Das Bikinihöschen

Man wartet manchmal sehnsüchtig nach Aufträgen und wenn sie endlich da sind, rast das Herz. So ist es ebenfalls bei mir. Kundenaufträge sind so eine Sache – zwar hat man die Bekundung, dass das Produkt abgenommen wird, aber da es sich um Einzelstück handelt, weiß man nicht, ob es dem Kunden doch gefällt.

Ich habe vor 2 Tagen eine Anfrage bekommen, ob ich zu diesem Bikinitop das passende Höschen häkeln könnte:

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Aber klar. Ich hatte mich eigentlich bis jetzt vor den Höschen verdrückt, da sie nicht so leicht zu handhaben sind. In meinen Online-Shops und in der Galerie „Tops“ findet ihr nur Bikinitops und keine komplette Ausstattung. So viele unterschiedliche Körper mit ihren eigenen Formen und Frauen mit verschiedenen Vorlieben. Zwar habe ich Höschen gehäkelt, aber nie war ich wirklich glücklich damit.

Ein Auftrag – eine konkrete Aufgabe. Also habe ich erst einmal das Garn wieder besorgt (und die allerletzten 3 Knäuel im Laden für eine Woche reserviert!) und dann auch Elastikfaden gekauft.  Es heißt Strick-Elastic und sollte zur besseren Elastizität des Höschens beitragen. Immerhin war das Hauptgarn reine Baumwolle, die sich ziemlich verformt, wenn sie belastet oder befeuchtet wird. Ich weiß nicht, ob das eine kluge Entscheidung war – sie war gut gemeint, aber sehr unpraktisch. Der elastische Faden hat mir so viele Probleme beim „Mitlaufen“ bereitet, dass ich in Zukunft darauf eher verzichten würde.

Das Höschen sollte am Bund mit der Spitze des Oberteils anfangen und dann  nicht zu knapp ausfallen.  Nach einer langen Nacht und die Begrüßung der Sonne gegen 5 Uhr morgens entstand diese Höchstleistung:

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Die Sache mit der Spitze war nicht so leicht zu lösen. Ich entschied mich für diese Extra-Verlängerung nach unten – ein bisschen wie Peter-Pan-Kragen. Die Ränder habe ich doppelt umrahmt. Da der Farbverlauf des Garnes so lang ist, sieht man vorn nur das Apfelgrün, erst hinten entwickelt sich die Olive und das Braun.

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Die Frage mit den Bändchen habe ich so gelöst, dass zwei lange Bänder jeweils vorn und hinten durch die Spitze durchgezogen (für die bessere Justierung und Halt) und seitlich gebunden werden.

Ein Knäuel von Kappa color von Lang (50 gr) hat für das Höschen nicht gereicht. Ich habe für die Bändchen und z.T. für die Spitze zwei andere Baumwolgarne benutzt.

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Bei diesem eher dünnen Garn musste ich für den Bund mit der Spitze 60 Maschen anschlagen.

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Normalerweise häkelt man das Höschen von hinten nach vorn. Die engste Stelle für den Schritt habe ich hier mit 11 Maschen gehäkelt. Ich schätze, dass man bis 7 Maschen herunter gehen kann. Bei anderen, ausgeschnitteneren Modellen, muss man sogar bis 6 M herunter gehen. Bei dem Minikini z.B. reicht ein Knäuel satt für Top und Höschen. Natürlich ist er auch viel schneller gehäkelt. Aber die meisten Frauen ziehen eine moderatere Form vor, besonders bei den Höschen.

Meine Fensterpuppe verträgt die neu entstandene Kombination ziemlich gut 🙂

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Zurück zum Elastikfaden: was beim Top so toll ebenmäßig aussieht, konnte ich beim Höschen nur mit den festen Maschen im Schritt einhalten. Leider hat mich der Mitlauffaden bei den Halbstäbchen und Stäbchen ziemlich daran gehindert, ein ebenmäßges Maschenbild zu erreichen. Ich hoffe, die Kundin sieht darüber hinweg. Ich selber hatte heute den ganzen Tag Herzschmerzen vor lauter Nervosität. Ich mag eben gut ausgeführte Arbeit und habe mich total darüber geärgert, dass bestimmte Stellen löchriger geworden sind.

