Granny Square Bag

Meine kreative Energie kommt in Schüben und so ist es auch mit den Mustern, die ich beim Häkeln verwende. Vor etwa einem Monat musste ich unbedingt wochenlang Quadrate häkeln: Granny Squares. Klein, groß, ein- und mehrfarbig, mit und ohne Plan. Momentan liegen 2 fast fertige Taschen und 3 unfertige Teppiche herum, die aus diesem Muster entstanden sind. Eine Tasche kann ich heute schon zeigen: sie ist aus Baumwolle gehäkelt:

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Da passt gerade das Tablett meiner Tochter hinein… oder ein größeres Kinderbuch:

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Jedenfalls ist es die perfekte leichte, handliche Sommertasche für die Schulter.

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Zu erwerben wäre die Tasche hier.

Es ist immer gut, solche Produkte mit einer Lage Stoff von innen zu sichern. In den nächsten Tagen werde ich die anderen zwei Taschen mit Futter versehen und zur Schau stellen.

Bis demnächst, mit viel sonniger Stimmung und neuen Ideen,

eure Bennelle

Weihnachtliche Freude

Hallo allerseits! Ich wünsche euch noch viel Freunde, Entspannung und gemütliches Beisammensein mit Freunden und Familie in diesen Tagen der Besinnung und Bilanz. Habt ihr auch schöne Geschenke bekommen? Die Weihnachtsdekoration selbst gebastelt? Oder vielleicht Selbsgebasteltes verschenkt? Ich hatte mir fest vorgenommen einen wunderschönen, filigranen Engel zu häkeln, kam aber nicht dazu. Dafür häkelte und verfilzte ich einen kleinen konischen Tannenbaum.

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Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal nach dem Wunschlistenprinzip gehandelt und jeder bekam genau das, was er wollte. Ich bin auf diesem Wege die stolze Besitzerin von einigen  Häkelbüchern und einem Riesenset tunesischer Nadel geworden. Über die zwei englischsprachigen Bücher erzähle ich bald. Jetzt wollte ich euch auf ein deutschsprachiges Häkelwerk hinweisen, das ich in der Buchhandlung entdeckt und mir selbst geschenkt habe: Die große Häkelschule von Heidi Fuchs. Dieses tolle Nachschlagewerk lag tapfer unter den Riesenbergen und -mengen von Büchern von den munteren Jungs von hatnut.

 

Das ist ein Paradebeispiel für beste Vermarktung. Hut ab, Jungs!

Zurück zum Buch, das mir so gut gefallen hat:

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Ich habe mir mein letztes Häkelbuch vor fast 2 Jahren gekauft, als ich erfahren wollte wie man Gehäkeltes und Gestricktes verfilzen kann. Damals überwarf ich mich, denn die Bücher, die ich erstanden hatte, vermittelten immer wieder dasselbe Grundwissen und beantworteten nur die Fragen des ganz blutigen Anfängers. Ich hatte mir geschworen kein Geld mehr für Bücher zu verschwenden und zu versuchen alles im Inernet und auf Youtube demonstriert zu finden. Wenn ich etwas auf Video sehe, wird alles klar, außerdem kann man immer wieder auf „Pause“ drücken, wenn man selbst nicht so schnell nachkommt. Aber in  dieser Enzyklopädie des Häkelns entdeckte ich genau, wonach ich suchte: neue Horizonte des Häkelns wie:

Filetgehäkelei und Borten:

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Motive und wie man sie verbindet:

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Mehrfarbige Motive in Granny Squares:

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Brügger Häkelei!!!:

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Irische Spitze und Verbindungen:

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Natürlich ist viel mehr darin zu entdecken, aber ich habe mich auf das fokussiert, was ich noch selbst besser oder ganz neu beherrschen möchte. Wenn jemand von euch Geschichtliches mit der Moderne verbinden will und experimentierfreudig ist, wird ihm das Buch sicher gefallen.

