Häkeln als Fitness

Die ehrwürdige alte Dame auf dem Foto zählt nicht zu meinen Erfolgsgeschichten, da sie keines ihrer Strick- und Häkelwerke jemals verkauft hat. Sie häkelt und strickt, um sich fitt zu halten. Ihr Name ist Rose McCann und sie sträkelt seit ihrem 12 Geburtstag. Heute ist sie 101 Jahre alt und ihre Stadt WATERTOWN feiert sie als überzeugte Republikanerin. Wie amerikanisch!

Ich hätte gern mehr von ihr erfahren – wie sie gelebt hat, wen sie beschenkt hat, was sie alles hergestellt hat. Leider gibt die kurze Meldung  von http://www.rep-am.com keine weiteren Angaben. Es ist ja auch ein politisches Medium. Hält die politische Überzeugung auch fitt? Eine gewisse, meine ich?

 

Quelle: http://www.rep-am.com/articles/2013/04/15/news/local/717582.txt

Zweiter und letzter Frühling

Um es positiv auszudrücken, das Leben geht weiter. Gestern war mein erster Markttag als Aussteller und Verkäufer. Er fing mit viel Sonne, Vogelgezwitscher und gute Laute an. Meine Tochter half mir bei dem Aufbau und blieb die ganze Zeit bei mir. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.  Ich hatte die Nacht davor durchgemacht, die Henkel von drei Taschen endlich gehäkelt, vier Ketten finalisiert und einiges mehr. Die Visitenkarten druckte ich gegen 6 Uhr, nachdem die Sonne schon grell im Himmel stand.

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Am Postbahnhof angekommen (mit dem Taxi, da die S-Bahn nicht fuhr und der Bus erst viel zu spät zu erwarten war) erschien mir unser Standplatz der beste überhaupt: genau in der Mitte, gegenüber der Treppentür, sonnenüberflutet, nette Nachbarn, alles wunderbar. Da keine Zwischenwände vorhanden waren, konnten wir nur den Platz auf dem Tisch nutzen (er erschien uns viel, viel zu klein). Wir hatten zu viele Teile mitgenommen und hatten Schwierigkeiten einigermaßen ordentlich die Fläche einzuteilen: rechts die Bustiers, in der Mitte die Schmuckteile, links die viel zu vielen Taschen. Die Fensterpuppe mussten wir ohne die Arme herschleppen, da sie viel zu schwer waren. Sie bekam einen Sommehut, das türkisfarbene Neckholder-Top und 3 Ketten aufgehängt. Dazu noch 2 Taschen und 2 Schals.

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Das Dawanda-Team war super nett, hat uns Papiertüten geschenkt, die Schilder ausgeteilt und eine Kinderecke mit Bastelspaß aufgebaut.

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Die Dawanda-Verkäufer waren sehr aufgeschlossen, gut gelaunt und super nett. Unsere Nachbarn waren „Kritzelmädchen“. Als Frühlingsprodukt für die Messe haben sie diese schönen Filzblumen wie auf dem Foto unten gewählt, aber in ihrem Online-Shop auf Dawanda findet sich viel mehr als das.

Brosche "Sonnenanbeterin"

Hinter uns hatten zwei flippige junge Damen, reizend angezogen, einen schönen Schmuckstand.

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Am besten fand ich bei den „Disorderedkitten“ ihre zuckrigen Anhänger. Schaut euch diesen Donut aus ihrem Dawanda-Shop mal an. Ist er nicht zum Anbeißem?

Alle Shops waren einzigartig und irgendwie „dawanda“.

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Die Organisatoren vom Zweiten Frühling hatten für eine Männerlounge gesorgt, mein kurzer Blick hinein lieferte dieses Bild:

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Ob es gemütlich drin war, weiß ich nicht, aber die Männer hatten wenigstens ihre Ruhe… Daneben gab es einen Kinderbreuungsraum. Das Programm umfaßte einige Modeshows (echt nicht mein Geschmack), gut anmoderiert, doch das Publikum fiel mager aus. Stylisten sorgten für das kostenlose Angebot als Entschädigung für die 5-Euro-Tickets.

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Es wurde geschminkt, die Haare wurden zurechtgemacht und drei Mädchen bekamen neue Kleider…

Unser Stand mittendrin.