Die große Erleichterung kam, als die Kunden, den Fotos nach, das Höschen abgenommen hatte.

Dann hat sie auch über einen Fußschmuck nachgedacht. Ich wollte ihn passend zu dem Bikini gestalten, doch sie neigte zu einer anderen Farbe. Meine Annäherung an ihre Vorstellungen sah dann so aus:

Barfuß-Sandalen, rost

Ich habe schon das Gespür für den Fußschmuck entwickelt und es gelingt mir leichter neue Modelle zu entwerfen. Übung macht den Meister. In diesem Fall habe ich nicht Baumwolle, sondern ein dünnes Garn aus Polyacryl und Nylon verwendet. Super weich und federleicht. Häkelnadel Nr. 2,5.

Der Tag war lang und verregnet (der Regen trommelt auf unseren Dachfenstern schon seit 12 Stunden!) und deshalb verabschiede ich mich mit dem letzten Schluck Wein und wünsche euch

Gute Nacht!

Eure Bennelle

P.S. Die Barfuß-Sandalen sind hier zu erwerben. Und hier findet ihr noch ein Paar Fußschmuck von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schicker Mantel aus Granny Squares

Was haltet ihr von dem Mantel auf dem Foto oben? Ist er nicht herrlich? Sieht kompliziert aus, nicht wahr. Eigentlich besteht er fast nur aus Granny Squares, diese Quadrate, die wir normalerweise als total altmodisch und omahaft abtun.  Aber wenn die Farben richtig zueinander passen, fallen alle Vorurteile weg und es bleibt nur die Bewunderung für die Künstlerin.

Zu dem Mantel bin ich auf Umwegen gekommen. Ich habe vorgestern ein ganz besonderes Oma-Quadrat im Internet entdeckt:  das sog. Granny Square „Somalia“ od. „African flower“ und verliebte mich auf der Stelle darin.

Ich habe sie in einem Blog als Meditationsmandala gefunden und gleich nachgehäkelt. Ich habe mich im Nu darin verliebt. Eine sehr schöne Videoanleitung dafür hat Elizza auf Youtube eingestellt. Sie ist in englischer Sprache. Ich war bemüht, eine deutschsprachige Anleitung zu finden (für alle, die die englische nicht folgen können), aber blieb bei diesem Bild hängen: Name auf Deutsch unbekannt.

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Wenn jemand von euch die Bezeichnung auf Deutsch kennt, wäre ich sehr dankbar für eine kurze Notiz oder Kommentar.

Der Mantel

Den wunderschönen Mantel habe im Blog der Rumänin Eveline Salt entdeckt. Hier ist eine farblich noch beeindruckendere Variante:

Eveline teilt in wenigen Bildern mit, woraus der Mantel besteht und wie die Ärmel vernäht werden. Fortgeschrittene Häkler können den Mantel entziffern. Ich bin ziemlich beeindruckt von ihm und könnte es versuchen, aber in einer kürzeren und leicht abgeänderten Form.

Und auf diesem Foto sieht ihr die ganz normalen Oma-Quadrate:

Übrigens…

Und wenn ihr Lust auf farbige Akzente in der Wohnung habt, könnt ihr diese kostenlose deutschsprachige PDF-Anleitung  herunterladen und prächtig bunte Kissen aus diesen Quadraten häkeln.

Ich arbeite momentan an drei Projekten, die ähnliche Motive aufweisen. Es fasziniert mich die Vielfalt an Farben und Häkelmuster, die dabei entstehen können, und die schier unbegrenzte Art der Formen, die man erreichen kann.

