Verkauft in NY

Die erste Weltamigurumiausstellung in der kleinen japanischen Galerie RESOBOX in Queens, New York ist seit März vorbei und alle Teilnehmer bekamen ihre Pakete mit den übrig gebliebenen süßen Häkeleien zurück. Meine sind in Kansas City gelandet, wo eine Bekannte versuchen wird, den Rest an einem lokalen Shop zu verkaufen, bzw. an Kinder im Verwandtenkreis zu verschenken.

Ich war sehr froh zu erfahren, dass aus den 20 Amigurumis, die ich per Expresskurier in die USA geschickt hatte, ganze 3 verkauft worden sind: der Chamäleon, die grünäugige Puppe und der Babyelefant, von dem ich leider kein Foto mehr habe.

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Ich bin sicher, dass sie von ihren neuen Besitzern gut behandelt werden und freue mich schon auf die nächste Ausstellung im Dezember. Welche Figuren nach New York diesmal auf die Reise gehen, weiß ich noch nicht. Ich lasse mich inspirieren 🙂

Euch wünsche ich auch Mut kleine Wesen mit Charakter zu erschaffen – man möchte sie nur schwer von der Hand geben, denn sie wachsen einem ans Herz!

Eure Bennelle

 

 

 

 

 

 

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Taschenpuppe Ginger

Am Wochenende ist meine zweite Puppe endlich fertig geworden. Sie hat orange-rote Haare, deshalb nannten wir sie Ginger. Die Haare habe ich aus dem sog. Puppengarn gemacht, das ich zufällig in einem ganz anders gearteten Laden fand. Normalerweise kostet der Knäuel zwischen 4,50 und 6,50 Euro.

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Die Augen hatte ich zuerst schwarz bestickt, dann gefielen sie mir doch nicht und ich zerschnitt die Stiche und, ohne sie zu entfernen, nähte ich grüne Knöpfe oben drauf. So erscheint das fetzige Garn darunter als Wimpern.

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Das Kleid hat viel Arbeit und Überlegung gekostet. Tja, wenn man ohne Plan arbeitet, sondern sich von dem Arbeitsprozeß leiten lässt, sind Stillstand und Lustlosigkeit unentbehrlich. Manchmal fließt die Energie stätig und tragend, bis das Projekt vervollständigt ist, manchmal wird der Prozess unterbrochen (durch äußere Faktoren oder Trieblosigkeit) und dann droht die Arbeit kein Ende zu nehmen. Also außer der Spitze ist alles andere gehäkelt und bestickt.

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Bei Puppen mit großen Köpfen, dünnen Hälsen und kleinen Körpern ist der Hals die Schwachstelle. Wenn der Kopf mit Watte gefüllt ist, wird er zu schwer und der Hals muss extra mit Draht verstärkt werden, um den Kopf tragen zu können. Wenn der Draht wegen der Gefahr für kleine Kinder ausgeschlossen ist, kann man mit einem Shakespeare-Kragen nachhelfen.

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Die Puppe ist gerade 20 cm groß. Ich möchte auch mit kleineren versuchen. Dann werden sie auch der Bezeichnung „Taschenpuppe“ gerecht. So eine Puppe, die auch ein Kind leicht in die Rücksacktasche packen kann … oder sogar in ein kleines Täschchen oder in der Jackentasche.

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Eine ganz individuelle Puppe, die es zweimal nicht gibt. Das beste Geschenk, das man machen kann. Manche würden die grünen Knöpfe zu erschreckend finden. Ich habe mir gedacht, grün passt zu roten Haaren und Kinder haben ein ganz anderes Vorstellungsvermögen als die klischeebehafteten Erwachsenen.

Weitere 3 Puppen sind in Arbeit. Lasst euch überraschen!

Viel Freude am Tun und Ausprobieren wünscht euch

eure Bennelle