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Bei der lauten Musik konnte man nur tanzen. Ich habe die ganze Zeit stehend gehäkelt, getanzt, gelächelt. Es sind 3 Ketten und ein Paar Ohrringe dabei entstanden. Alles nur gute Miene zum bösen Spiel, denn weder ich, noch meine Nachbaren konnten etwas verkaufen. Kein einziger Verkauf! „Katastrophe“, hieß es hinter uns so gegen 16.00 Uhr am Nachmittag. Die Nachbarin von rechts sammelte ihre schönen Stofftaschen und verließ den Tatort zwei Stunden vor dem Schluss.

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Ich hatte den Eindruck, dass ich immer wieder dieselben Gesichter erblicke. Bald stellte sich heraus, dass die meisten Leute, die vorbei liefen und einen nett anlächelten, Kollegen sind, die die Runde machten. Die echten Kunden sind ungeduldig vorbei gehuscht, schlecht gelaunt und unheimlich (meinte meine Tochter). Lag es vielleicht an den teuren Tickets oder an dem Second-Hand-Markt in der unteren Etage, die diese Billigstimmung ausmachte? Ich fand alle Anbieter hier oben toll, doch irgendetwas stimmte nicht.

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Die Innenperspektive. Die Überlegung, ob es sich noch einmal lohnt einen teuren Stand zu mieten, der sich nicht auszahlt. Mein Kaffee ist kalt, ich bin müde. 36 Stunden nicht geschlafen. Die Hoffnung auf einen einzigen Verkauf…

Nicht dass es keine Kundengespräche gab, viele haben die Bikinitops gemustert und einige der Ketten angefasst. Einige kommentierten sogar: „Schön, sehr schön“, andere murmelten untereinander: „Die sehen trocken gut aus, aber wenn man mit ihnen ins Wasser geht, hängen sie schrecklich“. Wer sagt denn, dass die Häkelbikinis  baden gehen sollen? Ich würde sie gerade nach dem Baden anziehen, wenn ich den nassen Bikini loswerden möchte. Aber eigentlich sind die Bustiers, die ich mache, eher für sonnige Tage unter einem offenen, leichten Hemd oder für Partys und für das Tanzen gedacht. Salsa oder Bauchtanz wären perfekt.

Meine Freundin kommt kurz vor 18.00, um uns beim Tragen zu helfen und die Sachen nach Hause zu transportieren. Ihr geht es auch beschissen. Wir sollten einen Sekt darauf trinken, scherzen wir. Zu Hause angekommen, mache ich einen Abstecher zum Internetcafe um die Ecke und kaufe einen Kuchen und einen 2L-Orangensaft. Unsere Belohnung für die ganze Anstrengung. Geteilt durch 7, bekommt jeder ein Stück.

Ich nehme meinen 2-Jährigen mit ins Bett und er weckt mich am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr. Ich bringe ihn in die Küche, wo mein Freund schon frühstückt, gebe den Kleinen ab und schmeiße mich zurück in mein warmes Bett. Gegen 14 Uhr werde ich wieder geweckt, mein Freund hat einen dringenden Auftrag zu bearbeiten. Dusche, es geht irgendwie, mein Tag beginnt.

Das heutige Motto lautet „Be happy, don’t worry“. Ich sage mir, jetzt habe ich genug Ware, um meine Online-Shops aufzufüllen. Und das Leben geht weiter.

 

 

 

 

 

 

Flamenco Top

Ich bin schon ganz zittrig, es bleibt nur diese Nacht vor meinem ersten Event! Mein Schreibtisch und der Boden rund herum sind mit Wollknäueln überhäuft, ich finde den Weg zur Tastatur nur durch die Adlerperspektive 🙂 Dabei habe ich die Schreibarbeit für morgen noch nicht erledigt: die Produktliste machen, Etiketten drucken, Visitenkarten formatieren und ausdrucken, Preise gestalten… Mir fallen die Augen schon zu, aber ich muss es schaffen!!! Der Zweite Frühling soll mir zum großen Durchbruch verhelfen!