Mit den tunesischen Nadeln, die diesmal angekommen sind (hatte ich selber vor mehreren Monaten bei etsy bestellt und nie bekommen!!), habe ich vor große Projekte anzugehen (warum nicht auch Teppiche?). Ich bin so happy über die vielen Nadelstärken, die im Set geliefert wurden: von Nr. 3 bis 10!! Juhuu! Und die Seile sind fast ein Meter lang! Hoffentlich sind sie auch bequem in der Handhabe – ich habe sie noch nicht ausprobiert.

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Was unter den Nadeln schimmert, ist mein neuer, doppelseitiger Teppich, den ich vor einer Woche angefangen habe. Er soll zwei unterschiedliche Gesichter bekommen und ist in warmen Tönen und Wollweiß gehalten. Doppelt wollig, doppelt warm, doppelt schön soll er werden. Mal sehen wie groß er wächst und wie lange ich an ihm arbeiten werde!

In den letzten Tagen habe ich kaum gehäkelt, jeder braucht auch mal Pause von seinem Handwerk und besonders am Ende des Jahres. So langsam wird es Zeit für die Vorsätze für das nächste Jahr, aber darüber erzähle ich nach Silvester.

Einen guten Rutsch und gesegneten Jahresausklang wünscht euch

eure Bennelle

 

 

 

 

 

Amigurumis aus dem Gefängnis

In letzter Zeit wimmelt es so an Berichten über Yarnbombing und gemeinnützigem Häkeln und Stricken, aber heute habe ich mit Bewunderung einen Artikel gelesen, der von Insassen im Staatgefängnis Folsom in den USA erzählt, die Amigurumis, Schals und Decken für Menschen in Not häkeln.

Zu dem Artikel gibt es eine kurze Videoreportage: sehr empfehlenswert. Die Amigurumis, die ich im Video zu Gesicht bekommen habe, waren mehr als beeindrückend. Und alles wird einzig und allein von Männern hergestellt, die bis vor Kurzem nicht wussten, wie man eine Häkelnadel in der Hand hält.

Häkeln und Stricken bringt den Männern hinter den kahlen Wänden viel: eine sinnvolle Beschäftigung, einen guten Zweck, eine neu entdeckte Weichheit und veränderte Einstellung gegenüber der Umwelt draußen.

Eure Bennelle

Teppich im Dezember

Den habe ich lange unvollendet liegen lassen – meinen Dezemberteppich in Schwarz und verschiedenen Blautönen.

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Die Arbeit an ihm hat länger als einen Monat gedauert… irgendwann war es mir zuviel, also habe ich ihn gestern bei einem Durchmesser von 1,40 m beendet.

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Die verschiedenen Garne, die dabei verhäkelt wurden, habe ich noch nicht durchgezählt.

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Den Rand habe ich mit Stoffgarn ausgeführt, um dem Teppich einen festen Rahmen zu geben.

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Wer sich für meine Teppiche interessiert, kann meinen Blog „Die Teppichmacherin“ besuchen.

Der blaue Riese ist schon in meinen Online-Shops zu erwerben.

Einen schönen Dezembergruß schickt euch

eure Bennelle

Mein lila Hippo

Hippos verbreiten  ein beruhigendes Gefühl – langsame, mächtige Tiere, die Sicherheit und Ruhe vermitteln – so richtig schön zum Schmusen und Anlehnen (wenn sie aus Stoff oder Wolle sind). Das könnte der Grund für mein neues Kuscheltier gewesen sein, war es aber nicht.

Ich erinnere mich nur wie ich die Ohren gleich auf der Kopfspitze geformt habe (sie sind nicht angenäht)  und wie ich mit ihnen einen Hippo assoziierte. So habe ich Kopf, Rumpf, Arme und Beine gehäkelt und dem Hippo eine Art Kleidung verpasst.  Dann erst widmete ich mich dem Kopf zu und schaute mir tausende von Bildern von echten Hippos an, damit ich einigermaßen authentisch Augen, Nüstern und Maul hinbekomme. Hoffentlich sieht man das dem Ergebnis an. IMG_6676 IMG_6675 Das Riesenamigurumi ist nun 30 cm groß und breit, ein echtes Kuschelkissen.