Gute Nacht von mir und frohes Häkeln,

Eure Bennelle

Rosen häkeln

Vor ein paar Tagen habe ich eine Menge Rosen gehäkelt und meine ersten Broschen hergestellt. Wenn ihr eine wirklich beeindruckende Rose erschaffen wollt, dann wählt ein besonders schönes Garn, das schön edel glänzt. Microfaser und Seide, sowie Viskose haben diese Eigenschaft.

Eine Rose zu häkeln ist keine hohe Kunst. Es ist wirklich einfach.

Mein Rezept dafür:

Garn, Häkelnadel mit der empfohlenen Größe, Schere, Polsternadel.

Für die Brosche braucht man dazu noch einen Broschenrohling.

Häkeln

0. Luftmaschenkette mit 30 Maschen häkeln.

1. R. Ein Stäbchen in die fünfte Masche vom Ende mit der Nadel häkeln, eine Luftmasche und ein weiteres Stäbchen in die selbe Masche häkeln, eine Masche überspringen und in die übernächste „1St., 1 LM, 1St.“ häkeln. Eine Masche überspringen und das Muster bis zum Ende der Reihe wiederholen.

(Lasst euch von der Zahl der Maschen auf dem Foto nicht ablenken, da ist eine kleinere Rose mit nur 20 M. abgebildet. Später stellte ich fest, dass die Rose üppiger aussieht, wenn 10 Maschen mehr gehäkelt werden. )

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2. R. In das Loch zwischen den zwei Stäbchen, die von einer Masche ausgehen, 4 Stäbchen häkeln.

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In das zweite Loch 5 St., in das 3. Loch 6 St., in das 4. 7 St.  usw.  – je ein Stäbchen mehr häkeln.

Da das Loch nur eine begrenzte Anzahl von Stäbchen aufnehmen kann, häkelt je ein Stäbchen mehr, bis es nicht mehr geht und wiederholt die höchste Zahl Stäbchen bis zum Ende der Reihe.

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Fertig.

Wickeln

Beim Wickeln der Rose ist es wichtig, von der kleinsten Blüte anzufangen und  immer darauf zu achten, dass der Rand vom Boden aus immer sichtbar ist. Es bildet sich ein spitzer Berg. Zieht den Faden, der aus der Mitte kommt, heraus, damit ihr ihn später für das Vernähen benutzen könnt.

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Vernähen

Jetzt nehmt den Faden vom größten Blatt ganz oben und vernäht die Rose mit der Polsternadel, indem ihr immer quer stecht und nicht zu fest zieht.

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Schneidet dann den Rest des Fadens ab. Mit dem Faden, der von der Mitte ausgeht, vernäht ihr die Rose an eine Grundlage oder an den Broschenrohling.

Brosche

Für die Brosche braucht ihr außer der Rose, einen Broschenrohling. Solche gibt es im Bastelladen und im Internet (meine Rohlinge habe ich bei Dawanda gekauft).

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Es genügt, den Faden je einmal durch die Löcher des Rohlings durchzuführen.

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Benutzt die ganze Länge des Restfadens (ich lasse immer 15-20 cm übrig), um die Brosche fest zu nähen.

Umdrehen, anstecken:

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Als Ring ist die Rose sogar noch beeindruckender (für den Ring eignet sich besser die Variante mit 20 Luftmaschen):

Rosenring

Meine Broschen sind schon bei Etsy zu erwerben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachhäkeln und Verschönern.

Eure Bennelle

Ausschreibung für einen Schal

Oh ja! Noch eine Herausforderung!

Alle, die Spaß am Häkeln haben, können sich an der Aktion vom Garnhersteller Red Heart beteiligen. Es gilt diesen schönen Motivschal zu häkeln. Eure Arbeit muss bis zum 30.06.2013 fertig sein. Es winken Garnpakete und andere Überraschungen, die unter den eingesendeten Bildern verlost werden.

