FASHION DESIGNER GESUCHT!

Zwei Tage lang haben 10 kleine, aber feine Shops den sonst leer stehenden Laden in der Brunnenstr. 65 in Berlin Wedding zum Leuchten gebracht.  Ich wollte am dritten Advent nicht draußen stehen, also beteiligte ich mich an der tollen Initiative von Gemma. Wedding ist groß und mancherorts trist. Einige der Kunden, die uns zufällig entdeckt hatten, weil sie gerade vorbeizogen oder einfach auf der anderen Straßenseite wohnten und die erleuchteten Schaufenster entdeckten, fragten voller Hoffnung, ob der Laden so bleibt.

Wie hat es New York zu einer Stadt der Kunst geschafft? Künstler haben sich in leerstehenden Lofts eingemietet, dann kamen die Cafes, dann die Galerien und die Geschäfte. Jetzt ist alles zu teuer geworden, also ziehen die Künstler aus und um. Ich würde gern Wedding als die neue Heimat für Künstler und Kreativen wissen.

ABER bis es soweit kommt, brauchen junge Designer und kleine Labels eine feste Institution für den Kontakt mit Kunden und Sponsoren und genau das glaube ich bei diesem neuen Projekt gefunden zu haben:

FASHION DESIGNER GESUCHT!

Ich poste hier eins zu eins die Annonce aus dem Facebook:

„Die Teilnehmerzahl ist bis zum 40 begrenzt und steigt täglich!
In Übereinkunft mit unseren langfristigen Zukunftsplänen, möchte unser Kreativteam Euch dazu einladen am regelmäßigen FASHION MARKT Berlin direkt an der Friedrichstraße teilzunehmen. Jeden Samstag ab dem 14.02.2015. Valentinstag! Wir fangen mit großer Liebe an! Für weitere Infos und Details meldet Euch: fashionmarktberlin@gmail.com. Gerne auch PN.
https://www.facebook.com/groups/fashionmarkt/ – mit Tal Dekel.“

Ich bin schon dabei! Was ist mit euch?

Einen schönen und entspannten Abend wünscht euch

eure Bennelle

 

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Impressionen aus fashion exchange 2014

Wieder ist ein Marktwochenende vorbei. Für kleine und unabhängige Labels ist es sehr schwer den passenden Messeort und -tag zu finden, der viel Publikum anlockt und wo es richtig zur Sache geht. Fashion exchange war diesmal zweitägig…. mit einem kurzen Presale am 8.3. und dem eigentlichen Verkaufstag am 9.3. Es war richtig entspannt am Vorabend und ich fand es besonders schön, die KollegInnen kennenzulernen, ohne Stress  mit ihnen zu plaudern. Presale war eigentlich das falsche Wort dafür.

Mein Stand hatte zum ersten Mal eine klare Linie, da ich auf alles verzichtete, was nicht Spitzenschmuck war.

 

Nur zwei BH-Tops habe ich zum Vorzeigen mitgenommen und 5 Minuten vor Marktschluss wurde der Schwarze weggeschnappt. Heute häkle ich noch das Höschen dazu.

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Es war richtig spannend, die Reaktion der Kunden auf den Spitzenschmuck zu beobachten. Wenige haben gekauft, aber viele mochten die „süßen“ Teile und gaben mir Auftriebswind für neue Kreationen.

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Schmuck war auf dem fashion exchange reichlich vertreten. Ich habe einige der Stände fotografiert, damit ich die Vielfalt auffangen konnte.

Meine Nachbarin war Kati Schön – schön in jeder Beziehung – von dem Standaufbau über ihre filigranen Arbeiten bis zur Kati selbst. Alles perfekt!

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Es gab für jeden Geschmack etwas.  Ich mochte den üppigen Stil der aus Draht gehäkelten Colliers mit vielen Perlen an diesem Stand:

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Aber am meisten beeindruckt hat mich die Kunst von Alena. Sie hat mich beim Presale besucht und meinte, wir würden ähnlich arbeiten. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie aus Plastik etwas Spitzenähnliches entstehen kann. Meine Überraschung war groß, als ich ihre Arbeiten erblickte:

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Luftig, grafisch sauber, dreidimensional, fein, stilvoll.  Einfach klasse! Auch der Standaufbau von Alena war sehr kreativ.