Euch wollte ich mein letztes Top nicht vorenthalten. Heute habe ich seine Fäden vernäht und morgen findet er hoffentlich schon einen neuen Besitzer :))

Flamenco-Top

Ich habe es Flamenco-Top genannt, wegen der Farben und wegen der Vorstellung, die ich beim Häkeln hatte, dass es so gut zu einem Flamencorock stehen würde: feurig und unwiderstehlich.

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Wünscht mir Glück, ich werde es brauchen! Das Wetter wird auf jeden Fall mitspielen, es soll sonnig und warm werden. Endlich Frühling!!!

Melonen-Ohrringe

Fruchtig sollte es heute werden, das war mein Plan für den Tag. Ich wollte die zwei letzten angefangenen Bikini-Tops zu Ende häkeln und vernähen und bis Sonntag nur Ohrringe und Ketten herstellen. Aber Pläne sind nur da, um gebrochen und vom Leben zu Nichte gemacht zu werden. Deshalb gelang es mir nur die schon in der Nacht davor gehäkelten Melonen zu falten und aufzuhängen und ein Bustier zu Ende zu häkeln. Viel mehr konnte ich heute nicht schaffen.

Meine Fensterpuppe hat einen sonderbaren Ausdruck. Ich habe ihr heute Abend einen luftigen Sommerhut verpasst. Er steht perfekt zum Bikini-Top. Vielleicht sollte ich dieses Ensamble genauso auf meinem Stand am 14.4. ausstellen.

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Ich habe mich an eine Kiwi-Version  als Ohrringe gewagt, doch die Farben waren nicht das Wahre. Eine Orange habe ich gehäkelt, die aber zu stilisiert geworden ist. Wie wäre es mit einer Orange als Ohrring, so echt wie auf diesem Bild?

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Eine Erinnerung an Vermeer und seinem Mädchen mit dem Perlenohrring… Fotografie von Sergej Lakutin.

Morgen soll alles besser werden. So schnell gebe ich nicht auf.

Eure Bennelle

 

Hanfblatt gehäkelt

Es erschien mir im Halbtraum, das Hanfblatt, das ich häkeln musste. Ja, musste. Manchmal muss ich bestimmte Dinge tun, es kommt vom Bauch oder von Oben, keine Ahnung. Also habe ich mich heute konzentriert, ein Paar Hanfblattbilder angeschaut und die Formel für mein Häkelblatt ausgerechnet. Es sind 7 Blätter, also  7 Luftmaschenketten: 5, 7, 9, 11, 9, 7, 5 Luftmaschen aus einem Kreis. Den Stiel nicht vergessen. Ich habe das Blatt durch einen Hauch Schwarz stabilisiert (Blocken mag ich nicht).

Für einen Ohrring ist das Blatt zu groß. Es kann aber als Anhänger, Schlüsselanhänger, Applikation oder Brosche gute Dienste leisten. Ich bin gespannt auf den Sonntag. Wenn ich es verkaufe, stelle ich es in meine Online-Shops ein.

Neckholder-Top in Türkis

Für das Top, das ich heute gehäkelt habe, habe ich extra Microfasergarn gekauft. Es fühlt sich glatt und angenehm kühl an und schimmert durch den glänzenden Mitlauffaden. Die Farbe kommt dem Türkis sehr nahe. Auf dem Foto kann sie ziemlich vom Original abweichen, je nach Lichtverhältnissen.

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Sexy Bustier aus Bändchengarn

Heute verbringe ich fast den ganzen Tag mit Vernähen von Fäden. Vier weitere Tops sind fertig und einige noch in Arbeit. Es ist der letzte Spurt vor meinem ersten Marktauftritt am 14.4. und ich bin total aufgeregt. Wenn noch jemand seinen ersten Marktauftritt plant, wird er womöglich diese kostenlose Quelle mögen, die ich eben durchgelesen habe. Es ist ein Guide für Erstaussteller (auf Englisch).

Zurück zum Bustier: bei diesem Modell habe ich die Körbchen rund gemacht. Ich experimentiere viel mit der Körbchenform und habe schon 5-6 verschiedene Arten in meinen Tops angewandt.

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Das Bändchengarn war eine Herausforderung für mich. Ich habe einiges ausprobiert, aber es schien nicht so recht dafür geschaffen zu sein. Bei dem Top entschied ich mich für diese Schnüre aus Luftmaschen.