Die kostenlose Anleitung zum Schal (auf Englisch) gibt es zum Herunterladen hier: http://www.redheart.com/files/patterns/pdf/LW3336.pdf

Und die Info über die Aktion samt Einführungsvideo mit Michael Sellick findet ihr hier: http://thecrochetcrowd.com/challengess.html

Vielleicht mache ich auch mit. Ich wollte schon lange Motive ohne Unterbrechung häkeln lernen. Hatte mir sogar mehrere Videos und Bilder dazu angeschaut. Im Prinzip war es klar, aber dann doch zu anstrengend. Diese Herausforderung gibt mir den Antrieb, meine Ängste zu überwinden und endlich auch diese kleine Hürde zu nehmen.

Macht ihr auch mit?

Eure Bennelle

 

Gemüse zum Schreiben

Wie gesund schreiben wir? Wenn wir überhaupt etwas per Hand aufschreiben… Ich habe schon längst festgestellt, dass ich meine Handschrift fast nicht mehr erkennen kann – so verwachsen bin ich mit der Tastatur!

Vor einiger Zeit habe ich etwas so Erfrischendes entdeckt, dass ich es gleich „Neu“ häkeln musste: Gemüsehüllen  für Kugelschreiber oder Bleistifte. Zuerst häkelte ich den Rumpf einer Möhre nach und dachte mir das Grünzeug selbst aus, dann schuf ich ein Brokkoli-Röhrchen, worauf ich sehr stolz bin.

Vegetarische Schreiber

Die Idee und eine Anleitung für Möhren und andere Gemüsesorten habe ich bei Twinkie Chan gefunden. Für das Röhrchen braucht man einen Magischen Kreis, in den man 6 feste Maschen häkelt. Weiter geht es wie beim Amigurumi-Häkeln in Spirale ohne Abschluss einzelner Reihen. Man häkelt nur feste Maschen. Da das Röhrchen eng ist und man sich leicht verzählen kann, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn man den Stift schon mal hineinführt und um ihn herum weiter häkelt.

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Den Brokkoli-Kopf habe ich nach Gefühl gestaltet. Man kann sich so einiges Ausdenken. Viele Gemüsesorten lassen sich so stilisieren, dass sie einen Stiel und einen Kopf bekommen.

Kugelschreiberhüllen oder Bleistifthüllen haben auch andere gehäkelt. Hier findet ihr Anweisungen und Ideen.

Bleibt gesund und schreibt eifrig weiter mit der Hand :),

eure Bennelle

 

 

Mandala häkeln

Meine neue Leidenschaft sind die Mandalas. Gehäkelte Mandalas haben die Besonderheit, dass jede Reihe in einer anderen Farbe gehalten ist und viele verschiedene Muster vertreten sind.

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Heute habe ich eine Mandala nach der Anleitung von Barbara Langer angefertigt und bin froh, dass ich einige neue Techniken gelernt habe. Ich habe ständig das Bedürfnis etwas Neues zu erlernen, anzuwenden und zu verändern. Die Mandala ist erstaunlich klein geworden (15 cm im Durchmesser), was mich überrascht hat. Man kann sie an die Wand hängen, oder an das Fenster, an die Tür… Über dem Bett kann sie als Traumfänger dienen. Die Farbwahl ist individuell. Ich habe einfach Wollreste verwendet, ohne auf eine besondere Farbkombination zu achten. Es war nur ein Übungsstück.

Die kostenlose Anleitung, die ich euch heiß empfehle, ist so schön bebildert, dass man die schriftlichen Erklärungen fast nicht braucht (erfahrene Häklerinnen brauchen oft nur einen Blick auf das Häkelstück, um die Machart zu verstehen). So sieht das Original dazu aus:

Im Blog von Barbara werdet ihr noch viele interessante Projekte entdecken.

Ich bleibe noch auf der Mandala-Front und melde mich bestimmt bald mit meinen Entdeckungen.