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Beim selten guten natürlichen Licht heute habe ich einige meiner Amigurumis zusammengestellt.

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Der Hippo ist schon in meinem Dawanda-Shop eingestellt und wartet auf eine liebevolle neue Umgebung.

Einen gemütlichen und schönen zweiten Advent wünscht euch

eure Bennelle

SMS-Stulpen Mike Wazowski

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Erwachsene kaum über die Produktionen von Pixar und Disney im Bilde sind, die in den letzten 10-20 Jahren erschienen sind. Durch meine Kinder musste ich mich ständig mit dem Thema beschäftigen und wurde in allen Details der Helden und deren Charakteristika eingeweiht. So habe ich, nachdem die Minion-Stulpen so eingeschlagen haben, einen anderen einäugigen Gesellen auserkoren, um meine neuen Handschuhe zu kreieren: Mike Wazowski. Mike ist der grüne Monster aus Monsters Inc. und muss, zusammen mit seinem zotteligen Freund, Kinder im Schlaf erschrecken, damit sein Land mit der daraus gewonnenen Energie Strom erzeugen kann.

 

Ich habe für die Stulpen Neongrün genommen, doppelfädig, damit es wärmer hält, und ein Riesenauge gestaltet. Der Mund mit den Zähnen haben mich einiger Überlegung gekostet, aber schon beim ersten Ausführungsversuch sahen sie schon ordentlich aus (oder zumindest witzig :))

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Von der Größe her passen die Stulpen einer durchschnittlichen Frauenhand, aber auch meinem 13-Jährigen Sohn, also können sie auch von Jungs, die auf diese witzigen Monster stehen, getragen werden: beim Radfahren, Fußballspielen oder eben beim Tippen und Gleiten auf dem iPod.

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Die Monsterstulpen könnt ihr hier erwerben.

In den nächsten Artikeln erfahrt ihr von meinem Hippo und dem Dezemberteppich.

Bis bald,

eure Bennelle

Baby Ninja Turtle

Gestern habe ich einige gehäkelte Ninja Mutant Tutles entdeckt und habe mich gleich ans Werk gemacht, um meine eigene, leicht abweichende Version dieser komischen Krieger zu erschaffen.

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Die Farben entsprechen auch nicht der „Wahrheit“, aber es ist ja alles nur ein Spiel.

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Heute im Kinderladen, wo mein Sohn immer noch die Eingewöhnung durchmacht, haben die älteren Jungs den Amigurumi gleich als das erkannt, was gemeint war, also ist die Schildkröte, trotzt Abweichung, in Ordnung.

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Mein Krieger ist 20 cm groß und 8 cm breit und sehr kuschelig. Um die Füße zu balancieren, habe ich in die blauen Schuhe je einen Milchpack-Deckel eingebaut, der mit feinen Dekosteinen gefüllt ist. So kann das Kuscheltier auf den eigenen Beinchen stehen.

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Jetzt widme ich mich den vielen unvollendeten Tierarten in meinem Wohnzimmer und schicke euch viel kreative Energie,

eure Bennelle

 

Cupcake zum Geburtstag

Neulich hat mich meine Tochter wieder überfallen: Mama, mach mal! Ein Cupcake als Geburtstagsgeschenk. Am besten gleich.

Gesagt, getan. Aber nicht gleich. Dieses süße Ding hat mir eigentlich sehr viel Überlegung und drei Versuche gekostet.

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Jetzt ist es weg und bevor ich neue Muffins häkle steht eine lange Schlange an Puppen und Tierchen.

Einen schönen und süßen Ausklang des ersten Advents wünscht euch

eure Bennelle

Armstulpen „Minions“

Auf meinem Stand am Sonntag gab es ein Produkt, dass mit freudigem Geschrei von einem Mädchen abgekauft wurde: die Minion-Armstulpen. Wer die Minions nicht kennt: sie sind die Geschöpfe aus dem Zeichentrickhit „Ich, einfach Unverbesserlich„. Wegen meiner Kinder bin ich immer in das jeweilige Mainstream in Bezug auf Animation aus Disney und Pulsar und Co. eingeweiht und wie es aussieht, wird mich mein Kleiner bis zu meinem Lebensende auf dem Laufenden halten.