 

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Voll mit Ideen und Zuversicht starte ich in die neue Woche und euch allen wünsche ich den Frühling im Herzen.

Eure Bennelle

 

 

Rück- und Ausblick

Huh, der gestrige Markttag ist vorbei und ich bin einigermaßen ausgeschlafen. Es war ein langer Tag beim fashion exchange und ich hatte die Nacht davor fast durchgemacht – gerade eine Stunde Schlaf ist wahrlich nicht genug für ein frisches Aussehen.

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Der Stand von Bennelle war wieder zu voll, aber ich lerne noch: es wird jedes Mal besser. Euch zeige ich hier einzelne Bereiche:

Hier sind die Ohrringe und einige ausgewählte Ketten:

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Den Hand- und Fußschmuck habe ich in Tütchen verpackt, doch meine Tochter hat den kleinen Haufen ziemlich durcheinander gebracht.

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Mittig habe ich das Spielzeug platziert. Er hat die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

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Einige Bikinioberteile fanden Platz auf dem Ständer, die Taschen habe ich zu einem kleinen Pfad auf dem Boden positioniert. Die Bikiniteile habe ich aus Jux mitgenommen, doch sie fanden reges Interesse… mitten im Winter.

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Fazit: erfreulich viele Gespräche, die mir Mut machen und gewisse Publikumsvorlieben kennzeichnen. Einige wenige Verkäufe, die sich so oder so erklären lassen. Und jetzt sage ich es klar und öffentlich: das Konzept des ersten und zweiten Frühlings, d.h. Trödelmarkt mit 2. Hand unten und Auslese oben führt zu Einbüßen in der oberen Etage und einer falschen Einstellung der Kunden.

Ich bin jedenfalls sehr müde, doch zufrieden nach Hause gegangen. Die neuen Ideen und die neuen Kuscheltiere und Puppen werden ganz bald auf dem Weihnachtsmarkt zu sehen sein. Näheres erzähle ich erst, wenn der Stand sicher und bezahlt ist.

Euch allen wünsche ich eine schöne Nacht,

eure Bennelle

 

Bennelle stellt aus

Ich habe lange überlegt, bevor ich mich für einen weiteren Stand als Aussteller entschieden habe. Das nächste Event, das vorweihnachtlich viel verspricht und hoffentlich hält, ist ganz nah:

Fashion exchange: Am 24. November findet Berlins Marktplatz für Mode von Frauen für Frauen im Berliner Postbahnhof statt.

Im Unterschied zu meinem ersten Auftritt bei diesem Markt am 14.4.2013, werde ich alle meine neuesten Amigurumis und Puppen mitnehmen und vielleicht ein bisschen Spitzenschmuck und Stulpen. Der Stand wird auf dem DaWanda-Areal zu sehen sein, wo handmade groß geschrieben wird.

Wann: Sonntag, den 24. November 2013
Öffnungszeiten: 11 bis 18 Uhr
Wo: Postbahnhof
Eintritt: 3 Euro, Für Männer und Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

Was es noch bei dieser Veranstaltung gibt:

Im Obergeschoss beim „ersten frühling“ präsentieren Berliner Boutiquen und Designer ihre neuesten Fashiontrends.

 Mit dabei sind schon jetzt Nina Sommer und Karin van Meulen mit eleganten Entwürfen, berlin underwear mit ausgefallenen Hotpants,  Mariamakanteh – Mode mit westafrikanischem Touch, der  extravagante Style von Pau Esteve oder trendige Streetoutfits von Jaqueen … und viele mehr!

 Unter dem  Motto  „we love handmade“ stellen in einer exklusiven Area zusätzlich DaWanda-Ausstellerinnen ihre selbstgemachten Sachen aus ausgewählten Materialien aus.

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 Der besondere Mix aus hippem Berlin-Style, Designerkreationen und Handgemachten wird am 24. November im Postbahnhof versammelt sein und Modeliebhaberinnen einiges zu entdecken bieten.

