Frohes Neues

Zurück aus der Versenkung versuche ich meine Gedanken zu sammeln und organisieren. Es gelingt mir immer noch nicht, mich mit dem Vorjahr zufrieden zu geben und mich neu zu orientieren. Deshalb folgen hier noch keine neuen Vorsätze und keine großartigen Pläne.

Diese unübersichtliche Zeit der Klärung und des Ausmistens benutze ich, um mich mit kleinen, neuen Details zu beschäftigen. Gemeint ist die irische Spitze.

Es gibt so viel zu lernen, so viel zu begreifen und verfeinern! Ansporn gibt mir ein konkretes Projekt mit meiner Freundin Ute Stephani, mit der ich ein neues Label gegründet habe: Bennelle & Stephani.

Das sind meine Experimente und Lieblingsmotive zur Zeit:

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Bald zeige ich euch auch einige Blättervariationen, die meinem Geschmack entsprechen. Es gibt so vieles im Internet und in alten Büchern, doch einiges wirkt auf mich altbacken und zu grob. Ich mag klare und texturbetonte Motive.

Aus den Blättern und Röschen kann man schnell Schmuckstücke herstellen:

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Rote Rosen: gehäkelte Ohrringe

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Kupferfarbene Ohrringe

In diesem Sinne häkle ich mich durch den Januar: langsam, gemütlich, unberührt von der Hektik vor dem nächsten Geschenk-Event Valentinstag.

Apropos St. Valentin: im nächsten Post zeige ich euch interessante Herzvariationen.

Bis bald,

eure Bennelle

 

 

Weihnachtsmarkt in Wedding

Das Flyer :-)

Auch wenn ich ganz am Rande von Wedding wohne (100 m von der Mauermarke und Pankow entfernt), bin ich eine Weddinger :)) Und wisst ihr was? Irgendwie bin ich stolz darauf! Aus diesem Grund, und weil ich für Lokalität und Nachhaltigkeit genau so zu begeistern bin, wie für Internationalität, habe ich gern die Einladung angenommen, an einem spontan entstandenen Miniweihnachtsmarkt in der Brunnenstraße 65 teilzunehmen.

Es wird ein schmuckes  kleines Team seine Kunstwerke anbieten und ich möchte euch den Besuch wärmstens empfehlen!

Ich freue mich jedenfalls nächstes Wochenende bei diesem Markt im Warmen (es ist ein Laden!!!) mit Heizung zu verbringen, denn die letzten zwei Tage habe ich im Haus der Ideen in Marienfelde draußen durchgestanden. Gott sei Dank war das Wetter gnädig und der Markt romantisch überdacht. Ein tolles Plätzchen Paradies und viele, viele Besucher!!!

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Jetzt arbeite ich weiter an meiner neuen Schmuckserie. Lasst euch überraschen und freut euch des Winters :))

eure Bennelle

Sonnenblumen-Set

Vor etwa einer Woche bat mich eine Kundin passende Ohrringe zu meiner Sonnenblumenkette und dem Ring zu häkeln.

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Ich habe viele Varianten ausprobiert und alles wirkte plump oder nicht besonders sonnenblumenähnlich. Irgendwie verbinde ich die Sonnenblumen immer mit dem Grün ihrer Blätter. Vielleicht bin ich durch die dekorative Variante, die in den Blumenläden verkauft wird, beeinflußt. Auf dem Feld draußen sieht man nur die Blumen, ihre wandelnde Gesichter. Die Lösung bestand im Andeuten der grünen Farbe durch … Fransen.

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Ich finde diese Lösung sehr elegant. Die Fransen geben dem Schmuck Schwung.

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Im Zentrum habe ich zwei Nuancen von Braun verarbeitet: sieht edel und echter aus. Das hellere Braun ist bestickt.

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Die Ohrringe und die Kette sind getrennt auf meinem DaWanda-Shop eingestellt.

Einen wunderschönen, sonnigen Sonntag wünscht euch

eure Bennelle

Impressionen aus fashion exchange 2014

Wieder ist ein Marktwochenende vorbei. Für kleine und unabhängige Labels ist es sehr schwer den passenden Messeort und -tag zu finden, der viel Publikum anlockt und wo es richtig zur Sache geht. Fashion exchange war diesmal zweitägig…. mit einem kurzen Presale am 8.3. und dem eigentlichen Verkaufstag am 9.3. Es war richtig entspannt am Vorabend und ich fand es besonders schön, die KollegInnen kennenzulernen, ohne Stress  mit ihnen zu plaudern. Presale war eigentlich das falsche Wort dafür.

