Menge neue Ideen.

Wenn ihr Interesse am tunesischen Häkeln habt, könnt ihr euch die nützlichen Videos von Redaktion Hug anschauen. Sie haben mir gestern beim Einstieg geholfen. Es sind mehrere kurze Videotutorials zum Thema, da es auch mehrere Variationen des tunesischen Häkelns gibt.

Nun wünsche ich allen frische Begeisterung und süße Träume, denn es ist in Berlin kurz nach 2 Uhr und ich muss ins Bett.

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Barett ist fertig und eine Fliege dazu

Es ist Zeit für sommerfrische Abenteuer und Arbeiten aus Schurwolle erscheinen gerade jetzt ein bisschen deplatziert. Aber ich hatte ja diese  Mützen-Set-Anleitung für Mama und Baby gefunden und wollte unbedingt nach der Babyvariante auch die Damenversion herstellen. Hier könnt ihr beide Versionen der Popcornmütze für Damen herunterladen. Die Baskenmütze erschien mir verlockender als die eng anliegende und ich wählte dafür Sockenwolle mit einem leichtem Farbverlauf – braun, von dunkel bis hell und umgekehrt. Ich freute mich auf ein schnell abgeschlossenes Projekt, da diese Wolle ein bisschen dicker war.

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Im Unterschied zu der Babyvariante wird bei dieser Mütze der Abstand zwischen den einzelnen Popcorns enger gehalten – man häkelt dazwischen nicht zwei, sondern nur eine Luftmasche. Zum Vergleich zeige ich euch noch einmal die Babymütze:

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Der enge Zwischenraum und die Dicke der Wolle machen die Struktur fester und weicher. Worauf ich mich sehr gefreut habe, war die Form:

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Baskenmützen kann man tiefer oder flacher tragen und so eine würde mir persönlich auch stehen. Ich bin sonst kein Mützenträger.

Beim Bund habe ich wieder etwas von der Anleitung abgewichen. Kettmaschen allein waren mir zu eintönig und ich dachte mir dieses Schachbrettmuster aus. Es sind Stäbchengruppen, die man in die untere Maschenreihe ansetzt, gefolgt durch feste Maschen.

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Mit und über den Kettmaschen angewendet, sorgt das Muster nicht nur für ein 3D-Effekt, sondern hält den Abschluss fest und dehnt sich nicht aus. Bei Baskenmützen ist es sehr wichtig, das sie sich an dieser Stelle nicht dehnen, sonst verlieren sie ihre Form.

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Leicht seitlich gekippt, wirkt die Mütze noch kecker.

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Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auf zusätzliche Verschönerung habe ich verzichtet, da die Mütze schon sehr strukturiert ist – alles andere würde sie überladen. In der Anleitung sind Holzknöpfe vorgeschlagen – bei einem glatten Kettmaschenbund wären sie auch angebracht.

Aus dem Rest der Wolle habe ich eine Fliege hergestellt:

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Die Fliegenclips sind schon bestellt und ich kann es nicht erwarten, sie einzusetzen. Dann werden eifrig Fliegen gehäkelt – die Kollektion wächst schon. Mehr davon erzähle ich in einem anderen Post

Und jetzt wünsche ich euch frohes Häkeln und ein wunderschönes Wochenende!

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Babymütze gehäkelt

Meine erste Babymütze ist fertig. Ich habe lange gezögert, da ich kein konkretes Baby damit beschenken kann oder mindestens die Mütze anprobieren könnte. Deshalb habe ich der Anleitung vertraut und doch einiges geändert.

Die Idee für die Mütze stammt von Stephanie. Es sollte ein Mutter-Tochter-Set entstehen. Da mein Baumwollgarn in Flieder nicht für zwei Mützen ausreicht, habe ich die Babyvariante erst einmal erstellt und die Mutter-Mütze braucht noch ein Paar Stunden Arbeit.

Matching crocheted mommy & baby hats

Die Mutter-Mütze in zwei Varianten kann man hier herunterladen (PDF-Dokument).

Die Anleitung für die Baby-Mütze könnt ihr hier anschauen. Ich habe mich an diese Version gehalten.

Die Mütze soll einem 6-monatigen Mädchen passen. Da es immer Unterschiede gibt, je nach Garndicke und Häkelnadel, habe ich das Bündchen abgeschlossen und einfach ausgemessen. Das ergibt den Kopfumfang – in meinem Fall waren es genau 40 cm.