Frohes Nachhäkeln wünscht euch

eure Bennelle

Barfuß-Sandalen häkeln

Manchmal sind Zufälle echt unheimlich.

Ich wollte gerade einen kurzen Artikel zur Anleitung für Barefoot Sandals schreiben, die ich gestern entdeckt habe, und siehe da, es fliegt mir die Info aus einem deutschen Blog zu. Ich beäugle diese Fussdekoration schon sehr lange und wollte schon ewig auch selbst kreativ eine oder mehrere solche gestalten. Gestern habe ich den Anfang gemacht, aber war nicht zufrieden. Heute habe ich anhand von mehreren Anleitungen, die ich gesammelt und angeschaut (Video) habe, meinen eigenen Fußschmuck gehäkelt. Und so sehen meine Barfuß-Sandalen aus:

Mein Fußschmuck

Zwar habe ich jetzt meine eigene Variante erstellt, aber die Anleitung dazu gibt es noch nicht. Außerdem möchte ich noch mit verschiedenen Garnen und Mustern herumexperimentieren, bevor ich eine Anleitung schreibe.

Aus diesem Grund biete ich euch eine kleine Sammlung von Anleitungen an, die euch helfen, selber Fußschmuck zu häkeln:

1.

Nicole hat nicht nur parallel mit mir gedacht, sondern auch was getan: sie hat auch nach Mustern gesucht, nicht zufrieden damit gewesen und ein Paar sehr schöne Sandalen gestrickt. Die Anleitung dazu könnt ihr  in ihrem Blog nachlesen. Wohlbemerkt: diese Fußdeko ist gestrickt, nicht gehäkelt!

 

2.

Bei meiner Suche nach kostenlosen Anleitungen bin ich auf mehreren gestoßen, aber eine hat mir besonders gefallen, und zwar diese von Julie King.

 

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Sie hat sich darauf spezialisiert, diese Art Sandalen zu häkeln. Außerdem hat sie sich fest vorgenommen, jeden zweiten Tag neue Muster zu entwickeln. Den Vorsatz mit der Musterentwicklung werde ich bald auch irgendwo fest anschlagen und danach weiter arbeiten. Nur muss ich zuerst die Kunst der Verschriftlichung solcher Muster auf Deutsch und Englisch erlernen.

Zurück zu den Sandalen: hier könnt ihr die Anleitung nachlesen.

3.

Eine andere Version der „unsichtbaren Sandalen“ mit nur einem Strang und Holzperlen  zeigt  Michael Sellick   in seinem Youtube-Tutotial. Sehr einfach, klar nachvollziehbar und einfach schön. Die Holzperlen kann man beim Bastelshop erwerben oder eine billige Kette auseinandernehmen… Hier geht es zum Video.

 

4.

Wenn man genug kann und gleich selber die Sandalen kreieren möchte, braucht man trotzdem eine grundlegende Informationen, z.B. wie man den Fuß abmisst und die einzelnen Teile der Sandalen ausrechnet. Dazu habe ich ein Videotutorial entdeckt. Schaut einfach hier rein.

5.

Die Dreieck-Variante in der einfachsten Form bekommt ihr in diesem Videotutorial erklärt. Das Schöne bei den Videos ist immer die zusätzliche Information, also kleine Feinheiten und Details, die man mitbekommt. Und man kann das Video immer stoppen und zurücklaufen lassen, damit man alles nachvollziehen kann.

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Die Granny-Square-Variante des Dreiecks oben zeigt Claire (die Stimme hinter bobwilson123) in einem anderen Tutorial auf Youtube.

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Clair bietet eine Vielfalt an kostenlosen Häkelanleitungen auf ihrem Blog (http://www.bobwilson123.org/) an.

Das war meine kleine Barfußsandalen-Zusammenstellung. Ich hoffe, ihr habt Spaß daran und vor allen Dingen NUTZEN!