Mein Stand hatte zum ersten Mal eine klare Linie, da ich auf alles verzichtete, was nicht Spitzenschmuck war.

 

Nur zwei BH-Tops habe ich zum Vorzeigen mitgenommen und 5 Minuten vor Marktschluss wurde der Schwarze weggeschnappt. Heute häkle ich noch das Höschen dazu.

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Es war richtig spannend, die Reaktion der Kunden auf den Spitzenschmuck zu beobachten. Wenige haben gekauft, aber viele mochten die „süßen“ Teile und gaben mir Auftriebswind für neue Kreationen.

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Schmuck war auf dem fashion exchange reichlich vertreten. Ich habe einige der Stände fotografiert, damit ich die Vielfalt auffangen konnte.

Meine Nachbarin war Kati Schön – schön in jeder Beziehung – von dem Standaufbau über ihre filigranen Arbeiten bis zur Kati selbst. Alles perfekt!

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Es gab für jeden Geschmack etwas.  Ich mochte den üppigen Stil der aus Draht gehäkelten Colliers mit vielen Perlen an diesem Stand:

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Aber am meisten beeindruckt hat mich die Kunst von Alena. Sie hat mich beim Presale besucht und meinte, wir würden ähnlich arbeiten. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie aus Plastik etwas Spitzenähnliches entstehen kann. Meine Überraschung war groß, als ich ihre Arbeiten erblickte:

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Luftig, grafisch sauber, dreidimensional, fein, stilvoll.  Einfach klasse! Auch der Standaufbau von Alena war sehr kreativ.

 

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Voll mit Ideen und Zuversicht starte ich in die neue Woche und euch allen wünsche ich den Frühling im Herzen.

Eure Bennelle

 

 

Weihnachtsrabatt bei Bennelle

Wollte euch noch daran erinnern, dass die 12% auch für all meine Produkte auf DaWanda gelten. Nicht mehr lange, also zugreifen, wenn euch etwas gefällt.

Übrigens gibt es bald wieder viele neue Spitzenohrringe. Die Spitze ist schon da, also freue ich mich auf die schönen kleinen Schmuckstücke. Und wenn jemand zum ersten Mal davon hört, hier ein Bild von meinen erfolgreichen Ohrringen aus Plauener Spitze:

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Eine gesegnete Abendstunde wünscht euch

eure Bennelle

 

 

Der Luxusumhang

Hallo Leute,

ich habe einen Umhang für besondere Anlässe erschaffen, der das einfachste schwarze Kleid oder Oberteil (kann auch weiß oder grau sein 🙂 so aufpeppt, dass frau sich in eine Dame von den oberen zehn Tausend verwandelt … oder in eine Diva! So einfach geht das.

Und hier, wie oft, zeige ich euch ein Paar Arbeitsschritte. Die Anleitung dazu gibt es leider nicht, da ich oft so schnell arbeite und vom Prozess selbst geleitet werde, dass ich total vergesse, mir aufzuschreiben, was ich genau tue.

So. Am Anfang waren die Garne da, die ich in eine löchrige Struktur einbauen wollte: Effektgarn, glattes Baumwolle-Viskose-Garn und schwarz als Mitlauffaden für das Effektgarn.

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In der Mitte seht ihr das glatte, glänzende Luxusgarn. Es flutscht so durch die Finger, dass man es schwer mit der Nadel auffängt, aber es geht.

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Ach ja, ich habe als Kontrast die Effektwolle mal mit Schwarz, mal mit Weiß untermauert. Der Trick hatte ich schon bei meinem Smylie-Teppich ausprobiert. Da hatte ich das Effektgarn mit Filzwolle verhäkelt und dann verfilzt. Als Ergebnis bekam ich einen schön dicken und warmen Wollteppich, der obendrein total angenehm weich war.

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Ab jetzt sind die Fotos mit Blitz gemacht, da es schon dunkel wurde, also entschuldigt die schlechtere Qualität.

Hier ist eine Arbeitsphase zu sehen. die in die Hose gegangen ist. Ich habe ein grau-metallisiertes Garn als Abschluss ausprobiert, aber es war zu weich , um gut zu beschweren und wollte sich meinen Vorstellungen nicht anpassen, also habe ich es verworfen und entfernt.

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Und jetzt kommt die Endfassung:

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Was sind die Vorteile dieses Schmuck-Umhangs? Er zerknittert nicht und ist sehr leicht, also kann er in jede beliebige Damentasche verschwinden oder daraus gezaubert werden, damit er euch in eine Königin der Nacht verwandelt. Außerdem kann er vielfältig getragen werden:

1.