 Diese können auch als Privatpersonen ihre individuelle Second-Hand Mode zum Verkauf anbieten – im Untergeschoss beim „zweiten frühling“. Sie bekommen die passende Gelegenheit ihren Kleiderschrank auf Vordermann zu bringen, indem sie ihre Kleidung gezielt an die Frau bringen können.

 Freie Stände sind noch zu haben! Wir freuen uns über jede neue AusstellerIn!

 Anmeldungen werden unter www.fashion-exchange.eu entgegen genommen.

Kommt doch vorbei und lernt mich kennen. Ich bin auf jeden einzelnen von euch neugierig.

Zweiter und letzter Frühling

Um es positiv auszudrücken, das Leben geht weiter. Gestern war mein erster Markttag als Aussteller und Verkäufer. Er fing mit viel Sonne, Vogelgezwitscher und gute Laute an. Meine Tochter half mir bei dem Aufbau und blieb die ganze Zeit bei mir. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.  Ich hatte die Nacht davor durchgemacht, die Henkel von drei Taschen endlich gehäkelt, vier Ketten finalisiert und einiges mehr. Die Visitenkarten druckte ich gegen 6 Uhr, nachdem die Sonne schon grell im Himmel stand.

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Am Postbahnhof angekommen (mit dem Taxi, da die S-Bahn nicht fuhr und der Bus erst viel zu spät zu erwarten war) erschien mir unser Standplatz der beste überhaupt: genau in der Mitte, gegenüber der Treppentür, sonnenüberflutet, nette Nachbarn, alles wunderbar. Da keine Zwischenwände vorhanden waren, konnten wir nur den Platz auf dem Tisch nutzen (er erschien uns viel, viel zu klein). Wir hatten zu viele Teile mitgenommen und hatten Schwierigkeiten einigermaßen ordentlich die Fläche einzuteilen: rechts die Bustiers, in der Mitte die Schmuckteile, links die viel zu vielen Taschen. Die Fensterpuppe mussten wir ohne die Arme herschleppen, da sie viel zu schwer waren. Sie bekam einen Sommehut, das türkisfarbene Neckholder-Top und 3 Ketten aufgehängt. Dazu noch 2 Taschen und 2 Schals.

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Das Dawanda-Team war super nett, hat uns Papiertüten geschenkt, die Schilder ausgeteilt und eine Kinderecke mit Bastelspaß aufgebaut.

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Die Dawanda-Verkäufer waren sehr aufgeschlossen, gut gelaunt und super nett. Unsere Nachbarn waren „Kritzelmädchen“. Als Frühlingsprodukt für die Messe haben sie diese schönen Filzblumen wie auf dem Foto unten gewählt, aber in ihrem Online-Shop auf Dawanda findet sich viel mehr als das.

Brosche "Sonnenanbeterin"

Hinter uns hatten zwei flippige junge Damen, reizend angezogen, einen schönen Schmuckstand.

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Am besten fand ich bei den „Disorderedkitten“ ihre zuckrigen Anhänger. Schaut euch diesen Donut aus ihrem Dawanda-Shop mal an. Ist er nicht zum Anbeißem?

Alle Shops waren einzigartig und irgendwie „dawanda“.

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Die Organisatoren vom Zweiten Frühling hatten für eine Männerlounge gesorgt, mein kurzer Blick hinein lieferte dieses Bild:

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Ob es gemütlich drin war, weiß ich nicht, aber die Männer hatten wenigstens ihre Ruhe… Daneben gab es einen Kinderbreuungsraum. Das Programm umfaßte einige Modeshows (echt nicht mein Geschmack), gut anmoderiert, doch das Publikum fiel mager aus. Stylisten sorgten für das kostenlose Angebot als Entschädigung für die 5-Euro-Tickets.

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Es wurde geschminkt, die Haare wurden zurechtgemacht und drei Mädchen bekamen neue Kleider…

Unser Stand mittendrin.