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Ohne meine Schneiderpuppe hätte ich das Modell nicht so gut hinbekommen. Jedes meiner Tops ist an ihr entstanden und hat eine gute Passform.

Bald zeige ich euch die anderen Tops. Dies und vieles andere wird auf meinem Stand (Nr. 98) beim Zweiten Frühling, die Modemesse von und für Frauen im Postbahnhoft am Ostbahnhof in Berlin zu sehen sein. Das fashion exchange Event findet 14.4. von 11 bis 18.00 Uhr statt.

3D-Herz aus Wollresten

Hej, das ist keine Vodoo-Geschichte, hier blutet kein Herz. Aber… wenn jemand das Bedürfnis hat jemandes Herz bluten zu lassen, ist es seine Sache. Ich bin immer der Überzeugung gewesen, dass man alte Geschichten ruhen lassen soll. Und von Rache halte ich nichts – das ist für mich nur eine Energieverschwendung.

Nein, ich wollte euch nur zeigen, wie man ein kleines, gefülltes Herz zaubert. Eine der möglichen Verwendungen wäre als Nadelkissen. Sonst kann man es als Schlüsselanhänger, Deko, Schmuckdetail für eine Tasche oder eine kleine Aufmerksamkeit sein. Aus feinem Baumwollgarn gehäkelt, kann das Herz einen feinen Ohrring hergeben.

Herzohrringe aus Baumwollgarn

Herzohrringe aus Baumwollgarn

Dies ist eines der einfachsten Projekte überhaupt. Man braucht sehr wenig Garn und am besten eine Nadelgröße um0,5 od. 1 Nummer kleiner als die für das Garn vorgegebene, damit das Herz fester wird und die Füllung nicht zu sehen ist.

Ich habe mit 3 verschiedenen Farben gearbeitet, aber ihr könnt nur 2 nehmen und nur den Rand anders machen oder eben alles in einer Farbe ausführen.

Um ein Herz herzustellen, wird eine einzige Reihe gehäkelt. Wenn ihr ein 3D-Herz häkeln wollt, braucht ihr ein zweites Herz und ein bisschen Wollreste, Watte oder auch feine Streifen von alten Socken.

Die Bilder zu diesem Tutorium hat mein Stiefsohn geschossen und ich bin echt stolz auf ihn. Ich habe sie zu einer Diashow zusammengestellt in der Hoffnung, dass sie so besser die Arbeitsweise schildern.

Und so wird das gefüllte Herz es gemacht:

1.

Erstes Herz häkeln.

Eine Kette aus 4 Luftmaschen anschlagen und mit einer Kettmasche den Kreis schließen.

2 Luftmaschen anschlagen und im magischen Kreis 3 Doppelstäbchen, 4 Stäbchen, 1 Doppelstäbchen, 4 Stäbchen und 3 Doppelstäbchen häkeln und mit einer Kette aus zwei Luftmaschen in den Kreis einstechen und beenden.

Garn großzügig abschneiden, auf die untere Seite durchziehen, festziehen und mit dem ebenfalls festgezogenen Ende des magischen Kreises verknoten, dann mit der Stopfnadel sauber in die Verdickung des mittleren Kreises verstecken, abschneiden, fertig.

2.

Ein zweites Herz häkeln.

3.

Füllen

Ich behalte jedes kleine Stückchen Faden, Garn und Wolle, was von meinen Produkten abfällt. Jetzt habe ich eine tolle Sammlung und ein wunderbar weiches und anpassungsfähiges Füllmaterial.

Für das 3D-Herz braucht ihr gar nicht viel Füllstoff.  Macht die Probe mit dem Sandwich – beim Pressen sollte nur wenig Restwolle hinauslaufen.

Beide Herzen werden dann entweder miteinander vernäht oder Masche gegen Masche verhäkelt. Ich wollte einen schönen Farbigen Rand, deshalb arbeitete ich mit der Häkelnadel weiter.

An der unteren Spitze formte ich ein kleines Picot, bestehend aus 3 Luftmaschen.

Nach der Umhäkelung werden die Fäden vernäht. Ich habe einen längeren Faden abgeschnitten, damit ich einen Aufhänger für das Herz gestalte. Den restlichen Faden kreuz und quer durch die Füllung führen (locker, nicht festziehen!) und abschneiden. Fertig!