Ganz brav und traditionell, die Schultern verdeckend:

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2.

Schief über die eine Schulter hängend:

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3.

Tief vorne hängend, wie eine große Halskette:

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4.

Ganz nach hinten gezogen, sodass vorn ein Collier um den Hals zu sehen ist und ein Boa im Rücken:

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5.

Auch glatt die Schultern ausgleichend und leicht zeigend wäre eine sehr anziehende Möglichkeit:

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In echt war dieses Schmuckstück gestern auf dem Small Business Markt in der Sonnenburger Straße zu sehen. Auf dem Stand hing es direkt über meinen Kopf 🙂

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Zu erwerben ist der Umhang  hier .

Über den gestrigen Markt und die sympathischen und begabten Aussteller, die ich mir näher angeschaut habe, erzähle ich morgen.

Gute Nacht und Luxus-Träume wünscht euch

eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein schönes Mädchen trägt meinen Schmuck

Was gibt es Schöneres auf der Welt, als Freude zu schenken und beschenkt zu werden? Beides zusammen trifft selten ein, aber in diesem Fall ist das Glück vollkommen.

Das Mädchen auf dem Artikelbild heißt Nanda. Sie ist soeben 18 Jahre alt geworden (herzlichen Glückwunsch!!!) und hat sich in meinen Hand- und Fußschmuck verliebt und mich kurz angeschrieben. Ich habe mir ihr Blog angeschaut und war begeistert von ihrem Stil und von der Gestaltung ihrer Bilder, also habe ich mich entschlossen, ihr den heiß ersehnten Schmuck zu schenken. Nanda machte daraus fantastische Bilder, die ich euch nicht vorenthalten will.

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Die Ohrringe habe ich aus alter Spitze gestaltet. Das Ornament habe ich ausgeschnitten. Ich finde sie sehr fein und romantisch.

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Seid ihr auch von Nandas Schönheit überwältigt? Alle Fotos und vielmehr findet ihr auf ihrem Blog:  http://srevolrof.blogspot.de/

Mein Schmuck steht ihr aber auch ausgesprochen gut. Schade, dass der Sommer vorbei ist!

Bald gibt es von mir wieder schöne und warme Häkelmode, also bleibt dabei und schaut regelmäßig vorbei!

Eure Bennelle

Shakespeare Kragen

Ich kann nicht aufhören mit dem Bändchengarn zu experimentieren. Für den Zweiten Frühling hatte ich eine Reihe von Rüschenketten hergestellt, aber ich wollte mehr Varianten auskosten und gestern hatte ich wieder Lust darauf.

Entstanden sind drei Halsketten, für die ich nach der richtigen Bezeichnung erst suchen musste. Letzendlich habe ich mich auf „Shakespeare Kragen“ festgelegt. Grammatisch richtig wäre es, den Kragen an Shakespeare zu binden, aber die Suchmaschinen diktieren heutzutage unser Sprachverhalten und verunstalten unser Sprachgeschmack . ich hätte trotzdem eure Meinung zu dieser Bezeichnung: schaut euch die Bilder näher an und sagt mir, ob der Name zu den Häkelteilen auch richtig passt:

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Die Kragen bindet man hinten zusammen und sie können gelockert als Collier um den Hals getragen werden. Das sieht dann so aus:

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Eine Idee tiefer und die Halsbänder werden zu Ketten:

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Mann kann die Rüschen auch als aufpeppendes Detail für ein schönes Bustier verwenden:

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Der Unterschied zu meinen einreihigen Ketten ist der Hintergrund und einiges mehr.

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Das beste bei dieser Häkeltechnik ist, dass ich hier keinen einzigen Schnitt habe: alles ist in einem Stück gehäkelt.

Die Teile wandern jetzt in die Galerie „Schmuck“ .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zweiter und letzter Frühling

Um es positiv auszudrücken, das Leben geht weiter. Gestern war mein erster Markttag als Aussteller und Verkäufer. Er fing mit viel Sonne, Vogelgezwitscher und gute Laute an. Meine Tochter half mir bei dem Aufbau und blieb die ganze Zeit bei mir. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.  Ich hatte die Nacht davor durchgemacht, die Henkel von drei Taschen endlich gehäkelt, vier Ketten finalisiert und einiges mehr. Die Visitenkarten druckte ich gegen 6 Uhr, nachdem die Sonne schon grell im Himmel stand.