Jetzt muss ich zugeben, dass das Design nicht von mir stammt, sondern aus diesem Blog: http://tampabaycrochet.blogspot.de/2013/11/free-crochet-pattern-minion-mitts.html

Gott sei Dank gab es dabei keinen Verkaufsverbot, also zauberte  ich auf die Schnelle ein lustiges gelb-blaues Handschuhpaar :

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Heute habe ich noch zwei Paar angefertigt und auf Dawanda hochgeladen. Wer der einfachen kostenlosen Anleitung auf Englisch (s.o.) nicht folgen kann, kann sich die Stulpen aus meinem Onlineshop kaufen.

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Damit die Stulpen flauschiger sind, habe ich den gelben Teil zweifädig gearbeitet.

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Wer auf die Minions steht, sollte sich gleich an den Teilen versuchen: die können süchtig machen 🙂 Kurzer Tipp unterwegs: für das Vergrößerungsglas (der graue Kreis) dickere und festere Wolle nehmen und beim Vernähen nicht den äußeren Rand, sondern der Grenze zwischen weiß und grau entlang nähen.

Ich habe heute kurz überlegt, ob ich für meinen 2-Jährigen auch solche Handschuhe häkeln könnte. Wenn ich es hinkriege, erfahrt ihr bestimmt als erste davon.

Vier Erfolg beim Häkeln,

eure Bennelle

Taschenpuppe Ginger

Am Wochenende ist meine zweite Puppe endlich fertig geworden. Sie hat orange-rote Haare, deshalb nannten wir sie Ginger. Die Haare habe ich aus dem sog. Puppengarn gemacht, das ich zufällig in einem ganz anders gearteten Laden fand. Normalerweise kostet der Knäuel zwischen 4,50 und 6,50 Euro.

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Die Augen hatte ich zuerst schwarz bestickt, dann gefielen sie mir doch nicht und ich zerschnitt die Stiche und, ohne sie zu entfernen, nähte ich grüne Knöpfe oben drauf. So erscheint das fetzige Garn darunter als Wimpern.

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Das Kleid hat viel Arbeit und Überlegung gekostet. Tja, wenn man ohne Plan arbeitet, sondern sich von dem Arbeitsprozeß leiten lässt, sind Stillstand und Lustlosigkeit unentbehrlich. Manchmal fließt die Energie stätig und tragend, bis das Projekt vervollständigt ist, manchmal wird der Prozess unterbrochen (durch äußere Faktoren oder Trieblosigkeit) und dann droht die Arbeit kein Ende zu nehmen. Also außer der Spitze ist alles andere gehäkelt und bestickt.

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Bei Puppen mit großen Köpfen, dünnen Hälsen und kleinen Körpern ist der Hals die Schwachstelle. Wenn der Kopf mit Watte gefüllt ist, wird er zu schwer und der Hals muss extra mit Draht verstärkt werden, um den Kopf tragen zu können. Wenn der Draht wegen der Gefahr für kleine Kinder ausgeschlossen ist, kann man mit einem Shakespeare-Kragen nachhelfen.

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Die Puppe ist gerade 20 cm groß. Ich möchte auch mit kleineren versuchen. Dann werden sie auch der Bezeichnung „Taschenpuppe“ gerecht. So eine Puppe, die auch ein Kind leicht in die Rücksacktasche packen kann … oder sogar in ein kleines Täschchen oder in der Jackentasche.

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Eine ganz individuelle Puppe, die es zweimal nicht gibt. Das beste Geschenk, das man machen kann. Manche würden die grünen Knöpfe zu erschreckend finden. Ich habe mir gedacht, grün passt zu roten Haaren und Kinder haben ein ganz anderes Vorstellungsvermögen als die klischeebehafteten Erwachsenen.

Weitere 3 Puppen sind in Arbeit. Lasst euch überraschen!

Viel Freude am Tun und Ausprobieren wünscht euch

eure Bennelle