The Making of „Crash“ – mein Gamer Amigurumi

In meinem letzten Beitrag habe ich euch ganz schnell meine erste Game-Figur gezeigt, an der ich ganze 3 Tage verbracht habe. Crash Bandicoot war eine Auftragsarbeit und keine leichte Aufgabe, aber ich liebe Herausforderungen!

Hier zeige ich euch in einigen Grundschritten wie ich verfahren habe. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Gestaltung neuer Puppen und Amigurumis.

Bodenhaftung

Wenn man keinen Plan hat, muss man irgendwo anfangen. Ich entschied mich mit den Schuhen anzufangen, denn sie sollten die Stabilität der späteren Puppe sichern. Dazu häkelte ich die Sohlen und die Sockel der Sportschuhe.IMG_4144

Um die Schuhe zu beschweren, habe ich je zwei Milchdeckel auf die Sohlen gelegt und sie mit Dekosteinchen gefüllt.

Es ist sehr wichtig, dass die Schuhe schwer und stabil werden, damit sie die ganze Last der Puppe tragen können. Wenn ihr euch für Steinchen (Kiesel) entscheidet, solltet ihr darauf achten, dass sie nicht zu klein sind. Andere nehmen dafür schwere Kleinteile aus Metal. Spitze Gegenstände sollte man schön in Watte wickeln, auch wenn keine Kinder mit der Puppe spielen sollten.

Beine und Hose

Schuhe, Beine, Hose

Schuhe, Beine, Hose

Die Beine habe ich im Schlauch gehäkelt und die Öffnung orientierte sich an den Schuhen: immerhin sollten sie später in die Schuhe nicht nur passen, sondern mit ihnen vernäht werden. Diesmal habe ich die Beine nur so hoch gemacht, dass sie voll in die Hosenbeine eingesteckt werden können. Die Hose habe ich von unten angefangen (die Öffnung etwa um 1 cm breiter als die Beine). Im Unterschied zu den Beinen verjüngen sich die Hosenbeinen in Richtung Kreuz. Dann habe ich beide Teile verbunden und das Kreuz im Kreis weitergehäkelt.

 

 

 

 

 

Oberkörper

Den Oberkörper habe ich auch von unten nach oben erarbeitet.  IMG_4151

An der Stelle, wo ich den Mundwinkel vermutete, häkelte ich nur noch den Hinterkopf weiter.

Anschließend fertigte ich das Bauchstück in hellerem Lachs so an, dass es über der Unterlippe umgestülpt werden kann.

Gesicht mit Nase

Gesicht und Nase sind eine Einheit. Angefangen von der Nasenspitze arbeitete ich mich in Runden  bis zu den Mundwinkeln durch. Die untere Hälfte häkelte ich in Lachs nach.

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Ohren

Die Ohren bestehen aus zwei weitwinkligen Dreiecken, die ich von der Innenseite mit Braun verstärkt habe.

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Haare

Für die Haare häkelte ich eine lange Luftmaschenkette und gestaltete eine Art Stacheln (unregelmäßige Dreiecke).  Die Kette soll auf jeden Fall lang genug sein, damit sie an der Stirn und am Rücken verdoppelt werden kann. So entsteht eine natürlichere Mähne. Nach dem Vernähen habe ich die „Stacheln“ mit Lack fest gemacht, damit sie nicht kräuseln.

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Augen, Augenbrauen

Die Augen habe ich erst dann gehäkelt, als das Gesicht schon in Grobzügen fertig war. Sie stellen zwei Ovale in Weiß dar. Dann werden zwei hellgrüne Scheiben gehäkelt und in ihrer Mitte schwarze Punkte gestickt. Die weißen Augäpfel habe ich mit Rostbraun umrundet, damit sie im Gesicht natürlicher sitzen.

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Die Brauen sollten abstehen und am besten ungleich sein. Ich habe sie an der Naht angehäkelt, die das Gesicht mit dem Hinterkopf verbindet.

Arme

Die Arme stellen Röhrchen dar, die ich von dem Handgelenk aus gehäkelt habe. Die Schulter sind breiter und leicht gebogen, sodass die Arme nach unten hängen. Um sie flexibler zu machen, zog ich einen Draht durch sie hindurch, der den Torso durchbohrt und die Schultern sichert. Der Draht sollte ein Stück länger sein: die Fortsetung habe ich später in die Daumen eingearbeitet.

Hände

Für die Hände habe ich 3-4 Reihen im Kreis gehäkelt (leicht größer, als das Handgelenk). Dann habe ich den Daumen geformt. Anschließend stellte ich die Handfläche  und die einzelnen Finger fertig ….

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Die Hände habe ich an den Armen befestigt, indem das Draht durch die Daumen verlief. Die Handflächen ließ ich ohne Füllung.