Schönen Gruß,

Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Top wie zwei schweizer Berge

Immer noch unter der Wirkung der Farbaktion von Dawanda  „MaiLove“, habe ich gestern ein neues Weiß-Rot-Produkt kreiert: die zwei schweizer Berge. Es war für mich sehr logisch, auf die schweizer Flagge zu kommen. Die Umkehrung der Farben ergäbe dann das Rote Kreuz, aber ich wollte keine Krankenschwesterunterwäsche häkeln.

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Die Schnürung in der Mitte kann frau übrigens entfernen, wenn sie es nicht so zugeschnürt mag.

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So sieht das Top eleganter aus, finde ich. Die Kreuze habe ich zusätzlich aus weißer Baumwolle gehäkelt und aufgenäht. Es wäre zu kompliziert das Muster auf diese Form auszurechnen. Eigentlich könnte man dafür Stoff oder Bändchen benutzen, das hätte die Arbeit sehr erleichtert.

Jetzt bin ich wirklich gespannt, was ihr darüber denkt. Ich würde dieses Top Frauen mit viel Sinn für Humor zutrauen. Oder einer schweizer Frauenmannschaft. Beach-Volleyball kann ich mir gut darin vorstellen.

Würde eine Lokalpatriotin meine Doppelflagge auch tragen? Keine Ahnung.

Für alle, die auf der Suche nach brauchbaren Bikinitop-Anleitungen (ohne schweizer Akzent) sind, kann ich die von Teresa auf Youtube empfehlen (auf Englisch, mit Anweisungen in Textform in der Beschreibung). Ich experimentiere seit einem halben Jahr mit allen möglichen Körbchen-Formen und Häkelmustern und habe für mich festgestellt, dass das Häkeln im Dreieck vom Zentrum aus ein sehr schön geformtes Cup ergibt.

Eure Bennelle

Überwurf oder Teppich?

… das ist die Frage.

Wer meinen Teppich-Blog (dieteppichmacherin.wordpress.com) verfolgt, weiß von meinem Maiteppich (in Progress). Für alle anderen: ich habe eine runde Decke aus Filzwolle gehäkelt, die momentan stolze 2m im Diameter misst.

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Ich werde vielleicht noch 10 cm zulegen und wollte die Decke verfilzen, damit sie zum Teppich wird (wie alle meine Filzteppiche). Doch dann wird sie natürlich schrumpfen und höchstens 150 cm erreichen. Höchstens. Ich habe den Vorteppich gestern über unseren großen Sessel geworfen und wenn ich die Wohnungstür aufmache, fällt die Decke sofort auf: wunderbar bunt und strahlend.

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Nun frage ich mich, ob ich die Decke so lassen oder sie zu einem Teppich verfilzen soll. Die Entscheidung fällt mir schwer.

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Was meint ihr dazu?

 

 

1001 Nacht

Schwarz wie die Nacht und leuchtend wie der Mond ist mein neues Bustier. Ich habe es heute Vormittag fertiggestellt und freue mich sehr wie schön es geworden ist.

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Ich habe die Körbchen zuerst kleiner gehäkelt, um Platz für die Umrandung zu lassen. Dann habe ich mir überlegt, wie sie genau aussehen soll. Die großen Wellen, für die ich mich entschieden hatte, haben dann dieses Treppenmuster ergeben. Ganz zufällig, natürlich.

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Da das Garn diese Metalleinsätze hat, wollte ich keine Spitzen, sondern eine klarere Linie erreichen.

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Zum ersten mal habe ich die Träger als natürliche Verlängerung des Körbchens gehäkelt und das Ergebnis lässt sich zeigen.

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Schwarz wie die Nacht. Und dann dachte ich an die wunderschöne Frau, die bezaubernd aussieht und 1001 Nächte hintereinander den Schach mit ihren Märchen verzaubert.

Das Garn war ein Zufallsfund und es sind kleine Reste geblieben. Das Top wird so nie wieder erscheinen.