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Am Postbahnhof angekommen (mit dem Taxi, da die S-Bahn nicht fuhr und der Bus erst viel zu spät zu erwarten war) erschien mir unser Standplatz der beste überhaupt: genau in der Mitte, gegenüber der Treppentür, sonnenüberflutet, nette Nachbarn, alles wunderbar. Da keine Zwischenwände vorhanden waren, konnten wir nur den Platz auf dem Tisch nutzen (er erschien uns viel, viel zu klein). Wir hatten zu viele Teile mitgenommen und hatten Schwierigkeiten einigermaßen ordentlich die Fläche einzuteilen: rechts die Bustiers, in der Mitte die Schmuckteile, links die viel zu vielen Taschen. Die Fensterpuppe mussten wir ohne die Arme herschleppen, da sie viel zu schwer waren. Sie bekam einen Sommehut, das türkisfarbene Neckholder-Top und 3 Ketten aufgehängt. Dazu noch 2 Taschen und 2 Schals.

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Das Dawanda-Team war super nett, hat uns Papiertüten geschenkt, die Schilder ausgeteilt und eine Kinderecke mit Bastelspaß aufgebaut.

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Die Dawanda-Verkäufer waren sehr aufgeschlossen, gut gelaunt und super nett. Unsere Nachbarn waren „Kritzelmädchen“. Als Frühlingsprodukt für die Messe haben sie diese schönen Filzblumen wie auf dem Foto unten gewählt, aber in ihrem Online-Shop auf Dawanda findet sich viel mehr als das.

Brosche "Sonnenanbeterin"

Hinter uns hatten zwei flippige junge Damen, reizend angezogen, einen schönen Schmuckstand.

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Am besten fand ich bei den „Disorderedkitten“ ihre zuckrigen Anhänger. Schaut euch diesen Donut aus ihrem Dawanda-Shop mal an. Ist er nicht zum Anbeißem?

Alle Shops waren einzigartig und irgendwie „dawanda“.

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Die Organisatoren vom Zweiten Frühling hatten für eine Männerlounge gesorgt, mein kurzer Blick hinein lieferte dieses Bild:

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Ob es gemütlich drin war, weiß ich nicht, aber die Männer hatten wenigstens ihre Ruhe… Daneben gab es einen Kinderbreuungsraum. Das Programm umfaßte einige Modeshows (echt nicht mein Geschmack), gut anmoderiert, doch das Publikum fiel mager aus. Stylisten sorgten für das kostenlose Angebot als Entschädigung für die 5-Euro-Tickets.

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Es wurde geschminkt, die Haare wurden zurechtgemacht und drei Mädchen bekamen neue Kleider…

Unser Stand mittendrin.

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Bei der lauten Musik konnte man nur tanzen. Ich habe die ganze Zeit stehend gehäkelt, getanzt, gelächelt. Es sind 3 Ketten und ein Paar Ohrringe dabei entstanden. Alles nur gute Miene zum bösen Spiel, denn weder ich, noch meine Nachbaren konnten etwas verkaufen. Kein einziger Verkauf! „Katastrophe“, hieß es hinter uns so gegen 16.00 Uhr am Nachmittag. Die Nachbarin von rechts sammelte ihre schönen Stofftaschen und verließ den Tatort zwei Stunden vor dem Schluss.

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Ich hatte den Eindruck, dass ich immer wieder dieselben Gesichter erblicke. Bald stellte sich heraus, dass die meisten Leute, die vorbei liefen und einen nett anlächelten, Kollegen sind, die die Runde machten. Die echten Kunden sind ungeduldig vorbei gehuscht, schlecht gelaunt und unheimlich (meinte meine Tochter). Lag es vielleicht an den teuren Tickets oder an dem Second-Hand-Markt in der unteren Etage, die diese Billigstimmung ausmachte? Ich fand alle Anbieter hier oben toll, doch irgendetwas stimmte nicht.

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Die Innenperspektive. Die Überlegung, ob es sich noch einmal lohnt einen teuren Stand zu mieten, der sich nicht auszahlt. Mein Kaffee ist kalt, ich bin müde. 36 Stunden nicht geschlafen. Die Hoffnung auf einen einzigen Verkauf…

Nicht dass es keine Kundengespräche gab, viele haben die Bikinitops gemustert und einige der Ketten angefasst. Einige kommentierten sogar: „Schön, sehr schön“, andere murmelten untereinander: „Die sehen trocken gut aus, aber wenn man mit ihnen ins Wasser geht, hängen sie schrecklich“. Wer sagt denn, dass die Häkelbikinis  baden gehen sollen? Ich würde sie gerade nach dem Baden anziehen, wenn ich den nassen Bikini loswerden möchte. Aber eigentlich sind die Bustiers, die ich mache, eher für sonnige Tage unter einem offenen, leichten Hemd oder für Partys und für das Tanzen gedacht. Salsa oder Bauchtanz wären perfekt.