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Gürtelschnalle

Es war mir wichtig, aus der Figur einen Aktioncharakter zu schaffen und da er Jeans trägt, dachte ich an die Cowboys mit ihren schön auffallenden Schnallen. So nahm ich einen alten Silbernen Knopf und malte ihn mit Nagellack in Hellblau an. Gürtel gestalten, umbinden, Knopf drauf nähen, fertig.

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Zusammennähen

Vor dem Vernähen sollte man gut überlegen wie viel Füllwatte in welche Körperteile hineinkommt. Die Puppe sollte nicht zu weich werden, aber auch nicht zu plump wirken. Man könnte auch in die Höhe Draht einbauen: in diesem Fall habe ich darauf verzichtet, weil die Statik gut wirkte und der Crash stabil auf seine Beine stehen kann.

Es ist wichtig die Beine schön sauber an die Schuhe zu vernähen, damit keine Steinchen den Weg nach draußen finden.

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So, die Figur ist fertig. Dann kommt der Spaß, besonders wenn man mit Draht gearbeitet hat 🙂

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Frohes Amigurumi-Häkeln!

Eure Bennelle

Crash Bandicoot inspired crochet figure

Vor genau 10 Tagen habe ich übermütig eine ganz neue Herausforderung als Bestellung angenommen: ich sollte eine Figur häkeln, von deren Existenz ich gerade erfuhr und die ein Aktionheld in der Gamerwelt ist: Crash Bandicoot. Meine ersten Recherchen ergaben nur einen einzigen Versuch die Figur zu häkeln. Keine Vorreiter, keine Anleitung, nur eine Menge Bilder verschiedener Versionen des Helden und, Gott sei Dank, auch von hinten (sonst wäre kein 3D-Produkt möglich). Ich habe mir später Auszüge aus dem Spiel angeschaut (nachdem ich nachgelesen habe, was sie überhaupt ist und tut) und festgestellt, dass sie oft eben nur von hinten zu sehen ist: ewig am Rennen und am Hindernisse Überwinden.

Gerade vor einer Stunde habe ich den Bandicoot fertig bekommen und bin mächtig stolz auf mich.

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Unterwegs habe ich viel gelernt und durch Ausprobieren und Scheitern herausgefunden wie einzelne Teile gelingen. Von einigen Schritten habe ich Bilder gemacht, sodass ich euch in einem nächsten Beitrag über das „Making of“ erzählen kann.

Jetzt trinke ich einen Sekt mit meinem Freund und freue mich auf das glückliche Ende einer Mutprobe.

Eure Bennelle

Mein erster quadratischer Teppich

Hallo Leute,

heute bin ich einfach stolz auf mich, da ich eine unsichtbare Wand durchbrochen habe: die Quadratur des Kreises. Endlich habe ich einen Teppich hergestellt, der sich ausnahmsweise nicht im Kreis dreht.

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Im Grunde genommen ist das Häkeln von Quadraten von Zentrum aus das Selbe wie das Drehen von Runden, bei denen man herrlich meditieren kann (denkt einfach an Granny Squares). Dieses Mal habe ich die Ecken überbetont und daraus ein schönes Muster geformt.

Wollt ihr ein bisschen mehr darüber erfahren? Lest dann hier weiter.

Bald kommt wieder was Überraschendes, das verspreche ich euch!

Schönen Sommertag,

eure Bennelle

Filzteppich „Augustsonne“

In der Augusthitze kann man sich schwer vorstellen, tagelang mit Wolle zu arbeiten. Ich habe aber wieder viel Spaß daran und auch einen Auftrag bekommen, mich selbst zu kopieren. Die Kopie entpuppte sich, wie erwartet, als eine erfrischende neue Arbeit: es ist mein Filzteppich „Augustsonne“.

Bis bald mit neuen Ideen,

eure Bennelle.

Süßes zum Geburtstag

Hallo Leute!

Am 3. August feiere ich Geburtstag und wie das Leben so will, werde ich den Tag auf dem Markt verbringen. Es ist wieder Zeit für Bennelle auszustellen und es ist wieder der Makers Market, wo ich meine Zelte aufschlage. Makers Market findet jeden ersten Sonntag statt und wird in Berlin an der Internationalen Tankstelle in der Schwedter Straße im Prenzlauer Berg aufgebaut. Wer vorbei kommt, wird sehr angenehm von der Vielfalt der Angebote überrascht sein und die Verkäufer sind lauter nette Künstler, mit denen es sich lohnt einen verrückt sonnigen Tag zu verbringen.

Ich werde meinen Spitzenschmuck  und die Barfußsandalenkollektion mitnehmen. Dazu gibt es Bikinitops und…. gehäkelte Köstlichkeiten.

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Das Törtchen hier ist nur eine kleine Kostprobe. Kommt vorbei und sagt es weiter. Ich werde mich freuen euch kennen zu lernen!

Einen angenehmen und kühlen Abend

wünscht euch eure Bennelle

 

An die Gardinen, fertig, los!