Das größere Herz auf dem letzten Bild ist mein liebstes Nadelkissen, das nach der Amigurumi-Methode gehäkelt wurde.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

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Geburtstagsgeschenke

Heute hatte die Tochter unserer Nachbarn Geburtstag und ich zauberte einige Geschenke für sie. Die Mütze häkelte ich, nachdem ich dieses interessante Muster auf Youtube entdeckt hatte. Nach einiger Anpassung für ein Kleinkindkopf wurde ein schickes kleines Teil.

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Da ich unsicher war, ob dem Mädchen diese Farben gefallen würden, habe ich eine leicht abgewanderte Kombination gewählt und ein Haarband gehäkelt.

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Die Muse hat mich gepackt und ich zauberte im gleichen Schritt noch ein weiteres Haarband mit einer Blume darauf. Die weiße Baumwolle wirkte so unschuldig und strahlend! Nach kurzem Überlegen bat ich meine Stieftochter das Haarband als Halsband anzuprobieren und war vom Ergebnis total begeistert.

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Schmuck aus Bändchengarn häkeln

Ich habe die Angewohnheit mir alle mögliche Garne zu kaufen, wenn ich etwas sehe, was mir ins Auge fällt. Das Blöde daran ist, dass ich natürlich nicht weiß, was ich konkret damit später anfange. Deshalb stapeln sich bei mir oft „Proben“, d.h. einzelne Knäuel, womit nichts Großes angefertigt werden könnte. Das Naheliegende in solchen Fällen wären Ketten, Halsbänder, Blumen, Ohrringe, also Schmuck.

Bändchengarn habe ich bis jetzt in meinen Teppichen einfach mitverarbeitet, ohne auf die besonderen Qualitäten des Bändchens zu achten. Ich hatte keine Ahnung was man sonst damit machen kann.  Erst kürzlich probierte ich einige Techniken aus. Oh, welche Pracht entwickelte sich vor meinen Augen! Zwei Tage habe ich herumexperimentiert und kann jetzt mein Wissen weitergeben.

Eine Halskette zu häkeln ist

ein überschaubares und sehr einfaches Projekt.  Die Länge bestimmt man selber. Und das Beste ist, dass sie aus einer einzigen Reihe besteht!

Als Erstes muss man das Garn entfalten, so dass man die ganze Breite vor sich hat. Dann nimmt man eine Häkelnadel Gr. 1 bis 4, je nach Größe der Löcher im Band. Um eine breitere Kette zu bekommen, häkelt man dicht am Rand.

Man sticht mit der Nadel kurz unter dem oberen Rand ein und führt sie einige Löcher weiter wieder heraus. Mit dieser Masche auf der Nadel sticht man 2 cm weiter wieder ein und nach 2 mm wieder raus. Man kann jetzt die zweite Masche über die erste gleiten lassen und auf diese Art und weise häkelt man weiter. Dabei bekommt man eine leichte Kräuselung.

Wenn ihr ein dichteres Bild bekommen wollt, dann holt ihr am besten 5 bis 7 Maschen auf die Nadel und zieht erst dann die letzte Masche durch die anderen.

Variiert man diese Techniken, entsteht eine Kette mit Büscheln, was auch wunderschön anzusehen ist.

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Die Enden kann man mit einem Knoten schließen, fest ziehen und kurz vor dem Knoten abschneiden. Wenn man das geschickt in der Kräuselung einbettet, sieht man das Ende nicht.

Wenn euch doch nicht klar geworden ist wie es geht, besucht mich einfach auf meinem Stand auf dem DaWanda-Gelände beim Zweiten Frühling im Postbahnhoft. Am 14.4. ab 11 Uhr gibt es da Mode, Handgemachtes, Flohmarkt und eine Kinderecke. Neben tollen Events wird da auch geschlemmt. Eine Modemesse von und für Frauen.

Ich nehme mein Bändchengarn mit und wer neugierig ist, zeige ich ihm persönlich wie man die Ketten herstellt.

Weitere Ketten dieser Art habe ich in meiner Galerie Schmuck hochgeladen.