Meine Freundin kommt kurz vor 18.00, um uns beim Tragen zu helfen und die Sachen nach Hause zu transportieren. Ihr geht es auch beschissen. Wir sollten einen Sekt darauf trinken, scherzen wir. Zu Hause angekommen, mache ich einen Abstecher zum Internetcafe um die Ecke und kaufe einen Kuchen und einen 2L-Orangensaft. Unsere Belohnung für die ganze Anstrengung. Geteilt durch 7, bekommt jeder ein Stück.

Ich nehme meinen 2-Jährigen mit ins Bett und er weckt mich am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr. Ich bringe ihn in die Küche, wo mein Freund schon frühstückt, gebe den Kleinen ab und schmeiße mich zurück in mein warmes Bett. Gegen 14 Uhr werde ich wieder geweckt, mein Freund hat einen dringenden Auftrag zu bearbeiten. Dusche, es geht irgendwie, mein Tag beginnt.

Das heutige Motto lautet „Be happy, don’t worry“. Ich sage mir, jetzt habe ich genug Ware, um meine Online-Shops aufzufüllen. Und das Leben geht weiter.

 

 

 

 

 

 

Schmuck aus Bändchengarn häkeln

Ich habe die Angewohnheit mir alle mögliche Garne zu kaufen, wenn ich etwas sehe, was mir ins Auge fällt. Das Blöde daran ist, dass ich natürlich nicht weiß, was ich konkret damit später anfange. Deshalb stapeln sich bei mir oft „Proben“, d.h. einzelne Knäuel, womit nichts Großes angefertigt werden könnte. Das Naheliegende in solchen Fällen wären Ketten, Halsbänder, Blumen, Ohrringe, also Schmuck.

Bändchengarn habe ich bis jetzt in meinen Teppichen einfach mitverarbeitet, ohne auf die besonderen Qualitäten des Bändchens zu achten. Ich hatte keine Ahnung was man sonst damit machen kann.  Erst kürzlich probierte ich einige Techniken aus. Oh, welche Pracht entwickelte sich vor meinen Augen! Zwei Tage habe ich herumexperimentiert und kann jetzt mein Wissen weitergeben.

Eine Halskette zu häkeln ist

ein überschaubares und sehr einfaches Projekt.  Die Länge bestimmt man selber. Und das Beste ist, dass sie aus einer einzigen Reihe besteht!

Als Erstes muss man das Garn entfalten, so dass man die ganze Breite vor sich hat. Dann nimmt man eine Häkelnadel Gr. 1 bis 4, je nach Größe der Löcher im Band. Um eine breitere Kette zu bekommen, häkelt man dicht am Rand.

Man sticht mit der Nadel kurz unter dem oberen Rand ein und führt sie einige Löcher weiter wieder heraus. Mit dieser Masche auf der Nadel sticht man 2 cm weiter wieder ein und nach 2 mm wieder raus. Man kann jetzt die zweite Masche über die erste gleiten lassen und auf diese Art und weise häkelt man weiter. Dabei bekommt man eine leichte Kräuselung.

Wenn ihr ein dichteres Bild bekommen wollt, dann holt ihr am besten 5 bis 7 Maschen auf die Nadel und zieht erst dann die letzte Masche durch die anderen.

Variiert man diese Techniken, entsteht eine Kette mit Büscheln, was auch wunderschön anzusehen ist.

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Die Enden kann man mit einem Knoten schließen, fest ziehen und kurz vor dem Knoten abschneiden. Wenn man das geschickt in der Kräuselung einbettet, sieht man das Ende nicht.

Wenn euch doch nicht klar geworden ist wie es geht, besucht mich einfach auf meinem Stand auf dem DaWanda-Gelände beim Zweiten Frühling im Postbahnhoft. Am 14.4. ab 11 Uhr gibt es da Mode, Handgemachtes, Flohmarkt und eine Kinderecke. Neben tollen Events wird da auch geschlemmt. Eine Modemesse von und für Frauen.

Ich nehme mein Bändchengarn mit und wer neugierig ist, zeige ich ihm persönlich wie man die Ketten herstellt.

Weitere Ketten dieser Art habe ich in meiner Galerie Schmuck hochgeladen.