Ich habe Riesenspaß alte Spitzenstoffe nach schönen Motiven zu durchsuchen und sie dann zu Schmuck zu verarbeiten. Manchmal gestaltet sich die Suche schwieriger: in gehe in einen Secondhandladen und schaue mir alles an, was an Spitze erinnert. Sogar die Gardinen. So bin ich zu diesem federleichten Schmetterling gekommen:

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Für alle, die das Projekt selbst durchführen wollen: ihr braucht viel Zeit ( Tage und Nächte) und Geduld, denn die Synthetik von billigen Spitzengardinen ist Nylon pur und nur durch mehrmaligem Überpinseln mit Lack bleibt überhaupt etwas Farbe hängen. Und Trocknen muss das Ornament nach jeder Mal- und Lackschicht.

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Das Schöne an der ganzen Sache ist das luftig-frische Ergebnis. Schnappt euch eine alte Gardine, sucht euch schöne Motive aus und experimentiert mit Schulfarben und Lack oder mit Acrylfarben. Ein bisschen Glitzer wirkt auch schön.

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Mehr Spitzenohrringe findet ihr in meinen Shops auf Dawanda und Etsy.

Sonne und Frische pur wünscht euch

eure Bennelle

Poncho aus Granny Squares

Mein erstes Poncho ist entstanden aus dicker Baumwolle in 4 Blautönen, einem fransigen Effektgarn und Baumwoll-Polyester-Garn in Weinrot. Es fühlt sich kuschelig an, ist aber wegen der Baumwolle ziemlich sommertauglich.

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Was mir persönlich am meisten gefällt, sind die Zacken am unteren Rand.

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Der Poncho ist in einer Einheitsgröße: man zieht ihn über den Kopf und genießt … und man kann auch die eine Schulter lässig freigeben 🙂

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Heute Abend wird mein erstes größeres Kleidungsstück in meinen Online-Shops erscheinen. Aus den Resten plane ich einen Bikinitop.

Euch wünsche ich ein entspanntes Wochenende,

eure Bennelle

 

Inspiration aus Italien

Internet ist eine unerschöpfliche Quelle für Entdeckungen und Inspirationen. So, ganz zufällig, bin ich auf die Kreationen des italienischen Modehauses Missoni gestoßen. Westwing home and living versteigert  auf einer Auktion (nur bis heute abend) einige einmalige Textilien und Einrichtungsstücke der Modedynastie aus Italien. Hier erreicht ihr das aktuelle Angebot und darunter dieses bezaubernde Bodenkissen:

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Die Missoni-Home-Linie verzaubert durch die tollen Farben und Motiven und das obligatorische Zick-Zack-Muster. Mich inspiriert der Teppich auf diesem Bild zu neuen Projekten:

Eine kurze Suche hat mich zu  außergewöhnlich schönen Kleidungsstücken geführt, die richtig gestrickt und gehäkelt sind. Ich entdeckte sie in der Herrenkollektion 2014 des Hauses Missoni.

La famiglia: Großmutter und Firmengründerin Rosita Missoni führt heute ein Unternehmen, in dem alle Familienmitglieder zusammenarbeiten. Sie hat mit ihrem Mann vor vielen Jahren ein Strickwarengeschäft aufgemacht und später eigene Strick- und Häkeldesigns entworfen. Heute ist das Unternehmen nicht nur in der Modebranche ein Name, sondern zunehmend im Bereich der Einrichtung.

Ein Familienunternehmen mit einem Motto: Lebensfreude verbreiten. Mehr von der Unternehmensphilosophie erfahrt ihr in diesem Videointerview mit der kreativen Direktorin der Firma. Ihr eigenes Credo ist „Das Leben gehört den Mutigen!“

Die offizielle Seite des Unternehmens könnt ihr hier besuchen. Dort kann man auch die bunte Mädchenkollektion 2015 mit mutigen Strickwesten und Taschen bewundern.

Eine schöne Inspirationsquelle ist auch die Bikinikollektion Sommer 2014.

Ich wünsche euch einen schönen Abend, voller Inspiration und Freude,

eure Bennelle

 

Neue Teppiche

Es stapeln sich bei mir die angefangenen Teppiche, doch in letzter Zeit habe ich geschafft einiges zum glücklichen Ende zu bringen.

Dieses Riesendoily habe ich auf Kundenwunsch vergrößert:

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Der frisch gebackene „Juni“-Teppich ist schön dick und bunt geworden:

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Dieser bunte Teppich ist eine Auftragsarbeit. Er ist mit dicken vorgehäkelten Strängen gearbeitet: eine Wonne für meine Hände :):

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Mehr über meine Teppichprojekte könnt ihr auf meinem Blog: http://www.dieteppichmacherin.wordpress.com nachlesen.

Happy crocheting!

eure Bennelle