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Dann habe ich mich entschlossen den Kettenmaschenabschluss noch einmal zu verschönern.

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Es erschien mir nur logisch, die dunkle Lilafarbe als letzten Strich anzulegen – das erfordert die Blume und das blass wirkende Flieder.

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Die Blume besteht aus Stäbchen mit je einer Luftmasche dazwischen. Zuerst wird der Kreis nur in Lila gehäkelt, dann kommt Flieder dazu – also noch einmal dieselbe Reihe in Stäbchen, oberhalb der Häkelarbeit. Dabei sticht man zwischen den Fliederstäbchen. Die Blume wird mit Lila abgeschlossen: eine feste Masche verbindet die zwei Farbschichten und zwei oder drei Luftmaschen sorgen für einen Blütenbogen. Fertig.

Bald wird die Erwachsenenvariante fertig – in Sockenwolle!

Viel Spaß beim Häkeln,

eure Bennelle

 

 

Tabelle für Kreise und Kugeln

Wenn man sich einigermaßen selbständig in der Häkelwelt bewegen kann, möchte man auch selbst Muster und Formen entwickeln. Ich arbeite fast ausschließlich im Kreis und passe mich den Umständen an. Grundwissen muss man aber haben und am besten wäre ein Hilfsmittel, das immer zur Hand ist, damit der Kreis nicht teuflisch wird. Ich hatte heute das Glück diese wunderbare Tabelle bei Anett  zu entdecken. Sie hat sie freundlicherweise auf ihrem Blog  zur Verfügung gestellt.  Nicht nur das, sie erklärt sie auch ausführlich. Besonders wichtig sind neben den Zunahmen die Abnahmen (z.B. beim Häkeln von Mützen) – und die gehen so: man liest die Tabelle von rechts nach links. Mehr Nützliches und Schönes aus der Häkelwelt gibt es auf www.ribbelmonster.de.

Schuhe aufpeppen – mit der Serviettentechnik

Ich habe die Serviettentechnik ein einziges Mal ausprobiert und es war ein Desaster. Vielleicht lag es daran, dass ich, getrieben von meiner Tochter, die feine Papierlage auf Stoff legen musste. Aber Pumps sollten doch gehen, sie bieten eine mehr oder weniger feste Unterlage. Ich nehme an, dass Schuhe aus echtem Leder nicht so sehr für die Serviettentechnik geeignet sind. Eher Synthetik und Lack.

Das Tutorial (in englischer Sprache) mit verständlichen Bildern habe ich hier entdeckt.

Sollte jemand kein Englisch verstehen, sind die Bilder leicht zu folgen. Wichtig dabei ist, dass die Schuhe nach der ersten Kleberschicht über Nacht trocknen müssen und dann, ja erst dann wird die Spitze erneut mit Kleber bepinselt und muss ganze 24 Stunden trocknen. Also wenn ihr die Schuhe ihrer Tochter schnell mal verschönert, bedenkt diese Zeitverzögerung.

Für diese Highheels hier müsst ihr auch noch die Farbe dazu haben.

Schuhe in Serviettentechnik

In der Anleitung  (auf Deutsch!) steht, dass man die Schuhe erst einmal mit wasserfesten Farbe grundieren muss. Nach 24 Stunden kann weitergearbeitet werden.

Besonders auffällig und individuell sehen diese Schuhe aus:

Was haltet ihr von einem Set aus Schuhen und Tasche?

Hier findet ihr die Anleitung dafür.

Natürlich kann man Hausschuhe auch mit Servietten zum neuen Glanz verhelfen. Was haltet ihr von diesen Katzenlatschen?

Die Anleitung dafür habe ich hier entdeckt. Bevor ihr euch an die Arbeit macht, lest diese Tipps dazu:

Neue Hausschuhe einige Wochen tragen, bis sie geschmeidig und weich werden. 
Das weiße Leder mit Schmirgelpapier gut einreiben, bis das Leder ganz rau wird. 
Die Servietten ausschneiden und mit Serviettenkleber aufkleben. 
Die Zwischenräume mit Acrylfarbe angleichen. 
Mit Klarlack 2 – 3mal lackieren.“

Das zum Thema Leder als Unterlage.

Allen SchuhliebhaberInnen wünsche ich viel Spaß beim Basteln.

Eure Bennelle