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Bei der lauten Musik konnte man nur tanzen. Ich habe die ganze Zeit stehend gehäkelt, getanzt, gelächelt. Es sind 3 Ketten und ein Paar Ohrringe dabei entstanden. Alles nur gute Miene zum bösen Spiel, denn weder ich, noch meine Nachbaren konnten etwas verkaufen. Kein einziger Verkauf! „Katastrophe“, hieß es hinter uns so gegen 16.00 Uhr am Nachmittag. Die Nachbarin von rechts sammelte ihre schönen Stofftaschen und verließ den Tatort zwei Stunden vor dem Schluss.

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Ich hatte den Eindruck, dass ich immer wieder dieselben Gesichter erblicke. Bald stellte sich heraus, dass die meisten Leute, die vorbei liefen und einen nett anlächelten, Kollegen sind, die die Runde machten. Die echten Kunden sind ungeduldig vorbei gehuscht, schlecht gelaunt und unheimlich (meinte meine Tochter). Lag es vielleicht an den teuren Tickets oder an dem Second-Hand-Markt in der unteren Etage, die diese Billigstimmung ausmachte? Ich fand alle Anbieter hier oben toll, doch irgendetwas stimmte nicht.

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Die Innenperspektive. Die Überlegung, ob es sich noch einmal lohnt einen teuren Stand zu mieten, der sich nicht auszahlt. Mein Kaffee ist kalt, ich bin müde. 36 Stunden nicht geschlafen. Die Hoffnung auf einen einzigen Verkauf…

Nicht dass es keine Kundengespräche gab, viele haben die Bikinitops gemustert und einige der Ketten angefasst. Einige kommentierten sogar: „Schön, sehr schön“, andere murmelten untereinander: „Die sehen trocken gut aus, aber wenn man mit ihnen ins Wasser geht, hängen sie schrecklich“. Wer sagt denn, dass die Häkelbikinis  baden gehen sollen? Ich würde sie gerade nach dem Baden anziehen, wenn ich den nassen Bikini loswerden möchte. Aber eigentlich sind die Bustiers, die ich mache, eher für sonnige Tage unter einem offenen, leichten Hemd oder für Partys und für das Tanzen gedacht. Salsa oder Bauchtanz wären perfekt.

Meine Freundin kommt kurz vor 18.00, um uns beim Tragen zu helfen und die Sachen nach Hause zu transportieren. Ihr geht es auch beschissen. Wir sollten einen Sekt darauf trinken, scherzen wir. Zu Hause angekommen, mache ich einen Abstecher zum Internetcafe um die Ecke und kaufe einen Kuchen und einen 2L-Orangensaft. Unsere Belohnung für die ganze Anstrengung. Geteilt durch 7, bekommt jeder ein Stück.

Ich nehme meinen 2-Jährigen mit ins Bett und er weckt mich am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr. Ich bringe ihn in die Küche, wo mein Freund schon frühstückt, gebe den Kleinen ab und schmeiße mich zurück in mein warmes Bett. Gegen 14 Uhr werde ich wieder geweckt, mein Freund hat einen dringenden Auftrag zu bearbeiten. Dusche, es geht irgendwie, mein Tag beginnt.

Das heutige Motto lautet „Be happy, don’t worry“. Ich sage mir, jetzt habe ich genug Ware, um meine Online-Shops aufzufüllen. Und das Leben geht weiter.

 

 

 

 

 

 

Bennelle zeigt sich öffentlich

Ich habe schon seit Monaten nach einer Möglichkeit gesucht, meine Arbeiten öffentlich anzubieten, einem leibhaftigen Publikum zu begegnen und nicht unbekannte Klicks in meinen Online-Shops. Und heute bekam ich einen Anruf von den Veranstaltern der Fashion-Messe am Ostbahnhof. Ja! Ich bin dabei! Ich habe einen Riesenstand, den ich mit Schmuck und Strandmode ausfüllen werde. Und dafür habe ich nur 3 Wochen!

Kommt vorbei und zeigt euch! Ich möchte meine Leser kennen lernen!

Näheres über meinen Stand auf der Messe gebe ich bald bekannt.

Und jetzt lade ich meinen neuesten Teppich auf mein etsy-Shop hoch und werde mich bis zur Messe nur mit Mode beschäftigen. Und ich plane eine Menge Überraschungen! Ein Materialmix und ganz neue Textiltechnik, nicht nur Häkelei!